23.04.2024

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15.06.13 / MELDUNGEN / ZUR PERSON

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 24-13 vom 15. Juni 2013

MELDUNGEN / ZUR PERSON

NSU: Zweifel an Polizei-Angaben

Erfurt – Die Mutter des mutmaßlichen Terroristen Uwe Böhnhardt hat erhebliche Zweifel an den Darstellungen der Polizei hinsichtlich ihres Sohnes geäußert. Sie bezweifle, dass wirklich Sprengstoff in Böhnhardts Garage gefunden worden sei, wie die Polizei behauptet. Auch schloss sie vor dem Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss aus, dass ihr Sohn Dolche zuhause versteckt habe. H.H.

 

Potjomkins Dörfer auf Irisch

Dublin – Seltsame Blüten treiben die Vorbereitungen für das G8-Treffen der Regierungschefs der acht mächtigsten Wirtschaftsnationen, das am 17. und 18 Juni in Irland stattfindet. Rund 100 Häuser im Umkreis des Tagungsortes sind auf Staatskosten neu gestrichen und äußerlich wieder auf Vordermann gebracht worden. Medienberichten zufolge sind selbst die Schaufenster von Geschäften mit Steuergeldern aufgehübscht worden, um trotz der irischen Wirtschaftskrise ein florierendes Geschäftsleben zu suggerieren. N.H.

 

Treuer Vasall seines Herren

Seite 36 könnte einen Entlassungsgrund liefern. Denn an einer Stelle des 67-seitigen Berichts, den Verteidigungsminister Thomas de Maizière zum Scheitern des „Euro Hawk“ dem Parlament vorlegte, steht geschrieben, dass die beiden Staatssekretäre im Verteidigungsministerium, Rüdiger Wolf und Stéphane Beemelmans, schon am 8. Februar 2012 über mögliche Mehrkosten von bis zu 500 Millionen Euro beim Drohnenprojekt informiert wurden. Warum hat man dann über ein Jahr lang die katastrophale Fehlentwicklung verschwiegen?

„Im Lichte dieser gesamten Prüf­ergebnisse behalte ich mir personelle Konsequenzen vor“, ließ de Maizière daraufhin wissen. Läuten da etwa schon die Abschiedsglocken für seine Staatssekretäre, weil sie ihren Minister nicht schon früher über das Finanzdebakel informiert haben?

Besonders für Stéphane Beemelmans wäre es tragisch. Seit 14 Jahren folgt er de Maizière wie ein treuer Vasall seinem Herren. Seit 1999, als Beemelmans Büroleiter de Maizières in der Sächsischen Staatskanzlei war, sind die beiden unzertrennlich. Egal, wohin de Maizière versetzt wurde – er nahm Beemelmans mit und verschaffte ihm einen hohen Beamtenposten.

Beide hatten im Bonner Aloysius-Kolleg ihr Abitur gemacht. Das verbindet – ebenso wie der französische Einschlag beim Namen. Der 1965 in Toulouse geborene Stéphane Beemelmans hat eine französische Mutter und diente in der französischen Armee. Ob der Jurist als Karrierefolger ideale Voraussetzungen für sein Amt im Berliner Bendler Block mitbringt, ist ohnehin die Frage. Vom Minister abgesehen, soll er Mitarbeitern gegenüber auch einen arroganten, herrischen Umgangston pflegen, so dass einige seinen Abgang wohl schon heiß ersehnen. Harald Tews


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