27.01.2022

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
06.07.13 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 27-13 vom 06. Juli 2013

MELDUNGEN

Schuluniformen für Königsberg

Königsberg – Ab dem neuen Schuljahr, das am 1. September beginnt, müssen alle Königsberger Schüler Schuluniformen tragen. So meldete es die lokale Agentur klops.ru. Genadi Onischtschenko, oberster Amtsarzt der Russischen Föderation, begrüßt diese Entwick­lung. Er beobachtet seit Jahren eine Ausbreitung von Hauterkrankungen bei Jugendlichen, für die er minderwertige Textilien aus Südostasien, China und der Türkei verantwortlich macht, die 80 Prozent des russischen Markts für Kinderbekleidung beherrschen. Besserung könne nur durch die „Einführung einer speziellen Schulbekleidung“ erfolgen, lautet bereits seit Jahren sein Credo. Inzwischen sind 77 Prozent aller Russen seiner Meinung. Und Königsberg soll Pionierarbeit leisten. Die regionale Bildungschefin Tatjana Petuchowa ist vom russischen Bildungsministerium angewiesen worden, „Anforderungen für Sport-, Alltags- und Paradeuniformen der Schüler zu ermitteln“. Zwar möchten viele Werkstätten und Ateliers, darunter auch solche aus Polen, Uniformen liefern, aber nicht wenigen Schulen sind die Schuluniformen trotz der von Viktor Schudegow, Sprecher des Duma-Bildungsausschusses, zugesagten Finanzhilfen zu teuer, wie sie auf eigenen Protest-Websites verkünden. Jede Schule darf zwar ihre eigene Uniform wählen. Aber ein komplettes Mädchen-Set kann bis zu 7200 Rubel (knapp 170 Euro) kosten, also ein Drittel des durchschnittlichen Monatslohns. Jungen kommen mit 4400 Rubel (gut 100 Euro) etwas günstiger davon. Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Angelegenheit zur Chefsache gemacht. Bereits Ende 2012 erklärte er, dass es im Lande eine Schuluniform geben müsse. Die Details überließ er den Abgeordneten seiner Partei. Am 1. März dieses Jahres verriet dann der Vorsitzende des Komitees für Bildung in der Staatsduma, Grigorij Balychin, dass es am 1. September losgeht. W.O.

 

Reise mit LO-Preisträger

Königsberg/Kiel – Christian Papendick, Kulturpreisträger der Landsmannschaft Ostpreußen (LO), führt vom 23. Juli bis zum 6. August eine Reise in das Königsberger Gebiet durch. Fünfmal wird in der ostpreußischen Hauptstadt, fünfmal in Insterburg und zweimal in Nidden auf der Kurischen Nehrung übernachtet. Die Anreise erfolgt per Schiff von Kiel nach Memel, die Abreise analog. Zum Reiseprogramm in Ostpreußen gehören tägliche Pick­nicks ebenso wie Schiffsfahrten. Nähere Informationen erteilt Christian Papendick, Stiftung Hanna-Reemtsma-Haus, Kriemhildstraße 15 D, 22559 Hamburg, Telefon (040) 81958370, und das Reiseunternehmen, mit dem er zusammenarbeitet, Telefon (040) 3802060. PAZ


Artikel per E-Mail versenden
  Artikel ausdrucken Probeabobestellen Registrieren