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14.09.13 / Welterbe komplett / Schlossensemble in Muskau fertiggestellt

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 37-13 vom 14. September 2013

Welterbe komplett
Schlossensemble in Muskau fertiggestellt

Der Wiederaufbau des Neuen Schlosses in Bad Muskau in der Oberlausitz (Sachsen) ist vollendet. Mit dem rekonstruierten Gebäude erhält der Fürst-Pück-ler-Park, der seit 2004 Unesco-Weltkulturerbe ist, sein Herzstück zurück. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich weihte Mitte vergangener Woche den Festsaal als letzten Teil des dreiflügeligen Neorenaissancebaus ein. Zugleich un­terzeichnete er gemeinsam mit Kulturstaatsminister Bernd Neumann eine Finanzierungsvereinbarung für die 1993 gegründete unselbstständige Landesstiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“.

Der Ort liegt im Norden des heutigen Landkreises Görlitz und gehörte seit 1815 als Teil Schlesiens zu Preußen. Das Gebäudeensemble besteht neben dem Neuen Schloss aus dem Alten Schloss, dem Gartenpalais, dem Marstall und der Orangerie. Seit Beginn des 16. Jahrhunderts kontinuierlich ausgebaut, erhielt die bedeutende Schlossanlage ihr heutiges Aussehen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts unter Fürst Hermann von Pückler. Dessen größte Leistung war indes die Anlage eines 830 Hektar großen Landschaftsgartens. Da der Park heute zu zwei Dritteln in Polen liegt, hat er den Status eines binationalen Kulturerbes.

Die meisten Gebäude wurden 1945 schwer beschädigt, das Neue Schloss durch Brandstiftung zerstört. Obwohl die Anlage seit 1955 unter Denkmalschutz steht, gab es keine Mittel für eine umfassende Restaurierung. Seit 1992 gehören Park und Bauten dem Freistaat Sachsen. So begann die Rekonstruktion erst 1995. Insgesamt flossen rund 25 Millionen Euro in das Wiederaufbauprojekt. J.H.


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