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14.09.13 / Tödliche Sinnsuche / Das unheimliche Wachstum radikaler Salafisten in Deutschland

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 37-13 vom 14. September 2013

Tödliche Sinnsuche
Das unheimliche Wachstum radikaler Salafisten in Deutschland

Der Salafismus ist die gegenwärtig am dynamischsten wachsende islamistische Bewegung in der Bundesrepublik Deutschland. Die Zahl der Übertritte liegt nach Schätzungen des Verfassungsschutzes zwischen 4000 und 8000, Tendenz steigend. Hassprediger wie der ehemalige saarländische Boxer Pierre Vogel und Sven Lau werben für die extremistische und intolerante Ideologie. Bei öffentlichen Kundgebungen jugendliche Heißsporne an, von denen gegenwärtig bereits 120 in Syrien auf Seiten der Al-Kaida -nahen „Rebellen“ kämpfen. Und ihre Zahl nimmt stetig zu. Fördergelder fließen aus Saudi-Arabien.

Einige der Kämpfer kehren zurück, weiter radikalisiert und kampferprobt, andere werden getötet. Diese Krieger Allahs stellen nach Ansicht deutscher Sicherheitsbehörden eine große Gefahr dar. Es wird befürchtet, dass sie den Dschihad, den Heiligen Krieg, durch Attentate in der Heimat fortführen.

Ziel der Salafisten ist es, die bestehende Rechtsordnung in Deutschland auszuhebeln und durch die strenge islamische Scharia zu ersetzen. Nach ihren Wünschen soll aus Deutschland ein islamischer Gottesstaat werden. Ähnliches Wunschdenken gilt für ganz Europa, das nach Ansicht der orthodoxen Muslime moralisch verkommen sei und nur durch den Islam gerettet werden könne. Diese Ansicht treibt immer mehr jugendliche Immigranten, bevorzugt Türken, zu Attacken gegen deutsche Bürger. „Haut ab, dies ist jetzt unser Land“ skandierten sie bereits vor Kirchen hier und in Skandinavien.

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Boris Rhein, nennt die Bewegung des Salafismus einen „Nährboden für islamistischen Terrorismus“ und fordert eine leichtere Abschiebung von Hasspredigern. Es werden immer wieder Verbotsdiskussionen laut, einige Zellen wie „Dawa FFM“ und die „Wahre Religion“ wurden bereits aufgelöst und bei Razzien in sieben Bundesländern zahlreiche Objekte durchsucht.

„Ihr setzt Millionen und Milliarden ein für einen Krieg gegen den Islam. Und deshalb ist dieses Land hier, die Bundesrepublik Deutschland ein Kriegsgebiet“, heißt es großspurig in einem Video von Dennis Cuspert, dem untergetauchten Anführer der verbotenen Gruppierung „Millatu Ibrahim“. Während einer Pro-NRW-Demonstration in Bonn, an deren Gegendemo auch Cuspert beteiligt war, kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen, bei denen Polzisten durch Messerstiche verletzt wurden. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich immer mehr gewaltbereite Anhänger unter den jungen Muslimen befinden. Verbote treiben sie dann in die Grauzone der sogenannten Hinterhofmoscheen.

Analysten sehen im steten Zulauf auch von deutschen Männern aus guten Familien mehr einen jugendlichen Abenteuerdrang als religiöse Motivation. Auch spiele ein Werte- und Traditionsverlust sowie die Fixierung der Gesellschaft auf das rein Materielle eine Rolle. J.F.


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