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14.09.13 / MEINUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 37-13 vom 14. September 2013

MEINUNGEN

Im „Spiegel“ (2. September) veranlasst die Politikverdrossenheit der Deutschen den Autor Alexander Smolteczyk dazu, am Beispiel Italiens europäische Unterschiede darzustellen:

„Vielleicht reicht es, wenn Politiker ihre Arbeit einigermaßen gut machen. In Italien wäre man damit schon sehr zufrieden ... In Italien stimme man für den, der einem etwas verspricht, und zwar keine Prinzipien, sondern Geld, einen Job, ein gutes Wort an der richtigen Stelle ... Eine Wahl habe mehr mit einer Investitionsentscheidung zu tun als mit Weltanschauungen.“

 

 

Der Bernauer Jugendrichter Andreas Müller verteidigt im „Focus“ (9. September) härtere Strafen für jugendliche Straftäter:

„Ich kann die Denke, wenn der böse Jugendrichter einsperrt, schafft er noch mehr Kriminalität, nicht mehr hören. Hätten wir ... Maßnahmen wie Arrest oder Jugendstrafvollzug nicht, die Täter würden uns auslachen.“

 

 

Der pensionierte Berliner Polizeibeamte Bernd Udo Schwenzfeier (71) beschreibt gegenüber der „Bild“-Zeitung die Machtlosigkeit seiner aktiven Kollegen gegenüber jungen Straftätern. Nicht soziale Maßnahmen, Arrest sei die Antwort auf „Intensivtäter“, sagt auch er:

„Es ist ein mieses Gefühl, wenn man immer wieder dieselben Teenager aufgreift. Man darf sie nicht in U-Haft stecken, hat keine Handhabe, muss sie laufen lassen. Das betrachten sie als Freibrief für die nächste Tat. Und eine Woche später sitzen sie wieder auf dem Revier. Anfangs haben sie vielleicht noch Angst, doch von Mal zu Mal verlieren sie die Achtung, weil sie merken, dass wir ihnen gegen­über machtlos sind.“

 

 

Der Wirtschaftsjournalist Frank Meyer („Telebörse“) lästert auf seinem Internetportal über den Wahlkampf:

„Erfreuen Sie sich besser erst einmal an den letzten beiden Wahlkampfwochen. Danach gibt es mehr Klarheit, mehr Rettungspakete, Schuldenschnitte und noch lautere Durchhalteparolen. Ich aber mache mir größere Sorgen um das ausgerechnet im Wahlkampf wieder wachsende Vertrauen in die Politik. Natürliches Misstrauen wäre wesentlich angebrachter, denn halbe Wahrheiten sind auch nur halbe Lügen.“

 

 

Hans-Jürgen Jakobs kritisiert im „Handelsblatt“ vom 9. September, dass Rot-Grün mit Hinweis auf die angeblich große Ungerechtigkeit zwischen Arm und Reich die wirklichen Gerechtigkeitsprobleme ignoriere:

„Das permanente Lamentieren über die angeblich große Ungerechtigkeit hat den Blick auf die Ungerechtigkeiten im Kleineren verstellt. Es ist nicht gerecht, dass die Kinder und Kindeskinder der heutigen Generation für die vielen Defizite und Gestaltungsfehler zahlen müssen – kurz für das Leben auf Pump. Bei 2,2 Billionen Euro liegen die deutschen Staatsschulden, und es kommen noch viele Billionen impliziter Schulden hinzu, wenn man die Pensions- und Rentenansprüche der im Schnitt immer älter werdenden Deutschen hinzuaddiert ... ,Generationengerechtigkeit?‘ Ein Wort für Fachtagungen, nicht mehr.“


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