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19.10.13 / Folge des Moskauer Pogroms / Staatsduma macht Gouverneure für Zuwanderung verantwortlich

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 42-13 vom 19. Oktober 2013

Folge des Moskauer Pogroms
Staatsduma macht Gouverneure für Zuwanderung verantwortlich

Zehntausende Muslime, die sich zur Feier des islamischen Opferfestes Kurban Bayrami um ihre Moschee herum versammeln wollten, legten am Morgen den Verkehr in St. Petersburg lahm. Sie strömten in die U-Bahnstationen und verstopften nach dem Ende des auf offener Straße vollzogenen Gebetsritus die Wege. Die Polizei musste den Zugang zur U-Bahnstation sogar wegen Überfüllung sperren. Diejenigen, die per U-Bahn zur Arbeit fahren mussten und vor einer Polizeikette standen, zeigten sich weder verständnisvoll noch begeistert. Auch Autofahrer, die nach Gebetsende wegen der von der Moschee wegströmenden Menschenmenge, die ohne Rücksicht über die Straßen lief, im Stau standen, hupten und schimpften. Als Sicherheitskräfte versuchten, die Muslime von der Straße zu vertreiben, wurden sie vereinzelt als „Teufel“ beschimpft. Zur Eskalation des Konflikts wie zwei Tage zuvor in einem südwestlichen Stadtteil von Moskau kam es diesmal nicht. Dort war es zu einem regelrechten Pogrom gekommen, an dem sich zirka 10000 Menschen beteiligt haben sollen. Auslöser war die Ermordung eines 25-jährigen Russen durch einen Tschetschenen. Dass Russen eine Islamisierung vor allem ihrer Großstädte befürchten, ist ein offenes Geheimnis. Die Regierung tut sich schwer mit der Forderung der Opposition, für Bewohner ehemaliger Sowjetrepubliken Visazwang einzuführen. Sie befürchtet, dass dies der Eurasischen Union schaden könne, in die auch die zentralasiatischen Staaten Tadschikistan und Kirgistan aufgenommen werden sollen.

Die Staatsduma signalisierte Handlungsbereitschaft, indem sie die Verantwortung für Pogrome den Gouverneuren aufs Auge drückte. Sie werden künftig daran gemessen, ob sie für Ordnung in ihrer Region sorgen können. MRK


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