20.04.2024

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19.10.13 / MEINUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 42-13 vom 19. Oktober 2013

MEINUNGEN

Gerd Höhler warnt im „Handelsblatt“ vom 9. Oktober, positive Nachrichten aus Athen einfach so hinzunehmen:

„Die Erfolgsmeldungen aus Athen sind aber mit Vorsicht zu genießen. Der Defizitabbau ist nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass der Staat viele Rechnungen nicht bezahlt. Er stand Ende August bei der Privatwirtschaft mit 6,5 Milliarden Euro in der Kreide. Das sind 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ... Die Rechnung geht auch nur auf, wenn Griechenland in den nächsten Jahren die erwarteten Wachstumsraten von drei Prozent und mehr erzielt. Da ist Vorsicht geboten ... Nach der ursprünglichen Vorhersage hätte Griechenland bereits 2012 zum Wachstum zurückkehren müssen. Tatsächlich schrumpfte die Wirtschaft in den beiden vergangenen Jahren um mehr als zehn Prozent.“

 

 

Die scheidende Familienministerin Kristina Schröder erklärt im „Spiegel“ vom 7. Oktober, warum viele Medien sie nicht mögen:

„Das Seltsame bei mir ist doch, dass ich dieses Aufsehen mit einer urliberalen Botschaft in der Gesellschaftspolitik verursache. Ich finde nicht, dass der Staat den Menschen Vorschriften machen sollte. Wenn eine Mutter ihr Kind in die Kita bringt, ist das in Ordnung. Wenn sich eine Frau entscheidet, ihr ein- oder zweijähriges Kind anders als in der öffentlichen Kita zu betreuen, verdient das aus meiner Sicht ebenfalls Respekt. Aber offenbar reicht so eine freiheitliche Botschaft schon aus, um in der Familienpolitik öffentlich als reaktionär gebrandmarkt zu werden. Es hieß, ich wolle die Frauen zurück an den Herd bringen. Was für ein Unsinn! ... Frauenfeindlichkeit im Gewand von Intellektualität ärgert mich.“

 

 

Bettina Röhl erinnert am 15. Oktober auf den Online-Seiten der „Wirtschaftswoche“ die FDP daran, was Liberalismus bedeutet:

„Liberalismus heißt nämlich Gedankenfreiheit auch gegenüber den anderen Bürgern, gegenüber der Gesellschaft und gegenüber jeder Kraft, Strömung, Haltung, die in der Gesellschaft relevant ist. Es hilft nichts. Eine Partei wie die FDP ist dem endgültigen Untergang geweiht, wenn sie die Auseinandersetzung mit den gefährlichen und monströsen Ungeistern namens Mainstream, politische Korrektheit und Zeitgeist vermeidet statt den offensiven Streit mit diesen Geißeln der Menschheit zu suchen.“

 

 

Der niederländische Autor Leon de Winter macht im „Focus“ (14. Oktober) die „Entmännlichung“ westlicher Gesellschaften dafür mitverantwortlich, dass der konservative Islam aufblüht:

„In unseren postmodernen europäischen Ländern haben wir die Idee vom Krieger begraben ... Auf anderen Kontinenten ist man noch nicht soweit. Mir scheint, dass der konservative Islam gerade wegen der klaren Rollenbilder, denen der Gläubige folgen kann, eine so große Anziehungskraft auf junge Muslime ausübt ... In modernen, befriedeten Gesellschaften werden junge Männer ständig darauf hingewiesen, dass ihre Triebe nicht toleriert werden und Ideen von Ehre und Heldentum keine Wertschätzung genießen.“


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