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25.08.17 / Noch Schlimmeres droht / Terror-Experten warnen vor »neuer Eskalationsstufe«

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 34-17 vom 25. August 2017

Noch Schlimmeres droht
Terror-Experten warnen vor »neuer Eskalationsstufe«
F. W. Schlomann

Westeuropäische Sicherheitsstellen haben eine eingehende Analyse über Dischihadisten veröffentlicht. Dabei kam, zunächst wenig überraschend, heraus, dass sie zumeist zwischen 15 und 69 Jahre alt und männlich sind. Die Hälfte von ihnen ist ledig, während annähernd jeder Vierte sich als verheiratet mit Kindern ausgibt. 

40,2 Prozent dieser selbsternannten „Gotteskrieger“ waren arbeitslos, mehr als 41 Prozent vorbestraft, knapp ein Drittel hatte psychische Probleme. Angeworben für den „Heiligen Krieg“ in Syrien wurden über 35 Prozent durch die massive Internet-Propaganda des „Islamischen Staates“ und fast 

48 Prozent durch persönliche Kontakte in ihrem Heimatland. 

In jüngster Zeit wurden erste Fälle bekannt, dass von Syrien aus gemeldete Todesfälle von „Gotteskriegern“ in Wahrheit am Leben sind und unter falschen Personalien und Identitätspapieren in einzelne Staaten Europas zurückkehren, wahrscheinlich um hier im Sinne ihrer radikalen Religionsauffassung weiterhin je­nen „Heiligen Krieg“ gegen alle Andersgläubigen zu führen. 

Terror-Experte Peter Neumann vom Londoner King’s College sowie der Schweizer Léon Gaucher, der als einer der Ersten seit 2005 über Dschihadisten schreibt, befürchten, dass diese angesichts ihres militärischen Niedergangs in Syrien „eine neue Eskalationsstufe, einen noch gruseligeren Anschlag planen werden, um die Aufmerksamkeitsschwelle deutlich anzuheben. Sie wollen Angst und Panik verbreiten. Dafür sind immer dramatischere Anschläge notwendig.“ Neumann will sogar solche mit chemischen Waffen nicht ausschließen. Der deutsche Bundesinnenminister erklärte die „Gottes- krieger“ zur gegenwärtig „größten Gefahr“.