26.01.2022

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01.09.17 / Grantelnde Migranten

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 35-17 vom 01. September 2017

Grantelnde Migranten

Die bunte Multikulti-Welt ist längst im Kino angekommen. Das liegt auch daran, dass jetzt eine Generation von Zuwanderer-Kindern in der Branche ihr Brot verdient. Das geht manchmal gut wie bei dem libanesisch-stämmigen schwedischen Schauspieler und Regisseur Fares Fares, der 2003 mit „Kops“ einen internationalen Komödienerfolg einfuhr. In Deutschland wurde 2013 der Münchener Schauspieler mit tunesischen Wurzeln, Elyas M’Barek, mit „Fuck ju Göthe“ auf einen Schlag bekannt. Und aus Österreich kommt jetzt eine Komödie, mit welcher der iranisch-stämmige österreichische Regisseur Arash T. Riahi erst etwas gegen den Strom politisch korrekter Er­wartung schwimmt, um am Ende doch voll in der Sympathiewelle für fremde Kulturen zu baden.

Die Migrantigen nennt Riahi seinen Film, der am 7. September in den Kinos startet, wobei das Wortspiel mehr verspricht als es hält. Die zwei Freunde Benny (Faris Rahoma) und Marko (Aleksandar Petrovic), die sich für eine TV-Doku als Migranten aus einem Wiener Problembezirk ausgeben, sind keine mürrischen Grantler. Ihr Schmäh, mit dem sie die Doku-Regisseurin (Doris Schretzmayer) an der Nase herumführen, in der Hoffnung, durch erfundene Zuwanderer-Klischees etwas Geld zu machen, hält sich in Grenzen. Nachdem sie mit ihren Räuberpistolen einen Wiener Problembezirk aufgemischt haben, endet alles wieder in der üblichen völkerumgreifenden Umarmung.tws