28.01.2022

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08.09.17 / Trumps ganze Wahrheit ist unerwünscht

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 36-17 vom 08. September 2017

Trumps ganze Wahrheit ist unerwünscht

Zwischen Anhängern der Alt-Right-Bewegung, des Ku-Klux-Klans und anderen Demonstranten sowie Gegendemonstranten kam es am 12. August in der Universitätsstadt Charlottesville in Virginia zu schweren Auseinandersetzungen. Nach dem Ende der behördlich genehmigten Demonstration steuerte ein 20-Jähriger sein Fahrzeug in den Protestmarsch von Gegendemonstranten. 

In einer öffentlichen Stellungnahme hatte Donald Trump zunächst „diesen ungeheuerlichen Ausbruch von Hass, Fanatismus und Gewalt auf vielen Seiten“ verurteilt und sich damit scharfe Kritik eingehandelt. Im In- und Ausland wurde dem US-Präsidenten vorgehalten, er stelle rechte Gruppen und die Gegendemonstranten auf eine Stufe. Trump trug dem Rechnung und verurteilte nach einigen Tagen die Gewalt rechtsextremer Gruppen als „abstoßend“. 

In der Tat wirken die in Charlottesville zu beobachtende Gewaltbereitschaft, die antisemitischen Parolen und die offene Zurschaustellung von NS-Symbolik abstoßend. Nach allem, was inzwischen über die Vorgänge in der Universitätsstadt bekannt wurde, lässt sich jedoch die erste Reaktion Trumps, die Verurteilung beider Seiten, durchaus rechtfertigen. Videoaufnahmen zeigen, dass tatsächlich Akteure beider Seiten mit Schlagstöcken, Flaschen und Wurfgeschossen aufeinander losgingen. Bekannt wurde zudem, dass sich Rechtsextreme und Antifa-Anhänger trotz massiven Polizeiaufgebots bereits vor der eigentlichen Kundgebung heftige Schlägereien geliefert hatten. 

Der Anlass für die Kundgebung unter dem Motto „Vereinigt die Rechte“ war der Beschluss des Stadtrates von Charlottesville, nach der bereits im Juni erfolgten Umbenennung des „Lee „Park“ in „Emancipation Park“ auch das in der Grünanlage stehende Denkmal für den Oberbefehlshaber des konföderierten Heeres im Sezessionskrieg, Robert Edward Lee, zu entfernen.N.H.