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27.10.17 / Kulturfrevel wie beim IS / Zeugnisse der germanischen Vergangenheit sind unerwünscht

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 43-17 vom 27. Oktober 2017

Kulturfrevel wie beim IS
Zeugnisse der germanischen Vergangenheit sind unerwünscht
W.K.

Die ausufernden Immigrationskosten führen dazu, dass Schweden wichtige Zeugnisse seiner Geschichte der klammheimlichen Vernichtung anheim gibt. Dieser Skandal wurde kürzlich von Johan Runer, Archäologe beim Stockholmer Landesmuseum, aufgedeckt. Wie er zunächst in der Zeitschrift „Populär Arkeologi“ und dann nochmals am 8. August dieses Jahres in einem Interview mit dem „Svenska Dagbladet“ enthüllte, existieren klare Anweisungen der Regierungsbehörden an die Privatfirmen, die heute in der Regel Ausgrabungen im staatlichen Auftrag durchführen, „so wenig Funde wie möglich aufzuheben“. Das wird mit dem Fehlen entsprechender finanzieller Mittel für die aufwendige Konservierung ur- und frühgeschichtlicher beziehungsweise mittelalterlicher Artefakte entschuldigt. 

Ideologische Gründe dürften ebenso eine Rolle spielen. Schließlich sollen die Ausgrabungsstücke, die von der Vergangenheit des Königreiches zeugen, auch nicht in die Hände von Privatleuten geraten. Das begründet die Obrigkeit mit der Gefahr, dass sonst ein Schwarzmarkt für Fundsachen entstehe und „Plünderer mit Metalldetektoren“ angelockt werden. Tatsächlich geht es aber wohl sehr viel eher darum, eine Amnesie herbeizuführen, was die Historie der germanischen Schweden betrifft, um so das Projekt der multikulturell-multiethnischen Gesellschaft weiter voranzutreiben. 

Welche Folgen diese spezielle Art von Kulturpolitik hat, zeigte Runer am Beispiel von zwei Ausgrabungen am Ort bronze- und eisenzeitlicher Siedlungsplätze in Lund und Molnby. Wie die offizielle Fundtabelle belegt, entsorgte man folgende Objekte gleich noch an Ort und Stelle: Kupfermünzen, Eisenmesser, metallene Beschläge, einen Thorshammer-Ring und mehrere Amulett-Ringe, Gegenstände aus Holz beziehungsweise Leder sowie diverse unidentifizierte Artefakte, deren Bedeutung für die Wissenschaft nicht einmal ansatzweise geprüft wurde. Insofern hat der Stockholmer Archäologe völlig Recht, wenn er zum Schluss des Interviews beklagt: „Wir werfen unsere Geschichte weg!“