20.04.2024

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27.10.17 / Aus den Heimatkreisen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 43-17 vom 27. Oktober 2017

Aus den Heimatkreisen

HEILSBERG

Kreisvertreter: Erwin Popien, Eichendorffstraße 30, 41564 Kaarst, Telefon (02131) 62403, E-Mail:  erwiniptus@aol.com.

Der Zuspruch unserer Landsleute wird zwar geringer, dafür ersetzen Engagement und Einsatz der Besucher und beleben die Veranstaltung. Als Gäste konnte Kreisvertreter Erwin Popien am 14. Oktober Brigitte Stramm von der Landsmannschaft und Dirk Vollmer von Agoff-Arbeitsgemeinschaft ostdeutsche Familienforscher begrüßen und nach einem gemeinsamen Mittagessen mit den Ehrungen und Gedenken der im letzten Jahr Verstorbenen die Sitzung eröffnen. Geehrt wurden Christa Steffen und Heiner Schüpp mit dem Verdienstabzeichen der LO. Das Ableben von Sr. Almerida vom Katharinen-Orden und Erwin Eberlein als wohlbekannter Autor wurden stellvertretend für die vielen verstorbenen Landsleute erwähnt und ihrer mit Schweigen gedacht.

Ein sehr erfreulicher Aspekt und mit Applaus unterstrichen wurde nach stürmischer Diskussion die Bereitschaft einer Gruppe, Verantwortung im Vorstand zu übernehmen. Im März 2018 soll auf einer weiteren Kreistagssitzung nähere Einzelheiten beraten werden. Die weiteren Regularien wurden reibungslos genehmigt.

Mit dem Hinweis auf die positiven Schritte für den Erhalt und die Entwicklung dieser Gemeinschaft beschloss der Kreisvertreter die gemeinsame Sitzung.

Erwin Popien


INSTERBURG – Stadt und Land

Vorsitzender Stadt & Land: Reiner Buslaps, Am Berg 4, 35510 Butzbach-Kirch-Göns, Tel.: (06033) 66228, Fax (03222) 3721953, E-Mail: R.Buslaps@t-online.de. Kreisgemeinschaft Insterburg Stadt & Land e. V.,  Geschäftsstelle, Am Marktplatz 10, 47829 Krefeld, Postfach 111 208, 47813 Krefeld, Tel.: (02151) 48991, Fax (02151) 491141, E-Mail: info@insterburger.de, Internet: www.insterburger.de, Bürozeiten: Montag – Freitag von 8 bis 12 Uhr. 

Hamburg – Mittwoch, 1. November, 12 Uhr, Hotel Zeppelin, Frohmestraße 123-125: Treffen. Informationen: Manfred Samel, Telefon (040) 587585, E-Mail: manfred-samel@hamburg.de.


JOHANNISBURG

Kreisvertreter: Siegfried Strysio, Telefon (05147) 975518. Rischwiesen 4, 31311 Uetze/Hänigsen. Internet: www.kreisge-meinschaft-johannisburg.de

Die Kreisgemeinschaft wird nicht aufgelöst, sondern unter einer neuen Leitung weitergeführt. Die Kreisvertreter konnten auf der Kreistagssitzung am 8. Oktober in Dortmund unser Mitglied Siegfried Strysio zum Vorstand des Kreisausschusses wählen, damit hat die Kreisgemeinschaft eine Führung. Als Stellvertreter wurde Klaus Downar gewählt. Die Kassenverwaltung liegt weiterhin in den bewährten Händen von Günter Woyzechowski. Die Mitglieder der Kreisgemeinschaft können sich ab sofort mit allem, was sie berührt, an den neuen Vorstand wenden. Sollten Sie Rückfragen haben, wenden Sie sich bitte an Siegfried Strysio, Telefon (05147) 975518 oder Klaus Downar, Telefon (03521) 7279796.


GUMBINNEN

Kreisvertreterin: Karin Banse, Wiesengrund 9, 29559 Wrestedt, OT Wieren, Telefon (05825) 642, E-Mail: karin.banse@t-online.de, Internet: www.kreis-gumbinnen.de. 

Das gesamtdeutsche Heimattreffen des Regierungsbezirkes Gumbinnen findet wieder in dem an der B 191 gelegenen „Landhotel Spornitz“ in Spornitz am Sonnabend, 11. November, von 10 bis 15 Uhr statt. Kaffee und Mittagessen können im Hotel eingenommen werden. Ein Übernachtung sollte rechtzeitig angemeldet werden unter Telefon (038726) 880. Auskunft erteilt Friedrich-Eberhard Hahn unter Telefon (03871) 226238.


LYCK

Kreisvertreterin: Bärbel Wiesensee, Diesberg 6a, 41372 Niederkrüchten, Telefon (02163) 898313. Stellvertr. Kreisvertreter: Dieter Czudnochowski, Lärchenweg 23, 37079 Göttingen, Telefon (0551) 61665. 

Donnerstag, 9. November, 13 bis 18 Uhr, Best Western „Hotel zur Post“, Bahnhofsplatz 11, 28195 Bremen: 9. Treffen der in Bremen und „umzu“ wohnenden ehemaligen Lycker Landsleute, deren Nachkommen und Freunde. Weitere Informationen: Wilhelm Norra, Telefon (0421) 820651.


PREUSSISCH EYLAU

Kreisvertreterin: Evelyn v. Borries, Tucherweg 80, 40724 Hilden, Telefon (02103) 64759, Fax: (02103) 23068, E-Mail: evborries@gmx.net. Kartei, Buchversand und Preußisch Eylauer-Heimatmuseum im Kreishaus Verden/Aller Lindhooper Straße 67, 27283 Verden/Aller,  E-Mail: preussisch-eylau@landkreis-verden.de, Internet: www.preussisch-eylau.de. Unser Büro in Verden ist nur noch unregelmäßig besetzt. Bitte wenden Sie sich direkt an die Kreisvertreterin Evelyn v. Borries, Telefon: (02103) 64759 oder Fax: (02103) 23068, E-Mail:evborries@gmx.net

Liebe Kreis-Preußisch-Eylauer! In diesem Jahr fand unser Kreistreffen erstmals im Forum der Verdener Niedersachsenhalle statt, die wie das Hotel Niedersachsenhof in der Nähe der Landkreisverwaltung, dem Ort unserer offiziellen Sitzungen, liegt. Die von der Kreisvertreterin getroffene neue Ortswahl hat sich bewährt: Die Niedersachsenhalle ist für Zusammenkünfte verschiedenster Art geeignet. Der große hohe Hauptraum mit der unmittelbar angeschlossenen Gastronomie kann sowohl als Gaststätte als auch für Versammlungen, als Filmsaal wie als Ausstellungsraum dienen. Hier saßen alle Teilnehmer vereint – Ausweichmöglichkeiten gab es nicht – an den herbstlich dekorierten Tischen und blieben alle beisammen wie eine Familie. Es waren etwa 120 Landsleute gekommen. Hinzu kamen zeitweise die polnische und die kleinere russische Delegation, die ein gesondertes Programm absolvierten. 

Das Kreistreffen begann wie üblich mit den Sitzungen des Vorstands und der Delegiertenversammlung, in denen über die laufende Arbeit berichtet und diskutiert wurde. Dabei wurde wieder deutlich, dass die Kreisgemeinschaft angesichts schwindender Mitgliederzahl vor allem die Aufgabe hat, das bisher gesammelte Kulturgut für die Zukunft zu bewahren und zugänglich zu machen. Das bedeutet: Es muss weiter zügig archiviert werden. Die nun wieder verbesserte Finanzlage erlaubte es, hierfür einen ansehnlichen Betrag bereitzustellen. Allerdings fehlt es bisher trotz wiederholter Appelle noch an Helfern, um das in den letzten Jahren eingegangene Material in das vorhandene Archiv aufzunehmen. Daher rufen wir an dieser Stelle noch einmal dazu auf: Geschichtlich beziehungsweise heimatkundlich Interessierte mögen sich bei der stellvertretenden Vorsitzenden Christine Bilke-Krause unter der Mailadresse c.bilke-krause@gmx.net melden. Die Tätigkeit ist – nach Einweisung – nicht schwierig und nicht an Zeit und Ort gebunden. Ein einfach zu befolgendes Computerprogramm ist vorhanden. Auslagen werden erstattet. 

Höhepunkt des Treffens war wie voriges Jahr das Kulturprogramm am Sonnabendnachmittag und am Abend. Irmgard Gegner-Sünkler setzte ihre Einführung in die Familienforschung „mit praktischen Beispielen am Computer“ fort. Sie hatte wieder zahlreiche Zuhörer. Vor allem aber war das Publikum – auch Verdener Bürger und Interessierte aus Politik und Verwaltung waren eingeladen – von dem Vortrag Lorenz Grimonis angetan. Das aktuelle Thema „Königsberg, das erste Territorium der Reformation“ war auf ihn zugeschnitten: er ist Pfarrer im Ruhestand und hat lange Jahre das Museum Stadt Königsberg in Duisburg geleitet und ausgebaut. Grimoni stellte die Zeit der gewaltigen religiösen und politischen Umbrüche vor 500 Jahren in Preußen sehr anschaulich dar und würdigte dabei besonders die Persönlichkeit Albrechts von Brandenburg-Ansbach. Der Nachmittag klang aus mit leichterer Kost: gemeinsam gesungenen Liedern – Albrecht Thiel, Canditten, war der Vorsänger – und Siegfried Lenz‘ unvergänglichen Geschichten aus „So zärtlich war Suleiken“, vorgetragen von Elfi Hoppe. Alles in allem ein harmonisches Programm, von dem nicht zuletzt auch die allzeit hilfsbereite Gastronomie profitiert haben dürfte, die dann zum Abendessen die Königsberger Klopse servierte.

Der Vorstand, vor allem die Kreisvertreterin Evelyn von Borries, hatte ständig zu tun, um in der vorgegebenen kurzen Zeitspanne alle notwendigen Kontakte zu pflegen. Dazu gehört auch die Vertiefung der Partnerschaft zu den heutigen Kommunen in unserem Kreisgebiet. Die Delegationen kamen nach langer Anreise schon am Donnerstagabend in Verden an und wurden dort sogleich von den Verdener Vertretern und der Kreisvertreterin bei einem gemeinsamen Abendessen begrüßt. Gelegenheit zu intensiverem Austausch bot dann am Sonnabend der Empfang im Rathaus. Die Begegnungen verliefen routiniert und unkompliziert. Da die Kreisstadt auf der polnischen Seite Bartenstein ist, war der – gut deutsch sprechende – stellvertretende Landrat Pietrzak praktisch der Sprecher der polnischen Delegation, obgleich auch die Bürgermeister der Stadt und der Landgemeinde Landsberg, Jacek Kostka und Bozena Olszewska-Switaj, zu Wort kamen. Evelyn von Borries fasste das gegenwärtige partnerschaftliche Verhältnis so zusammen: „Wir sind zu Freunden geworden.“ Sie bezog dabei auch die Reise im August mit Verdener Vertretern nach Ostpreußen mit ein. Wie um diese Worte zu unterstreichen, überbrachte die polnische Delegation als Gastgeschenk große Laibe Brot „aus heimischer Erde, die uns verbindet“. Und Frau Olszewska-Switaj betonte (mit Recht), dass wir, die alten Kreis-Preußisch-Eylauer, verpflichtet seien, den neuen Bewohnern das kulturelle Erbe der Region zu vermitteln. Der Vertreter des neuen Landrats von Preußisch Eylau brachte die Anerkennung der russischen Seite für die gelungene Instandsetzung der Kirche Mühlhausen zum Ausdruck. 

Am Rande des Empfangs trafen sich die Kreisvertreterin, Jacek Kostka und die Abgeordnete der Deutschen Gesellschaft Natangen (DGN) zu einem Gespräch, das vom Verdener Bürgermeister Lutz Brockmann moderiert wurde. Die Stadt Landsberg schlägt uns vor, ein gemeinsames historisches Museum einzurichten. Die Beteiligten wollen dazu in Verhandlungen eintreten. Zunächst wird Kostka uns einen schriftlichen Vorschlag zuleiten, sodann müssen Besprechungen in Landsberg und Allenstein folgen. In die Überlegungen wird auch das Haus der DGN (das alte Landsberger Amtsgericht) einzubeziehen sein. 

Der Bürgermeisterin der Landgemeinde Landsberg, Bozena Olszewska-Switaj, war es ein besonderes Anliegen, von den Plänen für ein Kur-Zentrum in Neuendorf (nordöstlich von Landsberg im Warschkeiter Wald) zu berichten. Die Bauarbeiten haben schon begonnen. Neuendorf war bereits zu deutscher Zeit ein beliebter Ausflugsort. Die Leser des Kreisblatts und des Ostpreußenblatts (Rubrik Heimatarbeit) werden über den Fortgang dieser Projekte auf dem Laufenden gehalten.

Das Preußisch-Eylau-Museum im Kreishaus Verden fand reges Interesse, obwohl die Besuchszeiten leider nach wie vor sehr eingeschränkt sind. Besonders das Interesse der polnischen und der russischen Delegation an unserem Museum scheint von Jahr zu Jahr zu wachsen. Das Kreistreffen klang wie üblich am Sonntag mit der Feierstunde, geleitet wiederum von Pfarrer i. R. Lorenz Grimoni, und der Totenehrung aus. 

Das Forum der Niedersachsenhalle hat sich als Veranstaltungsort hervorragend geeignet. Daher findet das nächste Kreistreffen wieder am gleichen Ort, jedoch wie in den Vorjahren am dritten September-Wochenende, vom 15. bis 16. September 2018, statt. Bitte schon jetzt vormerken! Wir werden das Treffe wieder mit interessanten Referenten bereichern.                                  M. L


SCHLOSSBERG (PILLKALLEN)

Kreisvertreter: Michael Gründling, Große Brauhausstraße 1, 06108 Halle/Saale. Geschäftsstelle: Renate Wiese, Tel. (04171) 2400, Fax (04171) 24 24, Rote-Kreuz-Straße 6, 21423 Winsen (Luhe).

Der 68. Hilfstransport der Kreisgemeinschaft Schloßberg führte uns vom 10. bis 17. September in das Königsberger Gebiet. Wir machten uns mit einem Sprinter des DRK und sieben Personen von Wanna/Otterndorf Richtung Osten auf den Weg. Schwer beladen mit Hilfsgütern führte uns der Weg über Berlin, Küstrin zunächst bis nach Elbing. Dort legten wir eine Zwischenübernachtung in unserem gutbekannten Hotel „Zajazd Zulawy“ ein. Nach einem guten Frühstück fuhren wir durch das nördliche Masuren bis zum Grenzübergang Goldap. Einen kurzen Stopp gab es noch in der um 1700 erbaute Wallfahrtskirche Heiligelinde. An der polnisch-russischen Grenze wurden wir korrekt behandelt und nach 90 Minuten waren alle Formalitäten erledigt. Durch den nordwestlichen Teil der Rominter Heide führte uns der Weg bis nach Gumbinnen. Dort wurden wir vom Direktor der evangelischen Diakonie, Alexander Michel, begrüßt. Wir übergaben dort einige Geldspenden von Privatpersonen und schauten uns noch die Salzburger Kirche an. Über Kussen und Schloßberg führte uns der Weg bis nach Lasdehnen, unserem eigentlichen Ziel.

Im Kulturhaus empfing uns die Gruppe Tschebatucha mit einem kleinen Imbiss, anschließend suchten wir unser Quartier in Hagenfließ auf.

Der nächste Tag führte uns wieder zurück in die Rominter Heide. Ein Mitglied der Kreisgemeinschaft Goldap überbrachte an verschiedenen Stationen Geldspenden an Russlanddeutsche Familien. Einer Pastorin überbrachten wir eine Geldspende, damit im Winter die Gebäude beheizt werden können, in denen kirchliche Veranstaltungen durchgeführt werden. Im Museum in Groß Rominten gab es interessante Informationen über die Geschichte der Rominter Heide und in Trakehnen informierten wir uns über das frühere Pferdegestüt. Abends waren wir bei der Sozialarbeiterin in Schloßberg zum Essen eingeladen. Dort konnten wir uns über ihre Hilfe von alten Leuten mit kleiner Rente informieren und wir berieten darüber, wie wir helfen können. Wir kauften Lebensmittel in Gumbinnen von unseren Geldspenden ein und übergaben sie mit Bekleidungsstücken, die wir mitgebracht hatten. Dieses wurde in hervorragender Weise von unseren Mitgliedern Brigitte und Irina vorbereitet. 

Es gab sehr interessante Gespräche mit diesen alten Leuten, man spürte deutlich große Dankbarkeit und es floss auch so manche kleine Träne, auch auf unserer Seite. So erging es uns auch bei einer Großfamilie, die wir im letzten Jahr kennengelernt hatten und die wir gerne weiter unterstützen möchten.

Die Unterstützung des Kindergartens in Schillfelde fiel bei diesem Transport etwas kleiner aus, weil sie beim Transport im August schon großzügig bedacht wurde. Wir konnten dort auch nicht hinfahren, weil dieses Gebiet zum Sperrgebiet gehört und dort Manöver stattfinden sollten. So kam die Kindergartenleiterin Tamara zu uns nach Hagenfließ und empfing dort ihre für sie gedachten Spenden. 

Der Kindergarten in Schloßberg wurde etwas großzügiger bedacht. Vom Kindergarten Ihlienworth hatten wir Schreibmaterial mitgebracht, des Weiteren konnten wir gespendete Zahnpflegemittel dort überreichen. Von weiteren Spenden konnten wir einen langersehnten Rasenmäher kaufen und auch gleich an die Leiterin des Kindergartens Schloßberg, Frau Mischkina übergeben. 

Wie immer wurden wir zum Schluss unseres Besuches in diesem Kindergarten köstlich bewirtet. Das Küchenpersonal hatte sich wieder viel Mühe gegeben und wurde von uns mit einer kleinen Geldspende bedacht.

In Schackeln, südwestlich von Tollmingen besuchten wir einen russlanddeutschen Gemüsebauern. Dieser junge Mann hat dort vor sieben Jahren ein altes Haus erworben und toll renoviert, sodass er neben seinem Gemüseanbau auch noch Tourismus betreiben möchte. Seine Ernte vermarktet er übrigens bis nach Königsberg, wo er wöchentlich einmal hinfährt.

Bei einer Besichtigung von Tilsit konnten wir uns ein Bild vom Wiederaufbau der Häuser in der Innenstadt machen, auch das Portal der Königin-Luise-Brücke gab es zu bestaunen.

In Breitenstein betreibt unser gutbekannter Juri Userzov ein Museum über die Geschichte Ostpreußens. Auch dieses haben wir uns angesehen und waren erstaunt, was alles seit den achtziger Jahren von ihm zusammengetragen wurde. 

Von den führenden Personen der russischen Kreisverwaltung wurden wir im Verwaltungsgebäude empfangen. Bei Tischreden wurde uns für die Hilfeleistung gedankt. Auch wir haben uns über die freundliche Aufnahme gefreut und hoffen auf weitere Intensivierung der Hilfe für bedürftige Menschen sowie über gemeinsame Kultur- und Jugendarbeit.

Am letzten Abend haben wir noch mit einem guten russischen Freund in unserer Unterkunft zusammengesessen und Einiges über die Veränderungen im Königsberger Gebiet erfahren.

Auf der Rückreise haben wir uns das Ostseebad Cranz an der Samlandküste angesehen. Für ein Bad in der Ostsee war es leider schon zu kalt. 

Die Grenzkontrolle bei Heiligenbeil verlief ohne Probleme. Bei einer Stadtbesichtigung in Danzig konnten wir noch so manches schöne Gebäude auf dem Langen Markt bestaunen. Auch ein Bummel durch die Frauengasse hat uns natürlich gut gefallen. Nach einer Zwischenübernachtung in Rahmel führte uns der Weg über Stettin, A20 und Lübeck wieder in das Hadelner Land.

Nach der Rückkehr steht für uns fest, dass weitere Hilfe dort nötig ist und wir auch weiterhin helfen möchten. 

Unser Dank gilt der Kirchengemeinde Wanna, dem Kindergarten Ihlienworth, Ditt & Datt der Landfrauen, dem DRK Wanna und Hemmoor und vielen privaten Spendern, die diesen Hilfstransport unterstützt haben. 

 Norbert Schattauer


TILSIT–STADT

Stadtvertreter: Hans Dzieran, Stadtgemeinschaft Tilsit, Postfach 241, 09002 Chemnitz. Geschäftsführer: Manfred Urbschat, E-Mail: info@tilsit-stadt.de. 

Diesmal waren wir vom 9. bis 19. September in der Messe- und Kulturstadt Leipzig im Balance-Hotel. Um 15 Uhr empfingen wir unsere Gäste und begrüßten sie mit einem schön gedeckten Tisch mit Kaffee und Kuchen. Die Freude war groß. Vor dem Abendessen stießen wir mit Sekt auf guten Gelingen an. Sogar das Wetter war uns gesonnen. Am ersten Tag machten wir eine gut vierstündige Stadtrundfahrt mit Bus und Gastführerin, dessen Vater auch Tilsiter war. Zum Mittagessen waren wir im Kaiser Napoleon. Die Begleitung war hervorragend. Am Abend ehrten wir Annemarie Knopf mit einer Urkunde und einer Bernsteinbrosche und dankten ihr, dass sie am 30. Sptember 1997 das Klassenfoto mit unserer Johanna-Wolff-Schule im Ostpreußenblatt inseriert hatte.

Das Völkerschlachtdenkmal war für den zweiten Tag ausgesucht. 1813 tobte in Leipzig die größte militärische Auseinandersetzung des 19. Jahrhunderts. Hundert Jahre später, 1913, wurde nach 15 Jahren Bauzeit das 

91 Meter hohe Denkmal eingeweiht. Die Kosten betrugen sechs Millionen Goldmark. Es war eine beeindruckende Besichtigung. Danach machten wir Leipzig unsicher.

Um 15 Uhr begaben wir uns in die Thomaskirche, um dem Gottesdienst beizuwohnen und den Thomanerchor zu hören. Es war ein Ohrenschmaus die berühmte Freitagsmotette zu hören. Danach waren Kaffee und Kuchen angesagt. Nach dem Abendessen überraschte uns Wolfhard Froese wieder mit einem wunderschönen Film von unserem Treffen 2016 in Erfurt. Die Musikbegleitung war unser Ostpreußenlied.

Am dritten Tag waren wir auf der Weiße Elster und machten eine 70-minütige Bootsfahrt mit einer tollen Erklärung des Besitzers Bootsverleih Herold. Auf demselben Gelände haben wir etwas gegessen, dann brachte uns die Straßenbahn Linie 1 in die Stadt. Zum Abendessen um 19 Uhr waren wieder alle im Hotel. Es war der letzte Tag, denn am Sonntag fuhren wir nach Hause. Nun heißt es wieder ein Jahr warten. Nach dem Abendessen haben wir uns unterhalten. Es waren viele Themen im Programm. Leipzig ist eine schöne und freundliche Stadt. So haben wir sie erlebt und eine Reise ist sie mehr als wert.

Irmgard Steffen geborene Hoedtke, Schulsprecherin