28.01.2022

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15.12.17 / Gewinner steht fest

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 50-17 vom 15. Dezember 2017

Gewinner steht fest
Jan Heitmann

Mit dem „vom Menschen gemachten Klimawandel“ lässt sich gutes Geld verdienen. Das weiß man auch bei der Umweltorganisation Germanwatch, die sich für ihr Engagement gegen diese angebliche Bedrohung der Menschheit großzügig von privaten und öffentlichen Zuwendern alimentieren lässt. Da die Klimaretter aber nicht selbst medienwirksam vor Gericht streiten können, haben sie jemanden gesucht, den sie als Kläger gegen einen der ihrer Meinung nach schlimmsten deutschen „Klimasünder“ vorschicken können (siehe Seite 3). Nicht hier bei uns, sondern im fernen Peru sind sie fündig geworden. Dort haben sie einem Bergbauern eingeredet, dass der deutsche Energiekonzern RWE seine Existenz bedroht, und ihn nach Deutschland geholt, um Geld von RWE einzuklagen.

Nachdem das Oberlandesgericht die Beweisaufnahme beschlossen hat, muss es entscheiden, ob das Haus von Saúl Luciano Lliuya tatsächlich akut durch eine Gletscherflut bedroht ist. Das festzustellen mag mithilfe von Sachverständigem noch möglich sein. Wie aber wollen die Richter ermitteln, ob die von RWE hervorgerufenen Emissionen tatsächlich etwa ein halbes Prozent der globalen Emissionen seit Beginn der Industrialisierung ausmachen, wie vom Kläger behauptet? Und wie sollen sie feststellen, dass dieser Anteil an in Deutschland erzeugten Emissionen zum Risiko einer Überflutung in den peruanischen Anden beiträgt?

Der Ausgang des Prozesses ist offen. Gleichwohl feiern die Umweltschützer ihn schon jetzt als historischen Durchbruch mit weltweiter Wirkung. Zum Feiern haben sie auch allen Grund, denn ihre Gönner werden ihnen ihren Eifer in dieser Sache großzügig vergelten. Sie sind in jedem Fall die Gewinner, selbst wenn Lliuya am Ende der Dumme sein sollte.