25.01.2022

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22.12.17 / Der Mohr ist weg

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 51/52-17 vom 22. Dezember 2017

Der Mohr ist weg
Theo Maass

Am Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg gibt es die Kneipe „Zum kleinen Moritz“. Noch vor Kurzem hieß das Lokal „Zum kleinen Mohr“. Der Berliner „Tagesspiegel“ lobte die Umbenennung: „Eine Kneipe am Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg hat sich umbenannt und ihren Namen mit diskriminierendem Hintergrund abgelegt.“ Ganz friedlich? Alle freuen sich? Natürlich nicht. In den vergangenen Monaten hat der Terror der „Antifa“ gegen Hoteliers und Gastronomen in Friedrichshain-Kreuzberg  zugenommen. Der Vorwurf lautet stets „rechts“ oder politisch nicht korrekt zu sein. Ein Beispiel von vielen: Das als umstritten geltende Hotel „Orania“ bekam bereits Besuch von „Unbekannten“, die erhebliche Schäden anrichteten. 

Vor rund 30 Jahren beherbergten die Räumlichkeiten am Moritzplatz die „Mohren Apotheke“. Daraus wurde das Lokal „Zum kleinen Mohr“. Seit 2002 betreibt Renato Bono die Kneipe. Der Mann hat einen Immigrationshintergrund. Genutzt hat es nichts. „Der kleine Mohr“ geriet zunehmend ins Visier der „Antifa“. Die räumliche Nähe zur linken Terrorzentrale Rigaer Straße machte sich bemerkbar. Anwohner und Gäste des Lokals nahmen zu keinem Zeitpunkt Anstoß am Namen. Gelegentlich jedoch grölte ein Linksextremist etwas ins Lokal hinein. In den sozialen Netzwerken war ab und zu etwas über „Rassismus“ zu lesen. Dann kam der 1. Mai 2017. Ein Linksextremist stürmte ins Lokal und krakeelte den Vorwurf, dies sei eine „Nazi-Kneipe“. 

Damit war für Bono die Grenze des Erträglichen erreicht. Der Mann wollte seine Ruhe haben und seinen Lebensunterhalt verdienen. Er will nicht so enden wie ein Gastronom in der Nähe des Görlitzer Parks. Dessen Lokal gibt es nicht mehr. Bono fragte bei der Brauerei an, ob sie das Auswechseln der Schilder an der Fassade vornehmen würde. Das tat sie. Beim Besuch eines „Tagesspiegel“-Redakteurs wollten sich nur drei Gäste dazu bekennen, den alten Namen zurückhaben zu wollen. Der Rest schaute angestrengt ins Bierglas. Unter der Leserschaft des linksbürgerlichen Blattes wurde das scheinbar anders gesehen. Die wenigen Zuschriften waren kritisch. Hier eine Auswahl der Internet-Kommentare:

Doc Floppy: „Die Linksradikalen hätten ihm über kurz oder lang den Laden kaputtgeschlagen oder angezündet, seine Familie bedroht oder ihn zusammengeschlagen.“ Kapitel schrieb: „Der Wirt hat letztendlich aus Angst den Namen der Kneipe ändern lassen.“ A.v.Lepsius bemerkte: „Ist der Betrieb in den Fokus der Linksradikalen und Linksextremisten gelangt, so muss früher oder später (mit) Gewalt gegen Sachen und auch gegen Personen gerechnet werden.“

An diesen Verhältnissen wird sich wohl nichts ändern, solange Bund und Land linkextreme Strukturen unter der Tarnbezeichnung „Kampf gegen rechts“ subventionieren.