29.01.2022

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22.12.17 / Und das bei uns

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 51/52-17 vom 22. Dezember 2017

Und das bei uns
Bodo Bost

In Berlin kam es bei mehreren Demonstrationen gegen Israel zu antisemitischen Ausfällen. Der rot-rot-grüne Senat verspricht zwar, hart durchzugreifen, aber tut nichts. Bereits im Sommer 2014 war die deutsche Hauptstadt während des dritten Gaza-Krieges wochenlang Schauplatz antisemitischer Proteste gewesen. Demonstranten brüllten damals ungestraft auf dem Kurfürstendamm „Juden ins Gas“. Seit Jahren steigt die Zahl antisemitischer Vorfälle an Berliner Schulen durch arabische und türkische Mitschüler. „Jude“ ist an Berliner Schulen, vor allem an denen mit muslimischer Mehrheit, wieder zu einem alltäglichen Schimpfwort geworden. 

Eine vor zehn Jahren von den Hamburger Rechtswissenschaftlern Katrin Brettfeld und Peter Wetzel durchgeführte Umfrage an Berliner Schulen offenbarte bereits damals, dass 18 Prozent aller muslimischen Schüler Juden für arrogant und gierig hielten, bei nicht muslimischen ausländischen Schülern lag dieser Anteil bei acht und bei deutschen Schülern bei fünf Prozent. Nach der seit damals massiven Zuwanderung aus Syrien und dem Irak dürften die Prozentzahlen heute noch höher liegen.

Wegen des steigenden Antisemitismus in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion hatte sich noch die Regierung Kohl bereit erklärt, eine unbegrenzte Anzahl von Juden aus diesen Ländern in Deutschland aufzunehmen. Mehrere Hunderttausend sind seitdem statt nach Israel nach Deutschland ausgewandert, weil sie glaubten, hier vor Antisemitismus sicher zu sein. Jetzt müssen viele erleben, dass angesichts massiv gestiegener Zuwanderungszahlen aus muslimischen Ländern sie auch hier nicht mehr sicher sind vor Antisemitismus – in einem Land, das seit Adenauer seine antisemitischen Vergangenheit hinter sich zu haben glaubte.