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16.02.18 / Eine Stärke mit Tradition / Deutsche haben schon früher gerne erfunden

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 07-18 vom 16. Februar 2018

Eine Stärke mit Tradition
Deutsche haben schon früher gerne erfunden

Menschen haben zu allen Zeiten Dinge erfunden. Aber erst die moderne Zeit machte aus Erfindungen, aus dem Erfinden selbst und aus der ständigen Erneuerung und Verbesserung technischer Erzeugnisse nicht nur ein Prinzip, sondern auch ein gewinnträchtiges Geschäftsmodell. 

In der Moderne haben Erfinder und Erfindungen aus Deutschland einen einzigartigen Einfluss ausgeübt. Dabei gehen nicht nur spektakuläre Neuerungen wie das Düsenflugzeug, das U-Boot oder der Dynamo auf kreative Deutsche zurück. Viele dieser Neuerungen, ob es nun der Buchdruck, die gedruckte Zeitung, das Fernsehen, der Computer, der Kühlschrank, der Kaffeefilter oder der Fischerdübel sind, prägen heute unser Leben. Deutsche Chemiker trugen wesentlich zu den Grundlagen der modernen Chemie bei. Werner von Siemens prägte die sich entwickelnde Elektrotechnik. Auch das bekannte Playmobil-Spielzeug, konzipiert von Hans Beck, kommt gewissermaßen aus Deutschland.

Vielen dürfte Johannes Gutenberg bekannt sein, der um 1450 den Buchdruck moderner, westlicher Machart erfand. Weniger bekannt ist, dass die erste Tageszeitung der Neuzeit am 1. Juli 1650 in Leipzig von Timotheus Ritzsch publiziert wurde. In derselben Ära baute Johannes Kepler das erste astronomische Teleskop. Zeitgenossen steuerten die Vakuumpumpe, das Hörrohr und den mechanisch betriebenen Rollstuhl bei. Carl von Linde baute 1876 den ersten Kühlschrank. 1908 ließ sich Melitta Bentz den nach ihr benannten Kaffeefilter patentieren. Den ersten Fernseher präsentierte 1932 der deutsche Physiker Manfred von Ardenne. Noch während des Zweiten Weltrkieges baute Konrad Zuse mit seiner Z3 den ersten funktionsfähigen Digitalrechner – der Bauingenieur Zuse fand das herkömmliche Rechnen zu anstrengend. Der gleichnamige Dübel wurde 1958 von Arthur Fischer erfunden und kam für den Wiederaufbau nach dem Krieg wie gelegen. 

Und die Erfolgsgeschichte geht weiter. Bis heute kommen die meisten Anmeldungen beim Europäischen Patentamt aus Deutschland.F.L.