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16.02.18 / Deutscher Orden, Druckerpresse und Parks / Veranstaltung am 22. Februar in Osterode zeugt von großem Interesse an der regionalen Geschichte

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 07-18 vom 16. Februar 2018

Deutscher Orden, Druckerpresse und Parks
Veranstaltung am 22. Februar in Osterode zeugt von großem Interesse an der regionalen Geschichte
Uwe Hahnkamp

In der zweiten Februarhälfte 2018 sind in der Woiwodschaft Ermland-Masuren einige Veranstaltungen geplant, die sich mit der regionalen Geschichte aus unterschiedlichen Zeiten beschäftigen. Das Interesse an historischen Fragen verbindet sich dabei auch mit dem Einsatz für die Entwicklung der eigenen Heimat.

Am 22. Februar lädt der Verein „Werkstatt für Bürgeraktivität und Dokumentation des kulturellen Erbes“ in die Stadtbibliothek von Osterode im dortigen Schloss ein. Nach der Finissage einer Ausstellung zum Landschaftsarchitekten Johann Larass im Januar organisiert er eine weitere Veranstaltung in der Reihe „Treffen mit der nahen Geschichte“, in dem ein Park dieses großen Schöpfers im Mittelpunkt steht. Ab 18 Uhr wird unter dem Titel „Döhlau – Zentrum der hiesigen Welt“ über die Geschichte des Gutes der Familie von Rose in den Kernsdorfer Höhen südlich von Osterode informiert. In die anschließende Dis-kussion zum Zustand des Guts- und Parkkomplexes in Döhlau wird sich die Landschaftsarchitektin Marzena Zwierowicz einschalten, die sich für seine Rettung einsetzt.

Weiter zurück in der Geschichte geht Jan Gancewski vom Institut für Geschichte und Internationale Beziehungen der Ermländisch-Masurischen Universität in Allenstein. Der Historiker mit dem Forschungsschwerpunkt Deutscher Orden stellt in seinem Vortrag am 22. Februar im Museum von Ermland und Masuren die provokante Frage „War der Deutsche Orden souverän in Preußen?“ Antworten darauf gibt es ab 17 Uhr in der Burg in Allenstein.

Seit über einem Jahr stellt das Museum der Moderne des Städtischen Kulturzentrums Allenstein im ehemaligen Sägewerk der Gebrüder Raphaelson seine Exponate des Monats vor. Es sind dies Ausstellungsstücke, die mit der technischen Entwicklung der Stadt und der Region hauptsächlich Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts verbunden sind. 

Am 19. Februar um 16 Uhr präsentieren Bogdan Bachmura und Wlodzimierz Sieradzki dort den Besuchern eine Druckerpresse aus jener Zeit. Die Einleitung übernimmt Rafal Betkowski vom Museum der Moderne. Die Veranstaltung ist verbunden mit den Tagen zu Ehren des polnischen Journalisten Seweryn Pieniezny.