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23.02.18 / Fakultät für Firmengründer in Allenstein / Nach schwedischem Vorbild: erster Ermländisch-Masurischer Zukunftskongress führte Spezialisten zusammen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 08-18 vom 23. Februar 2018

Fakultät für Firmengründer in Allenstein
Nach schwedischem Vorbild: erster Ermländisch-Masurischer Zukunftskongress führte Spezialisten zusammen
Leszek Chaburski

Ende 2017 fand im Kongress-zentrum der Ermland-Masurischen Universität in Allenstein der erste Ermländisch-Masurische Kongress der Zukunft statt, der von der Woiwodschaftsselbstverwaltung und der MM-Gruppe organisiert wurde. Rund 1700 Menschen waren gekommen. Der große Saal war bis zum Rand gefüllt. Lokale Regierungsbeamte und Unternehmer aus der Region, Trainer und Mentoren sowie sich dynamisch entwickelnde Firmengründer waren gekommen, um Erfahrungen und Wissen aus dem Bereich der Wissenschaft, Wirtschaft und Technologie auszutauschen. Der Kongress war eine Gelegenheit, die besten Investitionen in der Region zu präsentieren, die Preisträger der Abstimmung der „Allensteiner Zeitung“ und des „Elbinger Tageszeitung“ mit dem Titel „Investitionen des Jahres 2016“ waren.

Einer der Punkte des ersten Ermländisch-Masurischen Zukunftskongresses war die offizielle Einweihung der „Businessakademie“ an der Universität in Allenstein. Sie wird Unternehmertum lehren, Mitarbeiterteams verwalten, damit die Studenten das erworbene Wissen kommerziell nutzen können. 

Die Akademie orientiert sich dabei an den führenden norwegischen Institutionen, die Wissenschaft mit der Geschäftswelt am besten in Europa verbinden. 

30 Personen aus 13 Abteilungen wurden für das erste Jahr zugelassen. 40 Prozent sind Doktoranden, der Rest sind Studenten des ersten und zweiten Studienabschnitts. Das Studium  dauert zwei Semester (350 Stunden) und ist kostenlos. Der Unterricht wird an der Universität in Allenstein und an den Standorten der kooperierenden Unternehmen stattfinden. Die Dozenten sind akademische Lehrer und erfolgreiche Wirtschaftsvertreter, Führungskräfte und Unternehmer. Darüber hinaus werden die Studenten der Akademie die Unterstützung von Mentoren und Praktikern erhalten, die ihnen helfen, die Grundlagen ihrer eigenen Firmengründungen zu entwickeln oder sie auf die Rolle eines Managers vorzubereiten. Sie werden auch lernen, sich in der Wirtschaft zu präsentieren, sowohl auf Polnisch als auch auf Englisch. Sie sollen das über Wirtschaft, Finanzen und Recht lernen, was benötigt wird, um neu gegründete Firmen zu leiten. Sie werden lernen, wie man ein Unternehmen gründet. Sie werden auch an Workshops teilnehmen, bei denen sie versuchen werden, ihre Lösungen in ihren eigenen Projekten anzuwenden – real oder virtuell.

Während des Kongresses wurde symbolisch das erste internationale Büro des Vereins Cittaslow, das in Allenstein geplant ist, eröffnet. In der Region gehören 20 Städte zu diesem Netzwerk. Die Flagge von Cittaslow wurde dem Marschall der Woiwodschaft Ermland-Masuren, Gustaw Marek Brzezin, durch Pier Giorgio Oliveti, Generaldirektor von Cittaslow International, übergeben.

Die Organisatoren des ersten Ermländisch-Masurischen Zukunftskongresses haben eine Plattform geschaffen, die es erlaubt, über die Zukunft des südlichen Ostpreußen in ihren verschiedenen Aspekten zu sprechen.

Die zur Diskussion stehenden Themen wurden in fünf thematische Blöcke unterteilt: „Gesundheit über alles“, „Neue Technologien“ und „Innovationen in der Wirtschaft“, „Wie man in kleinen Städten lebt“, „Die wirtschaftliche Stärke der Region“, „Wie man nicht an der Welt uns herum verzweifelt und erfolgreich ist“. Unter den Rednern und Diskussionsteilnehmern gab es viele in der Republik Polen bekannte Namen. Der Kongress soll eine zyklische Veranstaltung werden. Im Juni 2018 soll bereits der nächste stattfinden.