29.01.2022

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23.02.18 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 08-18 vom 23. Februar 2018

MELDUNGEN

Von Schiemanen nach Dortmund

Schiemanen – Ab dem 14. Mai wird es möglich sein, vom  südliche Ostpreußen nach Dortmund  und umgekehrt zu fliegen. Die ungarische Fluggesellschaft Wizz Air bietet zweimal wöchentlich, jeweils montags und freitags, Flüge vom Flughafen in Schiemanen nach Dortmund an. Tickets sind schon jetzt auf der Internetseite von Wizz Air erhältlich zu Preisen ab 59 Zloty (15 Euro). Die Flugzeuge werden um 11 Uhr in Schiemanen starten und Dortmund um 12.45 Uhr erreichen. Aus dem Ruhrgebiet ist der Abflug um 8.50 Uhr geplant und die Landung um 10.30 Uhr am Flughafen Olsztyn Masury (Allenstein, Masuren). Wizz Air hofft, dass die Verbindung gut angenommen wird. Die Fluggesellschaft will ihre Tätigkeit in Masuren und in Polen ausbauen. Die Verbindung nach Dortmund ist die zweite, die sie von Schiemanen aus anbietet. Man kann mit Wizz Air montags und freitags von Masuren auch nach London Luton fliegen.  Ab dem 25. April sollen zusätzlich mittwochs Flüge in diese Richtung starten. E.G.





Gräberfeld in Gefahr

Wiskiauten – Der Historiker und Leiter der Baltischen Archäologischen Expedition, Wladimir Kulakow, schlägt Alarm: In dem kleinen Wäldchen namens Kaup südlich von Cranz, das als wertvollstes archäolgisches Zeugnis im Königsberger Gebiet gilt, soll Bernstein kommerziell abgebaut werden.  Ausgerechnet das Land-stück soll ausgebeutet werden, das zum dem weltberühmten archäologischen Komplex gehört. Bereits im Jahr 1865 war bei Wiskiauten ein wikingerzeitliches  Gräberfeld  entdeckt worden. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs waren bereits 300 Hügel- und Flachgräber freigelegt worden. Zahlreiche Funde von Waffen sowie Trachten- und Schmuckgegenständen könnten von einer skandinavischen Handelsniederlassung zeugen. Nach 1945 untersuchten russische Forscher weitere 30 Gräber, und seit 2005 gibt es ein gemeinsames deutsch-russisches Forschungsprojekt. Die Archäologen fanden heraus, dass die Funde insgesamt in den Zeitraum des  5. bis 13. Jahrhunderts gehören, wobei die Region im 11. und 12. Jahrhundert stark besiedelt war. Es müssen sowohl Prussen als auch Skandinavier in einem drei bis vier Quadratkilometer großen Siedlungsgebiet gelebt haben. Kulakow sieht das archäologische Kleinod der gesamten Ostseeküste von der Zerstörung bedroht. Und das nicht etwa wegen Naturkatastrophen, sondern aufgrund menschlicher Gier. Als einen derjenigen, die aus Profitgier das Gräberfeld zerstören könnten, sieht Kulakow den  Politiker Garri Goldman, Vizepremier der Gebietsregierung, an. MRK