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23.02.18 / Um Fairness bemüht

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 08-18 vom 23. Februar 2018

Um Fairness bemüht
Wolfgang Kaufmann

Über US-Präsident Donald Trump ist schon massenhaft Papier beschrieben worden – in der Regel freilich nur von linksorientierten Kritikern, welche kein gutes Haar an dem Milliardär im Weißen Haus ließen. Deshalb kann man es nur begrüßen, dass mit „Trump verrückt die Welt“ nun ein etwas neutraler gehaltenes Buch erschien. Verfasst wurde dieses von Ansgar Graw, früher PAZ-Mitarbeiter und Chefreporter der „Welt“ sowie Senior Political Correspondent in Washington.

Der studierte Historiker hat Trump bei vielerlei Gelegenheiten persönlich erlebt und schildert alle wichtigen Facetten der Persönlichkeit des mächtigsten Mannes der Welt. Das geschieht in Kapiteln wie „Trump, der Unternehmer“, „Trump, der Politiker“ oder „Trump und die Frauen“.

Dabei kritisiert Graw nebenher auch die Politik der demokratischen Vorgänger des jetzigen Präsidenten, welche sich als unfreiwillige Wahlkampfhelfer für Trump betätigt hätten, indem sie es mit der Politischen Korrektheit übertrieben (Barack Obama) oder die Wirtschaft der Vereinigten Staaten ruinierten (Bill Clinton).

Des Weiteren orakelt der Verfasser, dass die Präsidentschaft Trumps weitreichende geopolitische Folgen zeitigen werde. So zum Beispiel durch die Unlust des impulsiven Blondschopfs, weiter am globalen amerikanischen Führungsanspruch festzuhalten, sowie dessen Bemühen, sich zuerst um die ureigensten Interessen der Vereinigten Staaten zu kümmern.

Allerdings kann auch der um Fairness bemühte Graw seine Herkunft aus dem Kartell der Mainstream-Presse nicht verleugnen, wenn er über die Wähler Trumps urteilt oder behauptet, der Präsident sei eine große Gefahr für die USA und die Welt, wie wir sie kennen.

Ansgar Graw: „Trump verrückt die Welt. Wie der US-Präsident sein Land und die Geopolitik verändert“, F. A. Herbig, Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 2017, gebunden, 254 Seiten, 20 Euro