29.01.2022

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
06.04.18 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 14-18 vom 06. April 2018

Leserforum

Dem Volke dienen, aber nicht einer zufälligen Bevölkerung

Zu: Selber machen (Nr. 9)

Die Aufregung über die Entscheidung der „Essener Tafel“ zeigt einmal mehr die Uneinsichtigkeit derjenigen, welche die Realität des inzwischen erreichten Zustandes der Verhältnisse in Deutschland nicht mehr wahrnehmen wollen. Da hat die Kanzlerin eine „Willkommenskultur“ ausgerufen, die allen Elenden dieser Welt eine neue gesicherte Heimat anbot. Mit dieser Einladung hat die Politik dann auch die Konsequenzen zu tragen, das heißt, dass die jetzt die „Tafel“ stürmenden jungen ausländischen Männer den falschen Ort belagern. Sie müssten das Kanzleramt beziehungsweise die nachgeordneten Behörden als Vertreter dieser rechtswidrigen Entscheidung aufsuchen, um das Versprechen einzufordern.

Schlimm genug, dass es in diesem reichen Land Bürger – deutsche Bürger – nötig haben, um Almosen zu betteln. Dieser Zustand ist ein Skandal, der durch die „Tafel“ nur gemildert wird. Deutschen zuerst zu helfen, ist kein Rassismus, sondern die verdammte Pflicht und Schuldigkeit der deutschen Politik, angefangen von der Bundesregierung bis zum letzten Ortsrat. Und wer als Christ jetzt Einspruch erhebt, dem seien die Worte des Apostels Paulus aus dem Brief an die Galater in Erinnerung gerufen: „Lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubensgenossen“ (6, 10).

In diesem Sinne beginnt der Skandal bereits da, wo christliche Politiker den Christen unter den Flüchtlingen nicht einen Vorrang einräumen. „Dem Deutschen Volke“ steht als andauernde Mahnung über dem Reichstagsportal 

– nicht der zufälligen „Bevölkerung“ unseres Landes. Wer als Abgeordneter dieses Staates in den Bundestag gewählt worden ist und das bezweifelt, sollte zu Fuß mit Blick nach oben den Reichstag betreten, ansonsten sitzt er im falschen Parlament.

Prof. Karl-Heinz Kuhlmann, Bohmte







Verletzte Maiestas

Zu: Meinungsfreiheit gegen Political Correctness (Nr. 10) und: Stigmatisierung (Nr. 10)

Bei einer Bahnfahrt hat mir ein Mitreisender Ihre mir bislang unbekannte Zeitung (Ausgabe Nr. 10 vom 9. März 2018) geschenkt, die ich mit großem Interesse gelesen habe. Der Artikel über Politische Korrektheit belegt, dass wir uns wieder ducken und anpassen, um nur nicht aufzufallen. Und der Verfasser ist nicht irgendwer. 

Prof. Dr. Ingo von Münch hatte ein Vierteljahrhundert einen Lehrstuhl für Verfassungs- und Völkerrecht an der Universität Hamburg inne, ist Mitherausgeber eines Grundrechtskommentars und FDP-Mitglied und war fast vier Jahre Senator für Wissenschaft und Kultur in der Freien und Hansestadt Hamburg, also jemand, den man nicht so einfach mit dem Begriff „rechts“ etikettieren kann. 

Als Liberaler alter Schule gepaart mit seinen persönlichen Erfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus hat von Münch sich aber ganz offensichtlich seine Weitsicht bewahrt, dass die Meinungsfreiheit nicht tages- oder machtpolitischen Opportunitäten zu opfern ist. 

Wohin die Reise der Zensur geht, liefert die Redaktion mit dem Kommentar „Stigmatisierung“ gleich mit. Ich habe mir die besagte Rede des inzwischen fraktionslosen Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten Ludwig Flocken im Internet angehört und das Urteil gelesen (es ist ebenfalls im Internet unter Hamburgisches Verfassungsgericht, Entscheidungen, 3–17 vom 2. März 2018 abgelegt und leicht zu finden). 

Dass Bundeskanzlerin Merkel die Deutschlandfahne Herrn Gröhe weggenommen hat, ist unbestreitbar. Ob sie das mit Ekel getan hat, wie Ludwig Flocken meint, darüber kann gestritten werden, dass aber eine solche Lappalie mit einem Ausschluss aus der Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft geahndet wird, ist ein Skandal. 

Die Würde des Parlamentes sei damit verletzt, meint das Verfassungsgericht. Das Wort „Maiestas“ kommt aus dem Lateinischen und heißt Würde. Wir sind Zeuge der Wiedereinführung der Majestätsbeleidigung, versehen mit dem Siegel des Hamburgischen Verfassungsgerichtes, und das im Jahre 2018.

Petra Quast, Berlin






Das Wort »Flüchtling« dient nur als Schutzbehauptung

Zu: Meinungsfreiheit gegen Political Correctness (Nr. 10)

Unter anderem nimmt der Verfassungsrechtler Ingo von Münch in der PAZ Stellung zur Rolle der Politischen Korrektheit in der Sprache. Aber auch er lässt das Eigentliche der Geschichte un­betont, das der sogenannten „Flüchtlingskrise“ zugrundeliegt, die Geschichte nämlich, dass ein jeder Immigrant dieser Welt, der das Wort „Flüchtling“ als Schutzbehauptung vor sich herträgt, dass also jeder dieser Immigranten mit dem Wort „Asyl“ die Berechtigung erwirbt, bis zur Mitte Europas vorzudringen und seinen Wunsch, seine sogenannte „Berechtigung“, untersuchen zu lassen und dann noch Bargeld dafür in die Hand zu bekommen.

Selbstverständlich fasst die halbe Welt solche Grenzdurchlässigkeit als Einladung zur neuen Art der Arbeitsbeschaffung auf. Bun­deskanzlerin Merkel braucht sich gar nicht mehr anzustrengen, um diesen Wunsch zu erfüllen. 

Warum ist Deutschland, die Mitte Europas, das einzige Land mit dem „Asylparagrafen“? Weil Deutschland, nach 1945, das Schuldgefühl zu verstärken gezwungen werden sollte. Das Schuldgefühl vor dem Fremdling ist das angepasste Mitleidsgefühl an zum Flüchtling gewandelten Immigranten. Die Wirkung dieser Worttäuschung ist in Deutschland sehr weitverbreitet, und das wirkt auch weiter durch die Medien. Die paar, die wirkliche Flüchtlinge sind, verschwinden in der Masse des Missbrauchs dieses Wortes.

L. v. Gersdorff, Otterfing






Ein Stück Freiheit

Zu: Adolf Hitlers größte Fans leben in Indien (Nr. 11)

Die geschilderten Vorgänge um die Verehrung Hitlers in Teilen Asiens ist ein Stück Freiheit, die sich die dortigen Leute nehmen. Das machen oft jene, die nicht in einer scheinbar abgesicherten „Überflussgesellschaft“ leben und sich darum einen klaren Blick fürs Überleben bewahren mussten. Deshalb wächst Erkenntnis auch immer an den Rändern. Von „Freiheit“ wurde im Westen viel geredet – heute können viele verbogene Westler infolge zu langer Bückhaltung (als erbrachte Gegen­leistung zum materiellen Überfluss) diese nicht mehr verteidigen. 

Trotzdem glauben viele Menschen noch, diesen Begriff für sich gepachtet zu haben, was ins Lächerliche geht. Vielleicht macht der Autor die sich dem westlichen Zeitgeist unterwerfenden Anmerkungen auch nur, um sich zu schützen. Als Draufgabe werden anderen Kulturen oft noch die „Menschenrechte“ erklärt, was in diesem ansonsten aufschlussreichen Artikel aber unterblieben ist.

Thomas Hartmann, Stralsund






Kein Maulkorb

Zu: Endlich raus aus der Schweigespirale! (Nr. 12)

Jeder von uns kennt die tägliche Beeinflussung durch die gleichgeschalteten Tageszeitungen, Rundfunk- und Fernsehsender. Es ist erstaunlich, mit welcher Dreistigkeit der Bürger besänftigt, eingelullt und zufriedengestellt werden soll. In dem Beitrag nennt Eva Herman ohne Schnörkel das Kind beim Namen. Bitte weiter so! Herman endet mit dem Rat: „Durch persönliche Gespräche im kleinsten Kreise lassen sich klare, gute Gedanken spiralförmig nach außen tragen. Das ist der Weg.“

Passen wir auf, dass die Macht der Medien durch ihre linke Grundierung in der Deutungshoheit nicht jeden deutschen Bürger manipuliert und einen Maulkorb verpasst.

Karl-Heinz Rieger, Kiel