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18.05.18 / Jan Heitmann: / Raus mit ihnen!

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 20-18 vom 18. Mai 2018

Jan Heitmann:
Raus mit ihnen!

Das ist Wahlkampfhilfe der geschmacklosesten Art: Mesut Özil und Ilkay Gündogan, zwei deutsche Fußballnationalspieler türkischer Herkunft, die bei britischen Vereinen unter Vertrag stehen, sind bei einer Wahlkampf- veranstaltung für den türkischen Despoten Recep Tayyip Erdogan aufgetreten. Schlimm, dass sie in London medienwirksam gemeinsam mit ihm posierten, schlimmer noch, dass sie dem vor Genugtuung feixenden Möchtegern-Sultan ihre Vereinstrikots überreich- ten, und ganz schlimm, dass sie ihn auch noch als „ihren“ Präsidenten hofierten. Für Erdogan ist der gemeinsame Auftritt mit den beiden in Deutschland bewunderten Fußballprofis ein Triumph. Denn um seine autokratische Macht weiter zu festigen, hat er für den 24. Juni vorgezogene Präsidentenwahlen angesetzt, für die er auf die Stimmen der 1,5 Millionen in Deutschland lebenden Wahlberechtigten schielt.

Es ist kaum vorstellbar, dass Özil und Gündogan sich dessen nicht bewusst gewesen sein sollen. Es spricht also alles dafür, dass sie Erdogan, der Demokratie und Menschenrechte in der Türkei abschafft, gut finden. Warum auch sonst hat Gündogan sein Trikot mit der Widmung „Für meinen verehrten Präsidenten – Hochachtungsvoll“ versehen?

Wer sich zu dem Präsidenten eines fremden Staates als dem seinen bekennt, ist nicht geeignet, unser Land zu repräsentieren, und als deutscher National­- spieler untragbar geworden. Und wer Erdogan hofiert, auch nicht, denn er wird der vom Teammanager Oliver Bierhoff postulierten gesellschaftlichen Vorbild- rolle der Nationalmannschaft nicht gerecht. Man kann nicht für Deutschland spielen und für einen Diktator agieren. Raus mit ihnen aus der Nationalelf!