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18.05.18 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 20-18 vom 18. Mai 2018

Leserforum

Eiszeit in der Klimaforschung

Zu: Auf zur globalen Ökodiktatur (Nr. 16)

Wer in Norddeutschland oder im Alpenvorland lebt, hat die Folgen mehrerer Eiszeiten (Kaltzeiten) stets vor Augen: viele Seen, Grund- und Endmoränen, Findlinge.

Der Anfang der vorerst letzten Eiszeit liegt nach Einschätzung von Wissenschaftlern rund eine Million Jahre zurück, ihr Ende war „vorgestern“ – vor rund 10000 Jahren. Die nördlichen deutschen Mittelgebirge waren zum Teil mehrere hundert Meter hoch mit Gletschern bedeckt. Geologische Lehrpfade zeigen dies an etlichen Stellen in eindrucksvoller Weise. Sie sind auch für Laien verständlich konzipiert. 

Die wenigen Menschen jener Zeit (Altsteinzeit) produzierten kaum nennenswerte Emissionen, sieht man von den Lagerfeuern mal ab. Dennoch folgten den Kaltzeiten regelmäßig wieder Warmzeiten, die die Vergletscherung beendeten – bis danach die nächste folgte. 

Diese ganz starken Klimaveränderungen konnten offenkundig nicht von Menschen verursacht sein (anthropogen). Es mussten andere Ursachen gewesen sein. Sonnenaktivitäten werden von einer mutigen Minderheit von Fachgelehrten dafür verantwortlich gemacht. Diese aber können von Menschen nicht beeinflusst werden. Dieser Aspekt der Klimaveränderung wird von der Menge der Klimaforscher in Abrede gestellt, nicht oder kaum erwähnt, weil er nicht in ihr ideologiebefrachtetes Weltbild passt.

„Die Potsdamer“ und ihr „Anhang“ sollten sich endlich äußern, warum sie als Klimaexperten den häufigen Wechsel von Kalt- und Warmzeiten in der Erdgeschichte nicht bewerten, sondern ignorieren. 

Bernhard Hartz, Salzhemmendorf






Fürsorglicher Zar

Zu: Hommage an den „Befreier-Zaren“ (Nr. 18)

Ein zutreffender und sympathischer Artikel über Zar Alexan­der II., dem noch etwas anzufügen ist: Alexander II., über seine Mutter ein Enkel Friedrich Wilhelms III. und der Königin Luise, wurde von den Umstürzlern der „Narodnaja Volja“ („Volksfreiheit“) zum Tode verurteilt, weil er durch seine Reformen auf verschiedenen Gebieten den Revolutionären den Wind aus den Segeln nahm.

Der Zar wusste das. Er fuhr im offenen Schlitten durch St. Petersburg. Am 13. März 1881 erfolgte das Attentat. Der Sprengsatz traf den zweiten der beiden Schlitten, in dem ein Adjutant saß. Ohne Rücksicht auf die Gefahr ließ Alexander sofort halten, um sich um die Verwundeten zu kümmern. Da wurde ein zweiter Sprengsatz geworfen. Der rechte Fuß wurde dem Zaren abgerissen. Er starb in derselben Stunde. 

Die Verantwortung für seine Untergebenen stand ihm höher als der Schutz des eigenen Lebens. 

Friedrich Carl Albrecht, Burgdorf-Ehlershausen






Die Scheinheiligen

Zu: Küsschen, Küsschen (Nr. 18)

Der bayerische Wahlkampf wirft seine Schatten voraus: Es ist keineswegs neu, dass es in Bayern in Schulgebäuden, Gerichtssälen, Ministerien, Ämtern und andernorts Kruzifixe gibt, die sich in offiziellen und halboffiziellen Räumen befinden. Was der Ministerpräsident Markus Söder nun durchsetzt, ist nichts anderes, als dass er die Kreuze noch „sichtbarer“ macht, indem er sie in den Eingängen der Ämter und Behörden anbringen lässt. 

Die Argumente dafür sind scheinheilig: Es geht weder um die Identität der Bayern oder der Deutschen, sondern es geht lediglich darum, vermeintlich erfolg­reichen Wahlkampf gegen die AfD zu machen. Einer neuen Partei, die der CSU schon zur Bundestagswahl 2017 durch Fragen nach der deutschen, christlichen Identität sehr viele Prozente abjagte.

Weitere Scheinheilige befinden sich in den großen Kirchen unseres Landes: der Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland und Landesbischof Bayerns, Heinrich Bedford-Strohm, bekennendes SPD-Mitglied, und sein katholischer Duzfreund Kardinal Reinhard Marx, welcher der katholischen, nicht gerade konservativen Soziallehre zuneigt. Beide werden wieder einmal nicht müde, die Öffentlichkeit mit ihren „Weisheiten“ zu traktieren. Gerade diese beiden Kirchenmänner, die sich nicht entblödeten, ihre Kreuze in Jerusalem im Angesicht der al-Aqsa-Moschee und der Klagemauer abzulegen, plärren wieder einmal herum. Auch sie machen Wahlkampf.

Kreuzverleugner und Scheinheilige sind genau jene Charaktere, die wohl Jesus meinte, aus dem Tempel vertreiben zu müssen (Matthäus 21,12). Die Bibel ist nach wie vor aktuell. 

Dr. Eibe Hinrichs, Knüllwald







In Syrien ist niemand an wirklicher Aufklärungsarbeit interessiert

Zu: Weiter auf Kollisionskurs (Nr. 16)

Der syrische Krieg ist ein dreckiger Krieg. Es geht nicht um ein Mehr an demokratischen Rechten für die syrische Bevölkerung. Das macht die enge Zusammenarbeit der USA und NATO-Staaten mit den reaktionären Regimen in Saudi-Arabien und Katar deutlich. Ist der „Bürgerkrieg“ in Syrien nicht vor allem ein Rohstoffkrieg? Geht es nicht um die Vormacht im globalen Energiemarkt?

Die USA, Frankreich. Großbritannien, Saudi-Arabien, Katar und die Türkei versuchen, Assad zu stürzen, und bewaffnen die Rebellen. China, Iran und Russland versuchen das zu verhindern. Sie wollen Assad an der Macht halten und verstärken die Schlagkraft des syrischen Militärs. Wer in diesem Durcheinander wo und wann Giftgas eingesetzt hat, wird immer schwieriger zu durchschauen.

Bereits beim ersten Einsatz von Giftgas im März 2013 nahe Aleppo wurde verbreitet, dass Assad dafür verantwortlich gewesen sei. Dabei hat es Zeugenaussagen gegeben, die dafür eindeutig die Dschihadisten verantwortlich machen. Hier haben Rebellen offenbar im Rahmen einer „False-Flag-Operation“ das Verbrechen der Regierungsarmee in die Schuhe geschoben. Im August 2013 erfolgte der nächste Giftgasanschlag in Ghuta. Sofort wurde Assad wieder verantwortlich gemacht. Die CIA, der amerikanische Geheimdienst Defence Intelligence Agency (DIA) und auch der israelische Geheimdienst haben Obama darüber informiert, dass al-Nusra die Fähigkeit hatte, Saringas zu beschaffen und einzusetzen. Doch der US-Präsident ignorierte die Daten zu al-Nusra.

Der derzeitige Präsident der USA ist nicht besser. Er geht auf Russland und Assad los. Er wirft beiden die permanente Verletzung des Völkerrechts vor. Russland wirft das auch den USA und ihren Handlangern vor. An wirklicher Aufklärungsarbeit ist letztlich keiner interessiert. Einen Gewinner dieses Krieges wird es nicht geben.

List, Täuschungen und Lügen gehören zum Krieg. Darin haben die USA Übung. Im August 1964 hat der US-Präsident Johnson behauptet, dass das US-Kriegsschiff „Maddox“ mit Torpedos im Golf von Tonkin vor Vietnam angegriffen worden sei. Heute wissen wir, dass es eine Lüge war. Johnson eskalierte damit den Vietnamkrieg. Er endete erst 1975. Drei Millionen tote Vietnamesen und 58000 tote US-Soldaten waren die Folge dieser Lüge. Zudem setzten die USA das chemische Entlaubungsmittel Agent Orange ein. War das besser als Saringas?

Es ist auch noch zu bemerken, dass dieses immer Drauf auf die Russen auch aus anderen Richtungen kommt. Beispiel: Die erschreckende Reaktion Englands auf die Vergiftung des russischen Doppelagenten. Auch hier keine Beweise. Auch ein Agent in „Ruhestand“ bleibt ein Agent. Die Engländer hätten gut daran getan, den Ball flach zu halten. Zu gewinnen gibt es für sie nichts. Es gab Zeiten, da ist man mit solchen Agentenmorden anders umgegangen. 

Heinz-Peter Kröske, Hameln