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29.06.18 / Der Unschutzbund

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 26-18 vom 29. Juni 2018

Der Unschutzbund
Hermann Paul Winter

Der Deutsche Kinderschutzbund (DSKB) stellt sich mit einer Resolution gegen „Rechtspopulisten“. Diese versuchten, den Verband zu unterwandern, das Weltbild der Rechten habe im Kinderschutzbund keinen Platz, heißt es darin.

Jetzt legt DKSB-Präsident Heinz Hilgers nach und schießt in Richtung AfD: „Wie wollen nicht, dass AfD-Funktionäre bei uns mitarbeiten!“ Hilgers spricht gleichermaßen rhetorisch geschickt wie nebulös von „Funktionären“, hält ihm dies doch die Option offen, nach Gutdünken auch Mitglieder, Unterstützer oder Sympathisanten auszugrenzen – im Widerspruch zur Satzung, in der sich der Kinderschutzbund zur Überparteilichkeit verpflichtet. Eine Begründung, weshalb ausgerechnet Personen, die für ein klassisches Familienbild stehen, nicht im Kinderschutzbund mitarbeiten sollen, blieb Hilgers schuldig.

Bereits 2017 hatte der Verband einen „Unvereinbarkeitsbeschluss“ gefasst, der eine Mitgliedschaft oder Unterstützung von „rassistischen, antisemitischen oder ausländerfeindlichen Parteien“ mit einer Tätigkeit im Kinderschutzbund für unvereinbar erklärte.

Dass der Kinderschutzbund zum vorgeblichen Wohl von Kindern verbissen auf sein Weltbild beharrt, erinnert an die dunkle Geschichte des Verbands. Aus der „Akte Kinderschutzbund“ im Bundesarchiv Koblenz geht hervor, dass sich der Kinderschutzbund in den 1980er Jahren den berüchtigten „Stadtindianern“ annäherte, einer „antipädagogisch“ ausgerichteten Kommune, in der pädophile Erwachsene mit Kindern zusammenlebten. Unter dem Beifall von Pädophilen lehnte der Kinderschutzbund damals den Paragrafen 176 des Strafgesetzbuches, der den sexuellen Missbrauch von Kindern unter Strafe stellt, als „zu streng“ ab. In der Verbandszeitschrift „Kinderschutz aktuell“ ließ er 1985 wissen, es müsse darum gehen, „vor dem Gesetz den Unterschied zwischen gewaltsamer Sexualität und gewaltfreier pädophiler Sexualität zum Tragen zu bringen“. Pädophile schrieben daraufhin begeisterte Leserbriefe, die Zeitschrift wurde zu deren Forum.

Möglicherweise hat der Kinderschutzbund sich von diesem fatalen Gedankengut noch nicht vollständig gelöst. Denn auch in jüngerer Zeit positionierte er sich auf eine Weise, die mit seinem damaligen Weltbild korrespondiert: Als 2014 grün-linke Lobbybündnisse unter dem Vorwand der staatlichen Sexual­aufklärung die Frühsexualisierung von Kindern im „Bildungsplan“ von Baden-Württemberg durchsetzen wollten, gab es seinerzeit einen massiven Protest von Eltern, die das Wohl ihrer Kinder gefährdet sahen. Der Kinderschutzbund jedoch stellte sich hinter den Bildungsplan. Einwände gegen ihn qualifizierte die Landesvorsitzende von Baden-Württemberg, Iris Krämer, als „konstruiert“ ab. 

Das verbissene, schier pathologische Vokabular der Resolution ist erschreckend. Es dokumentiert, dass der Kinderschutzbund nach wie vor linken Ideologien frönt, die dem Wohl der Kinder mehr schaden als dienen.