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29.06.18 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 26-18 vom 29. Juni 2018

Leserforum

Kohl hatte keinen Plan für Deutschland

Zu: Verscharrt am 1. Juli (Nr. 24)

Der wahre Konservative blickt mit Leidenschaft und Freude vor allem in die Vergangenheit. Dort kann er die Lichtgestalten erkennen, die in der Gegenwart so vermisst werden. Helmut Kohl, „Mr. Europe“, wird im Nebel der Erinnerungen nun sichtbar. Der Urvater unserer Probleme wird zu den Großen gezählt, trotz seiner Fehler. Der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik wird als Einheit verklärt, sein Europawahn als Preis für die Einheit gerechtfertigt. Faktisch ist dies Geschichtsklitterung, weiter nichts.

Helmut Kohl war ein gerissener CDU-Politiker, der zuerst an sich und seine politische Karriere dachte. In seiner Zeit schaffte die rotgrüne Ideologie den Durchbruch in allen gesellschaftlichen Bereichen wie Schule, Theater, oder Medien. Seine geistige Schlichtheit wurde verspottet, heute wird sie von Konservativen als Patriotismus erinnert. Heute wie damals gab es auf der konservativen Seite keinen Entwurf für eine neue Republik. Auch deswegen war der Beitritt nur ein Anschluss. 

Kohl, der Kanzler einer versprochenen Wende, hatte keinen Plan für Deutschland. Sein Weltbild war die Nachkriegszeit mit all ihren Implikationen, und dabei blieb es bis zum Schluss. Auflösung aufgrund kompletter Ideenlosigkeit und ideologischer Verblendung! 

Norbert Johann Schadel, Gerhardshofen






Selbstverteidigung Europas

Zu: Legitimer Akt der Notwehr (Nr. 24)

Die im Artikel gelieferten klarstellenden Hintergrundinformationen zu den Kreuzzügen decken sich mit Hansjürg Stückelbergers Bewertung in seinem empfehlenswerten Buch „Europas Aufstieg und Verrat“ von 2011. 

Darin schreibt der Schweizer Pfarrer: „Historisch gesehen handelt es sich bei den Kreuzzügen um eine Antwort auf die jahrhundertelangen muslimischen Angriffe: Eroberungen und Kolonisierungen ganzer Regionen, Überfälle und Raubzüge von arabischen und türkischen Muslimen auf christliche Küstenstädte und Länder. Die Kreuzzüge waren nicht nur ein Versuch, den freien Zugang der Pilger nach Jerusalem wieder zu ermöglichen. Sie waren auch der Versuch einer Selbstverteidigung von christlichen Regionen zum Schutz ihrer Bürger und für die Erhaltung ihrer Freiheit, Identität und Kultur. Das Recht auf Selbstverteidigung bestreitet niemand. Warum soll es für die Zeit der Kreuzzüge nicht gelten?“

Dass dann auch die Kreuzfahrer in ihrer Abwehr der islamischen Expansion in schlimmer Weise schuldig wurden – zum Beispiel durch die arrogante Eroberung und Verbrennung Konstantinopels – ist leider auch wahr.

Doch die Widerlegung der weithin falschen Sichtweise von Vorgeschichte und Natur der Kreuzzüge ist in diesem PAZ-Artikel gut gelungen.

Willi Herbert, Nürnberg






Kein großer Mann

Zu: Verscharrt am 1. Juli (Nr. 24)

Es ist schon merkwürdig, gerade in der Preußischen Allgemeinen eine solche Bewertung des verstorbenen Ex-Bundeskanzlers Helmut Kohl zu finden. Es ist kaum glaubhaft, das Franz Josef Strauß 1983 den Milliardenkredit an die sogenannte DDR ohne Rücksprache mit Kanzler Kohl einfädeln konnte. Immerhin hat der Unrechtsstaat damit weitere sieben Jahre existieren können.

Kohl war auch kein Befürworter der deutschen Einheit, er wurde von Michail Gorbatschow getrieben und wurde widerwillig zum „Kanzler der Einheit“ gemacht. Zum Dank bezichtigte er Gorba­tschow, Bedingungen für die Eigentumsfrage der ehemaligen DDR gestellt zu haben. Gorba­tschow wies dies bekanntermaßen zurück. Trotzdem enteignete die Bundesrepublik frühere Eigentümer über diese Lüge.

Nicht vergessen werden darf, dass Kohl die Rückgabe des nördlichen Ostpreußen ablehnte und damit die völkerrechtswidrig Vertriebenen endgültig um ihre Heimat brachte. Ein großer deutscher Staatsmann? Ich kann es nicht glauben.

Gerhard Tempel, Bad Fallingbostel






Narrenfreiheit

Zu: Geldsegen für Parteien (Nr. 24)

Geht es um Diätenerhöhungen oder wie aktuell um die staatliche Parteienfinanzierung, sind sich die ansonsten kontrahierenden politischen Lager einig. Ohne Wenn und Aber werden die Beschlüsse durchgepeitscht, bevor das „dumme Volk“ es richtig wahrnimmt. Die Medien unterstützen diese Mitnahmementalität, indem sie diese Themen aus der Berichtserstattung nehmen.

Was mich persönlich beunruhigt ist, dass es viele Menschen gibt, denen es gutgeht und die es in keiner Weise interessiert, wie die Politik den Wähler oder Nichtwähler vergewaltigt und aus unserem Land einen Selbstbedienungsladen macht. Diese Gleichgültigkeit, diese Naivität und das schnelle Vergessen gestatten den Politikern eine Narrenfreiheit.

Die Millionen Zuwanderer stellen keine kritische Größe dar. Ihnen geht es so gut wie nie zuvor. Für sie ist alles eine heile Welt. Aber nicht alle Bürger lassen solche Eskapaden an sich vorüberziehen. Das Gegengewicht in Bezug auf das linkspopulistische Lager wird größer. 

Peter Karstens, Eckernförde






Die Welt schaut beim schleichenden Völkermord im Nahen Osten weg

Zu: Grenzgewalt (Nr. 22)

Seit zirka 70 Jahren leben Palästinenser und Juden im Streit um das Gebiet, das beide Völker bewohnen und das vormals den Palästinensern alleine gehörte. Juden kamen aufgrund von Pogromen in ganz Europa und gefördert durch den Nationalsozialismus im 20. Jahrhundert aus der Diaspora als Einwanderer in das einst gelobte Land zurück. 1945 erreichte die Einwohnerzahl der Juden mit 553600 Menschen den stärksten Einwohnerblock Palästinas. 

Die Gründung des Staates Israel vor 70 Jahren war maßgeblich für den Ausbruch offener Feindseligkeiten. Wenn sich Gäste derart breitmachen, muss das zu Protesten führen, und so folgten die bekannten Kriegszüge, die immer zugunsten Israels ausgingen. Über die Jahrzehnte breitete sich das israelische Staatsgebiet zunehmend durch illegalen Siedlungsbau aus. Palästinenser wurden von ihren Ländereien vertrieben und stellen heute eine bedauernswerte Minderheit dar, die im eigenen Land einen untergeordneten Stellenwert besitzt. 

Wer einen Tatsachenbericht aus jüngster Zeit darüber sehen will, wie von jüdischer Seite mit den Palästinensern umgesprungen wird, sollte sich im Internet die Beschreibung von unserem ehemaligen Arbeitsminister Norbert Blüm ansehen. Ebenso abstoßende Kurzbeiträge auf YouTube, die Palästinenser zu Zielscheiben der israelischen Armee degradieren, zeigen ein geschundenes Volk. Der Vergleich mit dem Apartheitssystem im ehemaligen Südafrika ist daher nicht abwegig.

Alle politischen Bemühungen um eine Zweistaatenregelung sind bisher immer wieder gescheitert, woran orthodoxe Juden und ihre Siedlungspolitik der Enteignung maßgeblichen Anteil haben. Die Welt schaut weg. Verurteilungen Israels in der UN werden regelmäßig durch die Schirmherrschaft der USA vereitelt. Nun wird der Gazastreifen auch noch von der Seeseite unzugänglich gemacht, sodass dieser Landesteil ein abgeschlossenes Ghetto bildet. Dass die Menschen in dieser Einschnürung zum Widerstand gezwungen sind, liegt klar auf der Hand. 

Über Jahrzehnte erniedrigt, des Landes bestohlen und zu eigener Wirtschaftlichkeit kaum fähig, ist dies für diese Menschen – wie seinerzeit im Warschauer Ghetto die Juden auch – die einzige Möglichkeit der Gegenwehr. Auch die Brutalität, mit der die Niederschlagungen der Proteste erfolgen, rufen Erinnerungen dieser Art wach. 

Die demografische Entwicklung Israels mit nunmehr zirka 6,1 Mil­lionen Juden hat enorm zugelegt. Der Expansionswille Israels ist durch den weiteren angekündigten Siedlungsbau in jüngster Vergangenheit so ausgeprägt erkennbar, dass offenkundig von den Hardlinern in der israelischen Politik eine militärische Lösung favorisiert wird. Wir sehen hier einen schleichenden Völkermord und trauen uns aufgrund unserer eigenen jüngsten Geschichte nicht, dies offen und ehrlich auszusprechen. Israel ist dabei, sich mehr und mehr international zu isolieren. Die Israel-Politik Donald Trumps wird dazu ein Übriges tun.

Dabei gäbe es bei gutem Willen politische Lösungen, wenn beide Seiten zu offenen Verhandlungen bereit wären. Ich empfehle hier den dokumentarischen Spielfilm „Das Herz von Jenin“, in welchem die gesamte Tragik dieses Konfliktes auf einer menschlich einmaligen Art nachvollzogen werden kann und die aufzeigt, dass auf der unteren menschlichen Ebene bei aller Unmenschlichkeit die Herzen (und andere Organe) zueinanderfinden.

Rudolf Neumann, Ahrensburg






Die weiße Bevölkerung hat nicht viel zu lachen, schon gar nicht in Südafrika

Zu: Wirklich ein „Genozid“? (Nr. 16)

Der laut obigem Artikel „angesehene südafrikanische Journalist Peter Bruce“ kam wegen der ungenauen zur Verfügung stehenden Daten zu dem Schluss, „dass die Häufigkeit der Farmermorde nicht höher anzusetzen sei als allgemeine Tötungsdelikte in den von Schwarzen bewohnten Vorstadt-Siedlungen oder in der für Gewaltkriminalität bekannten Innenstadt von Johannesburg“.

Nachdem laut der aktuellen Straftaten-Statistik für Deutschland die Zahl der Verbrechen im Jahr 2017 um fast zehn Prozent gesunken sein soll, bezweifle ich, dass eine offizielle statistische Erhebung der Farmermorde anders als schönfärberisch sein könnte, denn schließlich kann nicht sein, was nicht sein darf. Immerhin stellte die Bundesregierung laut Auswärtigem Amt 1,07 Milliarden Euro seit 1992 für die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit mit Südafrika zur Verfügung. Das „Steuervieh“ könnte sonst doch einmal zu murren anfangen, sollte sich herausstellen, dass die Apart­heid immer noch existiert, nur jetzt eben gegen Weiße. 

Bei der „Tatsache“, dass sich laut PAZ-Artikel die Agrarproduktion Südafrikas „seit 1994 geradezu explosionsartig vermehrte“, bin ich skeptisch. Die Grausamkeiten gegen Weiße wie auch Schwarze in Südafrika sind jedenfalls unvorstellbar für uns – noch –, man möge einmal selbst im Internet suchen. Aber wir haben uns ja schon an vieles Neue in den letzten Jahren gewöhnen müssen.

Aber was ist denn nun ein Genozid/Völkermord laut den Vereinten Nationen? Ein Völkermord liegt demnach nicht erst vor, wenn viele Tote dieser ethnischen, rassischen oder religiösen Gruppe zu beklagen sind. Auch bereits die „Verursachung von schwerem körperlichem oder seelischem Schaden an Mitgliedern der Gruppe“ sowie die „vorsätzliche Auferlegung von Lebensbedingungen für die Gruppe, die geeignet sind, ihre körperliche Zerstörung ganz oder teilweise herbeizuführen“ stellen einen Völkermord dar. Und negative Bedingungen für weiße Menschen müssen vorliegen. Wie sonst kann man es sich erklären, dass ihr Anteil an der Weltbevölkerung von 25 Prozent nach dem Zweiten Weltkrieg auf jetzt nur noch acht Prozent zurückgegangen ist (im Vergleich: schwarze Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg neun Prozent, jetzt 35 Prozent)?

Ich jedenfalls komme zu dem Schluss, dass hier vielleicht nicht nur ein Genozid an der südafrikanischen weißen Bevölkerung zur Debatte steht, sondern gegebenenfalls sogar an der gesamten weißen Erdbevölkerung. Und diese Prozentzahlen halte ich für realistisch, denn die schwindende Zahl an Weißen kann ich täglich selbst beobachten, auch auf Urlaubsreisen in „weiße“ Länder.

Wenn sich bestimmte Gruppen den Artenschutz zum Beispiel von Delfinen auf die Fahnen geschrieben haben, wo bleibt dann hier der Aufschrei? Da hört man wahrscheinlich nur Jubelgeschrei, dass „der zornige weiße Mann“ sowie seine Verwandtschaft in absehbarer Zeit in den ewigen Jagdgründen weilen. 

Irrerweise haben die, die sich am meisten freuen, dass Weiße immer weniger werden, oft selbst weiße Haut. Ich bezweifle allerdings sehr, dass die Welt besser ist ohne weiße Menschen. Und vor allem haben Weiße, wie alle anderen auch, „das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person“ (Artikel 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte). Aber bezüglich Weißen ist ein Messen mit zweierlei Maß völlig normal. Ein Beispiel hierfür ist der jüdische Ex-Harvard Professor Noel Ignatiev, der das Weißsein abschaffen möchte. Er kann das einfach so sagen. Stellen wir uns doch einmal ganz kurz vor, ein ach so „privilegierter“ Weißer würde sagen, er möchte das Schwarzsein abschaffen – er hätte nichts mehr zu lachen. 

Doris Richthammer, Neukirchen






Alles prallt zurück

Zu: Zeichen von Panik (Nr. 20)

Alles, was der Mensch an Gedanken, Worten und Taten in die Welt hinaussendet, kommt zu ihm zurück. Sendet er Gutes aus, erhält er Gutes, sendet er Böses aus, erhält er Böses. Das Geschoss der bösen Worte prallt auf den Schützen zurück, mit umso größerer Wucht je stärker die Stoßkraft des bösen Wortes war.

Deswegen können linke Genossen, einschließlich CDU/CSU, auf die AfD eindreschen, so viel wie sie wollen. Sie schaden sich nur selbst. Die AfD wird wachsen, ob das den linken Genossen passt oder nicht. Die Welt und das Streben der Menschen werden sich verändern, aber nicht nach den Vorstellungen des linken Estab­lishments.

Barbara Koerber, Gräfenberg