29.01.2022

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31.08.18 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 35-18 vom 31. August 2018

MELDUNGEN

Frau über Bord auf Kreuzfahrt

Zagreb/London – Eine über Bord gegangene britische Kreuzfahrttouristin ist in der kroatischen Adria von einem Schiff der Kriegsmarine gerettet worden. Die Frau hatte zehn Stunden im Wasser überlebt. Dass nach Vermiss­tenmeldungen auf Kreuzfahrtschiffen unverzüglich eine groß angelegte Suche eingeleitet wird, ist vor allem den Aktivitäten des 2006 auf Privatinitiative gegründeten Verbands „International Cruise Victims Association“ geschuldet. Die weitaus meisten der jährlich über 20 auf See verschwundenen Kreuzfahrturlauber werden jedoch trotz intensiver Suche nicht gefunden. Bei einer Untersuchung von insgesamt 315 derartigen Fällen seit 2000 wurde neben Suizid und Alkoholmissbrauch bei 30 Prozent der Fälle kein Anhaltspunkt gefunden.D.J.





Masern zurück in Europa

Genf– Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet im ersten Halbjahr 2018 bereits 41000 Ma­sernerkrankungen bei Kindern und Erwachsenen in Europa. 37 starben sogar an den Folgen der Krankheit. Bereits im vergangenen Jahr war mit 23927 erkrankten Menschen gegenüber 2016 (5273) ein dramatischer Anstieg zu verzeichnen. Die extrem ansteckende Viruserkrankung wird durch kleine Tröpfchen in der Luft übertragen. Mit 23000 rund die Hälfte aller Fälle von Masernerkrankungen ist in diesem Jahr in der Ukraine aufgetreten. Frankreich, Georgien, Griechenland, Italien, Russland und Serbien meldeten laut WHO-Bericht jeweils über 1000 Fälle, in Deutschland hingegen infizierten sich mit 387 weit weniger Menschen als im Vorjahreszeitraum (etwa 800) mit Masern. Die WHO forderte ihre 53 Mitgliedsstaaten auf, Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Krankheit zu treffen. Der beste Schutz sei eine Impfung. MRK





Das bunte Bild bekommt Risse

Genf– Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft durchzieht nach Informationen des „Spiegel“ ein tiefer, ethnisch definierter Graben. Danach habe sich die zuletzt glück­lose Mannschaft in zwei Gruppen, in Deutsche und Ausländer, geteilt. Die Ausländer, die sich selbst „Kanaken“ nennen, spotten über die Deutschen als „Kartoffeln“, während diese nicht mehr viel mit den „Kanaken“ zu tun haben wollen. Die DFB-Spitze reagierte zunächst einsilbig auf den Bericht, will sich aber bald mit dem Mannschaftsrat der Nationalelf zusammensetzen. Durch die immer zahlreicher werdende Mitgliedschaft von Spielern mit ausländischem Hintergrund war die Nationalmannschaft in der Vergangenheit als Musterbeispiel gelungener Integration und multikultureller Gemeinsamkeit gefeiert worden. Das Bild der Eintracht war zunächst durch einen gemeinsamen Auftritt des im Ruhrgebiet geborenen Spielers Mesut Özil mit dem türkischen Machthaber Recep Tayyip Erdogan erschüttert worden. Dort hatte Özil Erdogan als „seinen“ Präsidenten bezeichnet. Nach Protesten und dem miserablen Abschneiden der Nationalelf bei der Fußball-WM in Russland hatte Özil seinen Rücktritt erklärt, wobei er pauschal über „Rassismus“ in Deutschland geklagt hatte.  H.H.