26.01.2022

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31.08.18 / CDU und »Linke« / Bündnis bei Landratswahl schlägt Wellen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 35-18 vom 31. August 2018

CDU und »Linke«
Bündnis bei Landratswahl schlägt Wellen
Frank Bücker

Die kommenden Landtagswahlen in den fünf neuen Bundesländern könnten ganz neue Regierungskonstellationen wegen eines starken Abschneidens von Linkspartei oder AfD erzwingen. Der Landes- und Fraktionsvorsitzende der brandenburgischen CDU, Ingo Senftleben, hat bereits erklärt, „mit allen reden“ zu wollen, scheint aber vor allem ein Bündnis mit der Linkspartei im Auge zu haben. 

Die Neuwahl des Landrats im Kreis Ostprignitz-Ruppin könnte dazu ein Probelauf werden. CDU-Kandidat Egmont Hamelow will den bisherigen SPD-Landrat Ralf Reinhardt ablösen. Die Linkspartei will den Christdemokraten wählen. Die märkische SPD reagierte auf diesen Schritt ihres Koalitionspartners auf Landesebene mit Kritik. Dem entgegen wiegelt Mike Bischoff, SPD-Fraktionschef im Potsdamer Landtag, ab. Der Vorgang habe nur regionale Bedeutung. 

Das sehen die oppositionellen Grünen anders und erhoffen sich von dem Schritt in der Provinz eine weitere Erschütterung der rot-roten Landeskoalition. Ursula Nonnemacher – Co-Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag: „Das ist keine regionale Angelegenheit, sondern eine hochpolitische, und das wird das im Moment nicht gerade hervorragende Vertrauensverhältnis bestimmt nicht beflügeln.“ 

Tatsächlich könnte die CDU von der Wahl ihres Kandidaten nur einen kurzfristigen taktischen Erfolg einfahren, der zulasten ihrer langfristigen Aussichten auf Landes-, wenn nicht gar Bundesebene ginge. Kritiker fürchten Irritationen bei der CDU-Stammwählerschaft.