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31.08.18 / Bach am Lago Maggiore / Das Klassikfestival Settimane Musicali lockt Stars nach Ascona

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 35-18 vom 31. August 2018

Bach am Lago Maggiore
Das Klassikfestival Settimane Musicali lockt Stars nach Ascona

Zum 73. Mal finden im Spätsommer und Herbst die Settimane Musicali di Ascona am Schweizerischen Ufer des Lago Maggiore statt. Eröffnet werden sie am 6. September von  der Tonhalle Orchester Zürich unter der Leitung von Krystof Urbanski in der Kirche San Francesco von Locarno. Der Solist Daniel Müller-Schott spielt dabei Schumanns Konzert für Violoncello. Den Abschluss bildet Brahms zweite Sinfonie.

Programmatisch stehen die Festspiele aber ganz im Zeichen von Johann Sebastian Bach. Seit 2012 ist der Schweizer Pianist Francesco Piemontesi künstlerischer Leiter der Festspiele. Er selbst wird am 14. September einen Soloabend mit Werken von Bach und Schubert gestalten sowie am 24. September mit dem Kammerorchester Basel Mozarts Klavierkonzert KV 595 spielen. 

Ein wichtiger Beitrag des breitgefächerten Programms ist die stete Mitwirkung von Ensembles aus der Schweiz. „Es ist uns ein großes Anliegen, unseren Besuchern ein internationales Programm auf höchstem künstlerischen Niveau zu präsentieren und zugleich ein Abbild der schweizerischen Musiklandschaft zu ge­ben“, gab Piemontesi bekannt.

Dieses Jahr gastieren unter anderem der Blockflötist Maurice Steger, das Tonhalle Orchester Zürich und in zwei Konzerten das Orchestra della Svizzera italiana, mit dem die Settimane Musicali di Ascona eine langjährige Zu­sammenarbeit verbindet. Und mit Heinz Holliger tritt einer der wichtigsten lebenden Schweizer Komponisten in Ascona auf. 

Zu den weiteren hochkarätigen Solisten und Ensembles der diesjährigen Ausgabe zählen Augustin Hadelich, Arcadi Volodos, Mahan Esfahani, Renaud Capuçon, das Mahler Chamber Orchestra und das Amsterdam Baroque Orchestra unter Ton Koopman. 

Die traditionsreichen Settimane Musicali di Ascona wurden 1946 gegründet und haben sich zum bedeutendsten Festival klassischer Musik in der italienischen Schweiz entwickelt. Die Festwochen bilden einen Bezugspunkt für das ortsansässige Publikum, locken aber zugleich Besucher aus ganz Europa in die pittoreske Landschaft am Lago Maggiore. Als Spielstätten dienen die beeindruckenden Kirchen Collegio Papio von Ascona und San Francesco von Locarno, die eine exzellente Akustik besitzen.

Der in Berlin lebende Schweizer Piemontesi gilt als neuer Stern am Pianistenhimmel. Musikkritiker preisen seine technische Brillanz und die Kultiviertheit seiner pianistischen Interpretationen. In dieser Saison konzertierte er mit weltbekannten Klangkörpern wie dem National Symphony Orchestra Washington, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Boston Symphony Orchestra und der Accademia Nazionale di Santa Cecilia von Rom. Diesen Sommer war er auch zu Gast bei den BBC Proms in London, beim Mostly Mozart Festival des Lincoln Center in New York sowie bei den Salzburger Festspielen. 

Das hochkarätige Festival Settimane Musicali endet am 15. Ok­to­ber mit einer Aufführung von Verdis „Requiem“ in der Kirche San Francesco von Locarno. Programm und Tickets zu allen Veranstaltungen im Internet unter www.settimane-musicali.ch.tws