27.01.2022

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31.08.18 / Hochverehrte Luise / Ausstellung in Cranz zog viele Besucher an

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 35-18 vom 31. August 2018

Hochverehrte Luise
Ausstellung in Cranz zog viele Besucher an
Manfred E. Fritsche

Königin Luise von Preußen ist auch im heutigen Ostpreußen ein Begriff – sowohl im Königsberger Gebiet mit dem Samland als auch in dem südlichen Teil. Dies war im Seebad Cranz bei einer Ausstellungseröffnung des Kulturzentrums Ostpreußen Ellingen deutlich sichtbar.

Seit 2010 ist am Haus in der Beekstraße, in dem Königin Luise im Januar 1807 übernachtete, ein Relief angebracht, das an dieses Ereignis erinnert. 2011 wurde eine Nachbildung einer „Luisen“-Meilensäule der alten Poststraße aufgestellt, die auf die Flucht aus Königsberg über Cranz und die Kurische Nehrung nach Memel hinweist. Sechs Tafeln mit einem Ortsplan zeigen die Stationen in der Stadt, die im Zusammenhang mit der Königin stehen. Im Zentrum der Grünanlage steht eine Büste der Königin, die der Stadt von den deutschen Partnern aus dem Kreis Bad Doberan geschenkt wurde. An der Seepromenade befindet sich seit 2006 eine Trinkhalle mit dem Namen Luises, aus der Mineralwasser entnommen werden kann. Und nicht zuletzt gibt es das Hotel „Königin Luise“.

Sehr feierlich verlief die Eröffnung der Ausstellung über Königin Luise des Kulturzentrums Ostpreußen in Ellingen, die im Seebad Cranz stattfand. Diese Ausstellung enthält einen geschichtlichen Abriss mit 22 Tafeln über das Leben und Wirken der Königin in russischer und deutscher Sprache. Sie wurde in der Kuranow-Stadtbibliothek, dem ehemaligen Hospiz, im Rahmen einer größeren Veranstaltung zu Ehren von Königin Luise eröffnet. Die Feierstunde begann vor zahlreichen Gästen mit Tanzvorführungen und Erläuterungen aus der Lebensgeschichte vor dem Haus, in dem sie 1807 übernachtete.

Danach begaben sich die Besucher in die Bibliothek, in der Direktor des Kulturzentrums Ostpreußen in Ellingen, Wolfgang Freyberg, die Ausstellung der Stadt offiziell übergab.