26.01.2022

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14.09.18 / Semantik / Was »Flüchtlinge«, »Fremdarbeiter« und »Gastarbeiter« von »Migranten« unterscheidet

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 37-18 vom 14. September 2018

Semantik
Was »Flüchtlinge«, »Fremdarbeiter« und »Gastarbeiter« von »Migranten« unterscheidet
Ludwig von Bomhard

Einst sprach man, wie etwa Winston Churchill, von DPs oder „Displaced persons“ – auf Deutsch etwas wie „Zwangsausgesiedelte“. Als aus den Ostprovinzen des zusammenbrechenden Deutschen Reiches Zehntausende in das vom Krieg weniger hart getroffene Bayern einwanderten, nannte man sie „Flüchtlinge“. Sie waren Fremde, notgedrungen Habenichtse (wofür sie nichts konnten), kannten Ackerbau und Viehzucht (wie die Bayern), sprachen Deutsch (wie die Bayern), auch wenn sie etwas fremd klangen – und scheuten keine Arbeit (wie die Bayern). Dass sie Protestanten waren, muss­ten der Herrgott, die Jungfrau Maria und der hochwürdige Herr Pfarrer in Kauf nehmen. Die Einheimischen oder „Hiesigen“ nannten sie „Zuag’roaste“; sie suchten Arbeit – und fanden sie. 

Dann kamen Italiener – auch zu Zehntausenden – und suchten Arbeit. Sie radebrechten, sprachen alsbald brauchbar Deutsch mit einem Akzent, der Anlass zu allerhand Komik gab, sie waren willig und fleißig, bekreuzigten sich und gingen Sonntags in die Messe. 

Innerhalb von fünf oder zehn Jahren hatten sie Tausende von Espressomaschinen importiert, Eisstände, Cafés, Restaurants und Autowerkstätten eröffnet und importierten Obst, Olivenöl, Vespas, Lambrettas, bald auch Fiats, Lancias und Alfa Romeos – vor allem aber ihre Küche. Die „Zuag’roasten“ waren „Fremdarbeiter“ geworden, die sich niederließen und einordneten – der Schwerpunkt lag auf „Arbeit“ und auf „Ordnung“. 

Dann kamen die Spanier und Portugiesen, die auch Arbeit suchten und fanden, auch fleißig waren, sich auch bekreuzigten und oft (wie die Bayern) einen Herrgottswinkel für Christus oder die Heilige Jungfrau mit einem Strauß Blümchen einrichteten. 

Auch sie lernten Deutsch, arbeiteten viel auf dem Bau und in allen möglichen Werkstätten, importierten Obst, Wein und ihre Küche. Die „Fremdarbeiter“ waren „Gastarbeiter“ geworden, wurden zusehends häufiger eingebürgert und schick­ten ihre Kinder auf die Grundschule, alsbald auch in die Lehre oder – seltener – aufs Gymnasium.

Dann kamen Menschen aus dem Balkan – anfangs Fußballer, gefolgt von weiteren nach dem gleichen Prinzip: Arbeit, bessere Arbeit, Existenz, kleine Handwerksfirmen. Man wusste nicht recht, woran sie glaubten, aber das störte kaum. Sie waren Jugoslawen, heute spräche man von Slowenen und Kroaten. 

Der Weg war offen für die Griechen. Sie arbeiteten bei Mercedes, Audi und BMW und sparten Milliarden auf den deutschen Banken.

Ein Freund in München erzählte, wie ein Junge aus Kabylien (in Algerien) namens Ben Chedid mit 16 eingewandert war, in einer Werkstatt für Lastwagen gelernt und sich dann (mit Hilfe aus der Heimat) selbstständig gemacht und eine eigene Werkstatt eröffnet hatte. 

Fünf Jahre später besaß er mehrere, handelte auch mit Lastwagen und hatte „im Bled“ seine Frau gefunden; sein ältester Sohn ging auf die Grundschule. Dann hatte er seinen Namen von Ben Chedid auf Benschedl geändert – das war leichter für die Kinder. Musterhaft und ein Ausnahmefall, zugegeben – aber symptomatisch. So geht’s auch.

Es folgten weitere Tausende von Türken, die heute mancherorts die Mehrheitsbevölkerung stellen und nicht selten Parallelgesellschaften bilden.

Und dann begann der Strom der „Migranten“, der alle Dämme brach, bevor man sich bewusst wurde, was da geschah. „Migranten“ sprechen keine europäische Sprache, kennen keine europäischen Religionen, Gebräuche und Normen des Verhaltens. Sie sind zu einem kleinen Teil Menschen aus Syrien und derartigen Ländern, die Asyl suchen, überleben wollen und zumeist mit Weib und Kind kommen …

Die meisten kommen alleine, sind zwischen 16 und 35 Jahre alt und Analphabeten, die einem der im größten Teil Afrikas endemischen Stammeskriege entkommen wollen – von denen zu sprechen man tunlichst vermeidet. 

Es würden Jahre vergehen, bevor sie irgendwo in Westeuropa brauchbar angestellt und auch den bescheidensten Lebensunterhalt sichern können – was Frau Merkel übersehen hat oder nicht zugeben will. 

Abgesehen von der Unterstützung durch Hilfsorganisationen – die selbst von Spenden leben und zum Teil schleierhaft finanziert werden – und den sozialen Leistungen der europäischen Staaten, die für keines der Länder weiterhin erschwinglich sind oder von ihnen verlangt werden können, besteht für sie nicht die geringste Zukunft. 

Europa hat DPs, Flüchtlinge, Zugereiste, Fremdarbeiter, Gastarbeiter und Eingebürgerte miterlebt und verkraften können und kennt den Unterschied zwischen diesen Menschen, die Asyl suchen und Immigranten, die auf die Rahmtöpfe des friedvollen Europas zählen, das immer weniger Zeit, Mittel und Geduld für sie erübrigen kann. Und wieder andere sickern verschwiegen als Dschihadisten ein, um Terror zu säen; im Geheimdienst nennt man sie „Schläfer“ – in Frankreich gibt man gegenwärtig offiziell 400 bis 500 zu, die bereits im Lande sind – von ihrem Nachwuchs ganz zu schweigen.