28.01.2022

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28.09.18 / »Am Rande«

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 39-18 vom 28. September 2018

»Am Rande«
Hermann Paul Winter

Recep Tayyip Erdogan wird „am Rande“ seines Deutschlandbesuchs die Ditib-Zentralmoschee in Köln eröffnen. Wenn man weiß, welche Bedeutung Moscheen für den autoritären Herrscher haben, wird klar, dass nicht die Festlichkeiten in Köln, sondern die politischen Gespräche die Nebensache seines Besuchs sind.

Ursprünglich war von Erdogans Absicht, nach Köln zu reisen, keine Rede gewesen. Nur scheibchenweise wurde dies öffentlich. Hat Erdogan die Regierung über den wahren Grund seines Besuchs getäuscht? Hat die Regierung Merkel erneut Fakten verdreht? Dass der Bundesaußenminister die Wichtigkeit der politischen Gespräche mit Erdogan in auffälliger Weise betont, deutet auf Letzteres hin.

Von den 2700 Moscheen, die in Deutschland stehen, fallen vor allem die „Fatih-Moscheen“ ins Auge: „Fatih“ bedeutet „Eroberer“ und ist der Ehrenname des Christenschlächters Sultan Mehmet II. In Deutschland gibt es weit über 100 „Fatih“-Moscheen. Deren Funktion klärt das 1993 von der Islamischen Weltliga veröffentlichte Arbeitspapier, gemäß dem der Aufbau islamischer Zentren als Mittel der Islamisierung Europas gesehen werden. 

In Berlin wird dem Islamisten, der in seinem Land im großen Stil christliche Einrichtungen konfisziert, der rote Teppich ausgerollt, und er wird vom Bundespräsidenten mit einem Staatsbankett hofiert. Das Establishment hat wieder einmal seine Wahl getroffen!