28.01.2022

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28.09.18 / MELDUNGEN / ZUR PERSON

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 39-18 vom 28. September 2018

MELDUNGEN / ZUR PERSON

Keine Politik bei RB Leipzig

Leipzig – Der Trainer des Fußball-Erstligisten RB Leipzig, Ralf Rang­nick, will Politik aus dem Fußball heraushalten und sich nicht gegen die AfD stellen. Fußball könne vieles zusammenführen und müsse neutral bleiben. Eintracht Frankfurt, Werder Bremen und Hertha BSC hatten sich zuvor scharf gegen die AfD gewandt. Werders Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald sagte, es sei „nicht nur eine Frage von Politik, zu sagen, wo ich stehe“.  H.H.





USA sollen gegen Ungarn vorgehen

Brüssel – Der Chef der Liberalen und Demokraten im EU-Parlament, Guy Verhofstadt, hat die USA aufgefordert, hart gegen den EU-Partner Ungarn vorzugehen. Ungarns Regierung unterminiere die Nachkriegsordnung. Der Belgier bezog sich dabei ausdrücklich auf die Sanktionen Budapests gegen Einrichtungen des Multimilliardärs George Soros.  H.H.





Eine Riese auf dem Filmolymp

Er ist der Größte. Schon äußerlich ragt Florian Henckel von Donnersmarck aus der Masse he­raus. Der Filmregisseur misst 2,05 Meter, was eine gute Voraussetzung dafür ist, um beim Filmdreh alles im Blick zu haben. Das hat sich gleich bei seinem ersten Spielfilm ausgezahlt: 2007 wurde sein Stasi-Drama „Das Leben der Anderen“ mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film geadelt.

Seit diesem Erfolg gleich mit seinem ersten Kinofilm gilt der aus einem alten schlesischen Adelshaus stammende Donnersmarck auch als größte Hoffnung im deutschen Filmgeschäft. Zur Belohnung lud ihn Hollywood ein, im Jahr 2010 mit den Weltstars Angelina Jolie und Johnny Depp den Thriller „The Tourist“ zu drehen, der aber nur mäßig erfolgreich war. Doch jetzt hat der 45-Jährige erneut die Chance, den Film-Olymp zu erklimmen. Sein dritter Spielfilm „Werk ohne Autor“ wird wieder ins Nominierungsrennen um den nächsten Auslands-Oscar geschickt (siehe Seite 9). Er könnte damit Caroline Link folgen, die 1998 und 2003 Deutschland bei den Oscars vertrat.

Als Donnersmarck 2007 seinen Oscar gewann, half ihm auch seine internationale Vernetztheit, um bei den Akademiemitgliedern Werbung für sich und sein Werk zu machen. Der Mann ist ein Kosmopolit, besitzt als Angehöriger der österreichisch-deutschen Adelsfamilie Henckel von Donnersmarck die Staatsangehörigkeiten beider Länder, wuchs als Sohn des Malteserpräsidenten Leo-Ferdinand Graf Henckel von Donnersmarck in New York, Berlin, Frankfurt am Main und Brüssel auf, studierte in Sankt Petersburg sowie Oxford und lernte das Filmfach bei dem britischen Regie-Meister Sir Richard Attenborough („Gandhi“).

Im neuen Film hat sich Donnersmarck an einen Maler gewagt, dessen Werke zu den teuersten auf dem Kunstmarkt zählen: Gerhard Richter. Wenn zwei der Größten zusammenkommen, stellen sie alles andere in den Schatten.H. Tews