25.01.2022

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02.11.18 / Zeitzeugen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 44-18 vom 02. November 2018

Zeitzeugen

Ivan Krastev – Am 21. Februar schrieb der renommierte bulgarische Politologe in der Londoner Zeitung „The Guardian“: „Die EU ist immer noch nicht bereit, in einer Welt zu leben, die wieder von Geopolitik bestimmt wird. In einer Welt, in der die Völker und Regierungen wieder viel von Grenzen ... halten.“ Wenn Brüssel weiter in dieser Haltung verharre, werde der Balkan seinen eigenen Weg gehen – entweder im Verbund mit Russland beziehungsweise der Türkei oder mit China.

Shen Jinlong – Im Januar 2017 avancierte der Vizeadmiral zum Oberkommandierenden der Marine der Volksrepublik China. Diese verfügt derzeit über einen Flugzeugträger, 125 Zerstörer, Fre­gat­ten und Korvetten, 109 Ra­ke­ten­schnell­boote, 68 amphibische Schif­­fe, 42 Minenschiffe, 68 U-Boo­te, 232 Hilfsschiffe sowie rund 730 Ma­rineflugzeuge und -hubschrauber. Der Personalbestand beträgt zirka 255000 Mann.

Bojko Borissow – Mit Blick auf die Vorwürfe aus Brüssel, Peking versuche mit seinem wirtschaftlichen Engagement in Südosteuropa die EU zu destabilisieren, entgegnete der bulgarische Ministerpräsident und Vorsitzende der konservativen Partei GERB, die Zusammenarbeit der Balkanländer mit China habe „das Ziel, Europa zu stärken, und nicht zu spalten“. 

Fotis Provatas – Danach gefragt, ob Athen mittlerweile über Gebühr in das Fahrwasser Pekings geraten sei, antwortete der Präsident der Chinesisch-Griechischen Kammer für Wirtschaftliche Zusammenarbeit im Interview mit der „Neuen Zürcher Zeitung“: „Da ist viel Heuchelei im Spiel … Griechenland hätte nur allzu gerne französische oder deutsche Investoren willkommen geheißen – nur kamen die nicht.“

Li Keqiang – Auf Initiative Pekings finden seit 2012 jährliche Gipfeltreffen zwischen chinesischen Regierungsvertretern und den Staatschefs einiger ost- und südosteuro-päischer Länder statt. Auf der letzten dieser sogenannten 16+1-Konferenzen im Juli 2018 sagte der chinesische Ministerpräsident, sein Land sei an einer „offenen und prosperierenden EU“ interessiert. Vier Jahre zuvor hatte er Griechenland als „Tor Chinas nach Europa“ bezeichnet.