26.01.2022

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09.11.18 / Aus den Heimatkreisen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 45-18 vom 09. November 2018

Aus den Heimatkreisen

LÖTZEN

Dieter Arno Milewski, Am Forstgarten 16, 49214 Bad Rothenfelde, Telefon (05424) 4553, Fax (05424) 399139, E-Mail: dieter.arno.milewski@osnanet.de. Geschäftsstelle: Ute Eichler, Bilenbarg 69, 22397 Hamburg, Telefon (040) 6083003, E-Mail: KGL.Archiv@gmx.de

Neumünster – Sonnabend, 17. November, 15.30 Uhr, Lötzener Museum, Sudetenlandstraße 18H (Böcklersiedlung): Vortrag „Ostpreußen kriminell – Vom Wilddieb bis zur Giftmörderin“. Ute Eichler stellt anhand von Beispielen Nachdenkliches und Unterhaltsames aus zum Teil gar nicht so ferner Zeit vor. Der Eintritt ist frei.

Das Museum ist ab 10 Uhr geöffnet und bietet die letzte Gelegenheit, die Werke der Ausstellung „Die Elche sind da!“ – Ostpreußens Wappentier in Werken der Bildenden Kunst, der Souvenir- und Spielzeugherstellung – zu sehen. Alle Exponate werden Ende November den Leihgebern, in der Mehrzahl an das Ostpreußische Landesmuseum Lüneburg, zurückgegeben. Mit dieser Veranstaltung endet die Lötzener Museumssaison 2018.


NEIDENBURG

Kreisvertreter: Ulrich Pokraka, An der Friedenseiche 44, 59597 Erwitte, Telefon (02943) 3214, Fax -980276, E-Mail: u-pokraka@t-online.de. Stellvertreter: Frank Jork, Oberbörry 18, 31860 Emmerthal - Börry, Telefon (0171) 7086334.

Hinflug am 24. Juni 2019 um 9.40 Uhr, Rückflug am 1. Juli um 12 Uhr. Feier zum 25-jährigen Bestehen des Vereines der Deutschen Minderheit in Neidenburg am 29. Juni 2019. Die Flugzeit beträgt rund zwei Stunden. Ein Vorteil gegenüber einer Busreise ist das Einsparen der Übernachtungen auf der Hin- und Rückfahrt. Die Unterkunft in Ostpreußen wird im Hotel Gawra in Wikno sein, das mitten im Wald liegt, direkt am Omulefsee, es ist rund zwölf Kilometer von Neidenburg entfernt. Das Einzelzimmer mit Frühstück kostet 34,71 Euro pro Person und Nacht, das Doppelzimmer mit Frühstück kostet 28 Euro pro Person und Nacht. Es wird ein warmes Abendessen gegen Aufpreis angeboten. Im Internet ist das Hotel unter www.osrodekgawra.pl zu besichtigen.

Der Bustransfer in Polen muss noch organisiert werden. Unser Gedanke ist, drei Kleinbusse zu mieten, die dann für weitere, verschiedene Unternehmungen zur Verfügung stehen. Für besondere Fälle stehen auch ein paar PKW zur Verfügung. Für Unternehmungen in Ostpreußen werden Angebote ausgearbeitet, bei denen dann besondere Wünsche Berücksichtigung finden können.

In Summe wird die Reise rund 750 Euro pro Person kosten. Da wir die Flüge und das Hotel buchen müssen, können weitere Interessenten nur kurzfristig berücksichtigt werden.U. Pokraka


ORTELSBURG

Kreisvertreter: Dieter Chilla, Bussardweg 11, 48565 Steinfurt, Telefon (02552) 3895, E-Mail: kontakt@kreisgemeinschaft-ortelsburg.de. Stellvertretender Vorsitzender: Marc Plessa, Hochstraße 1, 56357 Hainau. Geschäftsführerin: Karola Kalinski, Meisenstraße 13, 45698 Gladbeck. Internet: www.kreisgemeinschaft-ortelsburg.de

Gut besucht war das Kulturzentrum der Patenstadt Herne beim 70-jährigen Jubiläum der Kreisgemeinschaft Ortelsburg. In seiner Begrüßung wies der Kreisvorsitzende Dieter Chilla auf die Veränderungen in der Kreisgemeinschaft während der letzten Jahrzehnte hin: Aus einer Notgemeinschaft ist eine Kulturgemeinschaft mit dem Ziel deutsch-polnischer Völkerverständigung geworden. 

Oberbürgermeister Frank Dudda nahm den Ball auf und verwies auf die zahlreichen Verflechtungen zwischen den Menschen aus dem ehemaligen Ostpreußen und der Revierstadt: Die Jahresendgespräche mit den Kreisvertretern machen ihm immer wieder deutlich, welche wichtige Rolle die Menschen aus Masuren und deren Nachkommen für Herne haben. Festredner Wolfgang Kessler, ehemaliger Direktor der Martin-Opitz-Bibliothek, kennt die Arbeit der Ortelsburger aus jahrzehntelanger Zusammenarbeit: „Die Kreisgemeinschaft Ortelsburg zählt zu den aktivsten Kreisgemeinschaften des ehemaligen Ostpreußens. Das liegt vor allem daran, dass sie ein hervorragend geführtes Archiv besitzt, das Anlaufstelle für zahlreiche Familienforscher, aber auch Wissenschaftler ist.“ Vor allem, so der Historiker, hat ihr Vorstand sich nicht zu einseitigen politischen Stellungnahmen verleiten lassen. 

Stimmungsvolle musikalische Umrahmung erhielt die Feier durch Darbietungen des Resser Posaunenchor unter Leitung von Alexander Ribbat. Vor allem die älteren Teilnehmer reagierten gerührt, als die heimliche ostpreußische Hymne „Ännchen von Tharau“ von der Sopranistin Petra Simiatowski vorgetragen wurde, am Klavier von Rüdiger Korte begleitet. 

Begonnen hatten die Feierlichkeiten zwei Tage vorher in der Martin-Opitz-Bibliothek mit einem Vortrag von Christopher Spatz zum Schicksal von Tausenden „Wolfskindern“, die nach dem Zweiten Weltkrieg ohne Hilfe Erwachsener in Ostpreußen und Litauen um ihr Überleben kämpfen mussten.D.C.


TILSIT–STADT

Stadtvertreter: Erwin Feige, Am Karbel 52, 09116 Chemnitz, Telefon (0371) 3363748. Geschäftsführer: Manfred Urbschat, E-Mail: info@tilsit-stadt.de

Als zweiter Vorsitzender der Stadtgemeinschaft Tilsit nahm Siegfried Dannath-Grabs am 20. Oktober am Deutsch-Russischen Forum in Insterburg teil. Das vielbeachtete Treffen stand unter der Losung „Zukunft braucht Vergangenheit“. Neben außerordentlich interessanten Vorträgen von russischen und deutschen Referenten erfolgte auch eine Ehrung für zwei russische Teilnehmer, deren Verdienste die intensive, freundschaftliche verbindende Beziehung alter und neuer Bewohner Ostpeußens beinhaltete.

Er wurde vom Vorstand der Stadtgemeinschaft Tilsit beauftragt, das 9. Deutsch-Russische Forum zu nutzen, um die verdienstvolle Direktorin des Stadtmuseums Tilsit mit der Ehrenmedaille auszuzeichnen. Entsprechend der Tagesordnung war für die Auszeichnung der Vormittag geplant. Da aber der große Blumenstrauß zu spät kam, musste die Ehrung auf den Nachmittag verschoben werden. Dannath-Grabs sprach die Laudatio, und Brigitte Stramm heftete Angelika Spiljowa die Medaille an. Viele Teilnehmer kamen nach vorn, um die Auszeichnung aus nächster Nähe fotografieren zu können. Die gut gestaltete Urkunde wurde mit Bewunderung aufgenommen. Für diesen herausragenden Moment der Auszeichnung gab es viel Beifall und Zustimmung. Der Beifall galt aber auch der Standhaftigkeit von Angelika Spiljowa in diesem Jahr. S. Dannath-Grabs 


TILSIT-RAGNIT

Kreisvertreter: Dieter Neukamm, Am Rosenbaum 48, 51570 Windeck, Telefon (02243) 2999, Fax (02243) 844199. Geschäftsstelle: Winfried Knocks, Varenhorst-straße 17, 49584 Fürstenau, Telefon (05901) 2309, E-Mail: WinfriedKnocks@aol.com

Edith Matthies wandte sich mit einer Frage an mich. Ich bin die Kirchspiel-Vertreterin für Altenkirch/ Budwethen, Kreis Tilsit-Ragnit.

Die Familie hatte es bei Kriegs-ende 1945 nicht geschafft, aus Nord-Ostpreußen herauszukommen. Nach dem Tod ihrer Mutter war Edith Matthies als Kind in den Kinderhäusern in Schloßberg (Pillkallen) [Dobrowolsk] und Altenkirch [Malomozajskoe] untergebracht. Bereits im Jahr 1994 nahm sie an einer Rundreise durch Nord-Ostpreußen teil, unter der Leitung von Christa Pfeiler-Iwohn. Diese war ebenfalls als Kind in einem Heim in Nord-Ostpreußen gewesen. Eine Gruppe mit dem gleichen Schicksal ging auf Spurensuche und suchte die ehemaligen Kinderhäuser auf.

Nach dem Kriegsende 1945 gab es viele Waisenkinder in Nord-Ostpreußen. Die sowjetische Verwaltung richtete Kinderheime ein. Es gab zunächst kein russisches Personal, das für die Aufgaben als Erzieher, pädagogische Leiter und Direktoren ausgebildet war. So waren bis 1947 viele deutsche Fachkräfte in den Kinderhäusern tätig. Auch geeignete Räumlichkeiten und Einrichtungen fehlten. Die hygienischen Zustände waren oft äußerst unbefriedigend. Am meisten beklagt wurde, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Rationen an Lebensmitteln nicht bei den Kindern ankamen. Verwaltungspersonal und Küchenkräfte bereicherten sich auf Kosten der Kinder.

Nach siebzig Jahren sind die Ehemaligen, die in der Zeit nach Kriegsende im Kinderheim Altenkirch gelebt haben, in alle Himmelsrichtungen zerstreut, wenn sie noch leben. Edith Matthies möchte gerne Kontakt mit Ehemaligen aufnehmen.

Ihre Anschrift: Edith Matthies, Elzenbergstraße 7a, 08371 Glauchau, Telefon (03763) 711857.

Gunhild Krink