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30.11.18 / Arabische Welt in Aufruhr / 2011: Rebellion in Tunesien weitete sich bis nach Ägypten aus

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 48-18 vom 30. November 2018

Arabische Welt in Aufruhr
2011: Rebellion in Tunesien weitete sich bis nach Ägypten aus

Am 17. Dezember 2010 brachen in Tunesien landesweite Massenunruhen aus, die einen Domino-Effekt aus­lösten und weite Teile der arabischen Welt in Aufruhr versetzten. So auch Ägypten, wo die Proteste am 25. Januar 2011 begannen. Sie richteten sich vor allem gegen den seit 1981 amtierenden Langzeit-Präsidenten Muhammad Husni Mubarak. Der wiederum klammerte sich zunächst verbissen an die Macht und setzte unter anderem Provokateure ein, die Vorwände für die gewaltsame Niederschlagung der „Revolution“ liefern sollten.

Das zeigte jedoch kaum Wirkung. Deshalb sorgte Mubarak schließlich am 29. Januar für die Freilassung von mindestens 4000 inhaftierten Verbrechern. Hierdurch entstand in Ägypten ein gewaltiges Chaos, das über 800 Todesopfer forderte. Die kriminellen Horden terrorisierten die Anti-Mubarak-Demonstranten. Daneben plünderten und randalierten sie, ohne dass die Polizei eingriff.

Davon betroffen war auch das weltberühmte Ägyptische Museum in Kairo. Dort wurden der Souvenir-Shop sowie die Kasse aufgebrochen und darüber hinaus 54 wertvolle Exponate aus der Pharaonen-Zeit gestohlen, darunter zwei vergoldete Objekte aus dem Grabschatz des Tutanchamun und Statuetten von Echnaton und Nofretete. Das erinnert an die Vorfälle im Irak nach dem Sturz des Diktators Saddam Hussein im Jahre 2003, als „wütende Demonstranten“ das Nationalmuseum in Bagdad ausraubten.

Unter Mubaraks Nachfolgern Mohammed Mursi Isa al-Ayyat  und Abd al-Fattah as-Sisi wurden weitere, diesmal formelle Am­nestien verkündet – so beispielsweise 2012 und 2015.

Es gilt mittlerweile als erwiesen, dass sich viele Ägypter ab 2015 als Syrer ausgaben und in Deutschland oder anderswo in der Europäischen Union Asyl beantragten. In diversen Einzelfällen konnten das die Bundespolizei beziehungsweise das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auch konkret belegen. Wie viele der angeblichen Syrer dabei tatsächlich ägyptische Verbrecher sind, die 2011 und danach freikamen, wird wohl nie bekannt werden.W.K.