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07.12.18 / Fabritius bleibt BdV-Chef / Neues Präsidium macht »Vielfalt des Gesamtverbandes« deutlich

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 49-18 vom 07. Dezember 2018

Fabritius bleibt BdV-Chef
Neues Präsidium macht »Vielfalt des Gesamtverbandes« deutlich

Der Bund der Vertriebenen hat auf seiner Bundesversammlung seinen Präsidenten Bernd Fabritius mit 96,6 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Zu Vizepräsidenten wurden Stephan Grigat, Renate Holznagel, Christian Knauer, Stephan Mayer, Siegbert Ortmann und Albrecht Schläger gewählt. Zu weiteren Präsidialmitgliedern wurden Raimund Haser, Milan Horácek, Egon Primas, Stephan Rauhut, Brunhilde Reitmeier-Zwick und Johann Thießen gewählt. Die Präsidentin des Frauenverbandes im BdV, Maria Werthan, und der Präsident des Bauernverbandes der Vertriebenen, Christian Walter, gehören kraft Amtes dem Präsidium an. Aus der Zusammensetzung des Präsidiums werde die Vielfalt des Gesamtverbandes sowie dessen breites Aufgabenspektrum deutlich, teilte die BdV-Spitze mit. Erinnerungs- und Verantwortungstransfer seien innerverbandlich bereits gelungen.

Fabritius, der auch Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten ist, ging in seinem Arbeitsbericht auf aktuelle vertriebenen- und aussiedlerpolitische Themen ein. Er betonte, dass er die in diesem Jahr angestoßene Zukunftsdiskussion konstruktiv und unter Einbeziehung sämtlicher Mitgliedsverbände weiter führen wolle. Die hohe Altersarmut bei Spätaussiedlern bezeichnete Fabritius als „soziale Ungerechtigkeit“ und mahnte Lösungen an. Außerdem ging er auf den Stellenwert des partizipativen Ansatzes in der Kulturarbeit nach Paragraf 96 des Bundesvertriebenengesetzes ein.

Vor der Veranstaltung fand die Verleihung der Ehrenplakette des BdV an den ehemaligen Beauftragten der evangelischen Kirche für Fragen der Spätaussiedler und Heimatvertriebenen, Helge Klassohn, statt. Er habe durch die Vermittlung zwischen den Perspektiven, durch das Hochhalten des Versöhnungsgedankens und durch seinen Glauben an die Freundschaft benachbarter Völker „erheblich dazu beigetragen, dass Heimatvertriebene und Spätaussiedler ihren Frieden mit sich selbst machen konnten“, würdigte Fabritius den Geehrten.PAZ