21.04.2024

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
21.12.18 / Bethlehem: Heute eine mehrheitlich muslimische Stadt / In der Geburtsstadt Jesu regieren die korrupte Autonomiebehörde und die palästinensische Mafia

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 51/52-18 vom 21. Dezember 2018

Bethlehem: Heute eine mehrheitlich muslimische Stadt
In der Geburtsstadt Jesu regieren die korrupte Autonomiebehörde und die palästinensische Mafia
Bodo Bost

Die Geburtsstadt Jesu, Bethlehem, wo einst den Hirten die Botschaft des Friedens auf Erden verkündet wurde, ist ein Beispiel für die in den letzten Jahrzehnten zunehmende Verfolgung von Christen im Nahen Osten. Im Jahre 2002 hatten erstmals palästinensische Terroristen sogar die Geburtskirche in Bethlehem wo- chenlang besetzt und aus ihr einen Ort des Krieges gegen israelische Soldaten gemacht. Während dieser Zeit wurde die Weihnachtskirche entehrt und fast das gesamte Mobiliar zertrümmert.

Bis zur Übernahme der Stadt durch die palästinensische Autonomiebehörde im Jahre 1995 hatte Bethlehem eine christliche Bevölkerungsmehrheit. Heute sind es gerade noch 15 Prozent Christen, die nach jahrelangen Schikanen durch die Arafat-Verwaltung in der Stadt verblieben sind. Statistiken sind jedoch mit Vorsicht zu genießen in einer Region, wo Bevölkerungsstatistiken als Grundlage politischer Forderungen gelten.

Auch wenn die Besetzung der Geburtskirche nur wenige Wochen dauerte, war sie so etwas wie ein Fanal. Die Israelis begannen kurze Zeit später mit dem Bau des Schutzwalls an den Außenmauern Bethlehems. Damit haben sie sich zurückgezogen und die Christen in der Stadt dem Willen der Muslime und der korrupten palästinensischen Autonomiebehörde überlassen, für die Christen nur noch interessant sind, solange sie Geld bringen. Mittlerweile ist Bethlehem eine mehrheitlich muslimische Stadt.

Mit ihrer schwindenden Zahl nimmt der Druck auf die Zurückgebliebenen zu. Das spüren auch die verbliebenen Priester wie Franziskanerpater Rami Asakrieh von der altehrwürdigen Kirche der heiligen Katharina in der Nähe der Geburtskirche. Er beklagte sich gegenüber dem vatikanischen Pressedienst Fides über die palästinensische Mafia, die zunehmend stärker werde. „Die junge Generation hört in den Moscheen, dass Christen Kreuzfahrer seien, Trinker, Atheisten und Verräter an der palästinensischen Sache“, sagt ein anderer Priester, der nicht namentlich genannt werden will. Zwischen palästinensischen und westlichen Christen werde, im Unterschied zu früher, meist nicht mehr unterschieden. Die christliche Minderheit reagiert mit Auswanderung auf die Spannungen mit der muslimischen Mehrheits-Bevölkerung.

Einer der wenigen Christen, der es noch wagt, seinen Namen zu nennen, ist Samir Qumsieh, der in Bethlehem den christlichen TV-Sender Al-Mahed (Krippe) betrieb. Der Name des Senders war bewusst als Brückenschlag gegenüber dem Islam gedacht, denn bis zur Kreuzfahrerzeit gab es unter den Gewölben der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem einen muslimischen Wallfahrtsort zur „Mahd- Isa“, zur Krippe des islamischen Propheten Jesus, weil im Koran die Geburt Jesu in Jerusalem in der Nähe des Tempels lokalisiert wird. Mit dem Sender, der die Identität der Christen im Heiligen Land stärken sollte, hatte sich Qumsieh gegenüber der Palästinensischen Autonomiebehörde stets für seine Gemeinschaft stark gemacht. Er hat 250 Fälle von illegaler Landnahme dokumentiert. „Es gibt hier eine gefährliche Mafia, die es auf christlichen Landbesitz abgesehen hat und die mit gefälschten Papieren, Einschüchterung und Gewalt vorgeht, während die palästinensischen Sicherheitskräfte nur danebenstehen und zusehen“, sagte Qumsieh in einem Interview mit der österreichischen Zeitung „Die Presse“.

Bethlehem ist übrigens nicht nur die Geburtsstadt Jesu, der die Botschaft der Liebe in die Welt gebracht hat. Auch der radikal-

islamische  Hassprediger und Terrorist Abu Qatada, der die Botschaft des Religionshasses in die islamische Welt gebracht hat, ist hier geboren.