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21.12.18 / Gegenwind / Der Normalverbraucher zahlt die Veranstaltung

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 51/52-18 vom 21. Dezember 2018

Gegenwind
Der Normalverbraucher zahlt die Veranstaltung
Florian Stumfall

Der Weltklimagipfel von Kattowitz ist vorüber und es ist, als wäre er nie gewesen. Es ist wie bei allen anderen Weltklimagipfeln: Irgendwo treffen rund 20000 Menschen aufeinander, was einen Erfolg zuverlässig verhindert, und reden darüber, was sie bei ihrer letzten Konferenz vereinbart haben. Beim zurückliegenden Fall Kattowitz überlegte man sich, was man mit den drei Jahre alten Beschlüssen von Paris anfangen könne. Die Dringlichkeit des Themas Klima scheint, vielen gegenteiligen Warnungen zum Trotz, viel Zeit zu haben. 

Wie bei anderen derartigen Konferenzen auch ging es in Kattowitz ebenfalls fast ausschließlich um das Kohlendioxid, das als Grund allen Übels beschrieben wird, wenn es um das Erdklima geht. Man spricht von Folgen wie dem Treibhauseffekt und nutzt gerne den Begriff „Schadgas“. Doch bereits hier regen sich Zweifel. 

Der Begriff „Schadgas“ erscheint nämlich völlig unangebracht, wenn man bedenkt, dass es auf diesem Planeten ohne Kohlendioxid kein Leben im heutigen Sinne gäbe. Das Gas ist notwendig für die Photosynthese, mittels derer pflanzliche Zellen, beginnend bei manchen Bakterien über Algen bis hin zu den Laubbäumen, das Kohlendioxid der Luft mittels der Lichtenergie der Sonne in chemische Energie umwandeln, wobei Sauerstoff frei wird. Der gesamte Sauerstoff der Erde ist durch die Photosynthese entstanden. Ohne das Kohlendioxid hätte das nicht geschehen können. Von einem „Schadgas“ zu sprechen, ist daher irreführend. Denn ohne Kohlendioxid keine Photosynthese, ohne Photosynthese kein Sauerstoff, ohne Sauerstoff kein Leben. So viel zum Schadgas.

Wer jemals von Paracelsus gehört hat, wendet da ein, dass es die Menge sei, die das Gift ausmacht. Man sollte sich also die Mengenverteilung des Kohlendioxids einmal näher anschauen. Die Zahlen sind beeindruckend. In den Gesteinen dieses Globus sind 60 Millionen Gigatonnen Kohlendioxid gebunden. Das sind 60 Millionen mal eine Milliarden –eine Zahl mit 16 Nullen – Tonnen. In den Weltmeeren sind 38000 Gigatonnen Kohlendioxid gebunden und in der Atmosphäre befinden sich rund 800 Gigatonnen. Von diesen sind rund 30 bis 40 vom Menschen verursacht. Also spricht man in Kattowitz und anderswo von einem vergleichsweise mikroskopischen Wert. Dennoch gilt weithin die Hypothese, die zugrundegelegte Erderwärmung sei von den Menschen gemacht.

Doch es muss ja auch andere Gründe für einen Wandel des Klimas geben, denn solche Erscheinungen kennen wir aus Zeiten, die viele Jahrmillionen zurückliegen, in denen es noch keine Menschen gab. Mitteleuropa lag schon unter kilometerdickem Eis und es war einmal ein tropisches Meer. Da es aber damals keine Menschen gab, müssen andere Kräfte gewirkt haben, Kräfte, von denen man nicht annehmen darf, dass sie mit dem Auftauchen des homo sapiens ihre Wirksamkeit verloren hätten.

Die offiziellen Klimatheorien kennzeichnet eine auffällige Einschränkung. Als Begründung für eine Entwicklung in diesem Sinne gelten so gut wie ausschließlich das Kohlendioxid und einige andere Gase wie Methan. Dagegen ist vom Einfluss der Sonne meistens überhaupt keine Rede – wenn er nicht gar geleugnet wird –, nicht von der Sonnenaktivität, der wechselnden Entfernung der Erde von der Sonne oder der Ausrichtung der Erdachse. Doch es gibt Ausnahmefälle. Erst kürzlich hat die NASA von einem Sonnenflecken-Minimum berichtet und hinzugefügt, dass in solchen Fällen mit einer Kaltzeit zu rechnen sei. Allerdings ist diese Meldung bald aus den Medien verschwunden. 

Immerhin ist richtig, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen einer Erwärmung der Erde und dem Kohlendioxid. Der Publizist David Mittleton von dem weltweit am meisten beachteten Klima-Blog WUWT hat sich ausführlich mit Eisbohrkernen beschäftigt und dabei festgestellt: „Aufzeichnungen in Bohrkernen aus dem Pleistozän scheinen eine starke Korrelation zwischen dem Kohlendioxidgehalt und der Temperatur zu belegen; wobei jedoch die Änderungen des Kohlendioxidgehaltes etwa 800 Jahre nach Änderungen der Temperatur erfolgten.“ Das bedeutet, dass eine Erhöhung der Kohlendioxidkonzentration nicht die Ursache, sondern die Folge einer Erderwärmung ist, die dann natürlich andere Ursachen hätte. 

Es leuchtet ja auch ein: Eine Flüssigkeit kann umso mehr Gase binden, je kälter sie ist. Heizt also die Sonne die Meere auf, geben diese neben anderen Gasen Kohlendioxid ab und der Zusammenhang ist festgestellt.

Dazu braucht man keinen Treibhauseffekt. Dieser führt ohnehin ein privilegiertes Dasein, weil es unstatthaft ist, ihn auf Sinnhaftigkeit zu überprüfen. Aber lohnend ist es zweifellos. Denn zum einen widerspricht er dem zweiten Hauptsatz der Wärmelehre, wonach die Wärme immer in Richtung des kälteren Systems fließt und nicht umgekehrt. Daher kann eine oben liegende, kältere Luftschicht – denn die Atmosphäre wird nach oben immer kälter – eine darunter liegende, wärmere nicht aufheizen. 

Zum anderen weist der frühere Chefmeteorologe Wolfgang Thüne auf ein anderes Gesetz hin, das in diesem Zusammenhang relevant ist: „Der angebliche Treibhauseffekt steckt im totalen Widerspruch zum Newton’schen Abkühlungsgesetz, wonach sich kein Körper in einer kälteren Umgebung erwärmen kann.“ Logisch, möchte man meinen, und offenbar dennoch so schwer.

Denn man kann hören, dass zwischen 70 und 80 Prozent aller Meteorologen die vom Menschen verursachte Erderwärmung für real halten. Für viele reicht das als Argument.

Allerdings gibt es da noch andere geheime Zusammenhänge, und mit diesen verlassen wir die Naturwissenschaft und gelangen zur Psychologie. Denn mindestens 70 Prozent aller Meteorologen leben von öffentlichen Geldern, sei es in Universitäten, Forschungsinstituten oder Fernsehsendern. Wer da aus dem Gleichschritt fällt, tut sich keinen Gefallen. Anwärter gibt es mehr als Planstellen, und auf diese Weise herrscht Disziplin. Die Printmedien haben sich auch überwiegend dem allgemeinen Zug verschrieben, sodass hier entsprechend dasselbe gilt. Wer übrigbleibt, bekommt es mit Schmähungen wie „Klimaleugner“ oder „Verschwörungstheoretiker“ zu tun. Ein Unsinn, übrigens: Wie kann man ein Klima leugnen?

Im Hintergrund walten aber noch weitere Mächte, und um zu diesen zu gelangen, verlassen wir die Psychologie und wenden uns der Finanzwirtschaft zu. Es wird immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass im Sinne der Klimapolitik erhebliche Summen aufgewendet werden müssten, um Schäden in noch viel größeren Dimensionen zu vermeiden. Doch hier gilt die Regel: Wo Billionen bewegt werden, da werden Hunderte von Milliarden verdient. Allein der Schwindel mit dem Handel von Emissionsrechten war ein Jahrhundertdeal, ohne jede Wirkung übrigens. Al Gore kann das bezeugen.

Die Sache mit der Umwelt ist wahrscheinlich heute schon der größte Faktor in der Weltwirtschaft, wenn man seine ganzen Folgeerscheinungen dazu nimmt. Niemand kann mehr abspringen, sie hat eine Eigendynamik entwickelt, und Zusammenkünfte wie die in Kattowitz sind nichts anderes als Hochämter einer Ideologie der Finanzoptimierung an wenigen Adressen. Der Normalverbraucher nämlich zahlt die Veranstaltung, nicht nur die in Kattowitz.