16.04.2024

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21.12.18 / Einigung erzielt / Arbeiten auf dem Friedhof gehen weiter

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 51/52-18 vom 21. Dezember 2018

Einigung erzielt
Arbeiten auf dem Friedhof gehen weiter
Edyta Gladkowska

Die Bauarbeiten in der Allensteiner Bahnhofstraße [Partyzantów ul.] wurden eingestellt, als Arbeiter im Frühling auf Reste des evangelischen Friedhofs stießen. Der Umgang mit dem Friedhof löste einen Skandal aus (siehe PAZ Nr. 46/16. November). Im August beantragte der Verein „Swieta Warmia“ (Heiliges Ermland), den Friedhof ins Denkmalregister aufzunehmen. Allensteins Oberbürgermeister Piotr Grzymowicz verhandelte mit dem Verein und mit der evangelisch-augsburgischen Gemeinde in Allenstein über die Zukunft des Friedhofes. Nach drei Monaten wurde eine Vereinbarung über den evangelischen Friedhof getroffen. Die Bauarbeiten sollen wieder aufgenommen werden, aber der Friedhof und die dort begrabenen Personen sollen entsprechend gewürdigt werden.

Die Stadt hat alle Forderungen des Vereins und der evangelisch-augsburgischen Gemeinde akzeptiert und verpflichtet sich auch, eine Recherche im Archiv zu finanzieren, um Informationen über die auf dem Friedhof begrabenen Personen zu bekommen. Mit Beschaffung der Angaben über den Bestattungsort beschäftigt sich auch die Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit zusammen mit der evangelisch-augsburgischen Gemeinde in Allenstein. Es soll eine Internetseite in polnischer, englischer, deutscher und russischer Sprache entstehen, die die Geschichte des Friedhofs und die Biografien der dort Bestatteten darstellt. Es ist geplant, ein Mausoleum oder eine andere Art Erinnerungsstätte auf dem ehemaligen Friedhof zu bauen. Der Verein „Swieta Warmia“ soll den Antrag bei dem Woi-wodschaftsdenkmalpfleger auf Eintrag des Friedhofes ins Denkmalregister zurücknehmen.

Der Oberbürgermeister von Allenstein ist überzeugt, dass die Vereinbarung der beste Weg sei, um die Modernisierung der Bahnhofstraße abzuschließen. „Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, uns mit der evangelisch-augsburgischen Gemeinde in Allenstein und mit dem Verein ,Swieta Warmia‘ zu verständigen“, schrieb er auf seiner  Internetseite.