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21.12.18 / Ostpreußisches Landesmuseum im Januar

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 51/52-18 vom 21. Dezember 2018

Ostpreußisches Landesmuseum im Januar

Ausstellungen

Noch bis 10. März, Sonderausstellung: Johannes Niemeyer – Küsten und Städte. Bilder aus dem Baltikum. 

Eine Ausstellung in Kooperation mit der Galerie Wannsee Verlag, Berlin. Johannes Niemeyer (1889–1980) gehört zu den vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten der 20er bis 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts in Deutschland. Er war nicht nur ein hervorragender Maler, sondern auch Architekt, Bildhauer, Raumausstatter und Designer. Die überwiegend im Kriegsjahr 1943 entstandenen Pastelle, die Niemeyer im damals von deutschen Truppen besetzten Baltikum malte, handeln von Menschen, ihrer Arbeit am Meer, von Fischern und Häfen und den traditionsreichen Städten.

26. Januar bis 12. Mai, (Eröffnung: Freitag, 25. Januar, 18.30 Uhr, Eintritt frei) Kabinettausstellung: Als Kostbarkeiten empfunden – Aquarelle von Heinrich Bromm (1910–1941).

Der Königsberger Maler Heinrich Bromm war ein Ausnahmetalent. Viele Texte und seine Arbeiten belegen es. Besonders hervorgehoben wurden seine Aquarelle. Von diesen sind noch etwa 100 Blatt von der Familie Bromms 1945 aus Königsberg auf der Flucht gerettet worden. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl dieser souveränen Landschaftsschilderungen: Seine besondere Art, durch Formenvereinfachung und einzelne Details andererseits den Gesamteindruck der Landschaft hervorzuheben, ruft damals wie heute Erstaunen hervor. Bromm wuchs in Königsberg auf und studierte an der dortigen Kunstakademie. 1941 fiel er als Soldat in Russland.

Veranstaltungen

Die Veranstaltungen finden in der Regel – wenn nicht anders bezeichnet – im Foyer des Museums statt. 

Sonntag, 6. Januar, 14 Uhr, regulärer Museumseintritt zuzüglich 1,50 Euro: Öffentliche Sonntagsführung immer am ersten Sonntag im Monat (ohne Anmeldung). „Objekte erzählen Geschichte“, Anthea Hotopp stellt ihre Arbeit als Praktikantin in der Abteilung „Ostpreußen im Zweiten Weltkrieg“ vor. Anhand interessanter Exponate werden besondere Aspekte der Geschichte anschaulich gemacht.

Dienstag, 8. Januar, 19 Uhr, Eintritt: 6 Euro: Murer – Anatomie eines Prozesses. Ein Film von Christian Frosch (Luxemburg, Österreich 2018) in der Reihe „Nordöstliche Spuren im Kino“ im Programmkino SCALA, Apothekenstraße 17, 21335 Lüneburg. Einführung durch Professor Joachim Tauber, Nordost-Institut. Franz Murer war von 1941 bis 1943 in der Stadt Vilnius „für jüdische Angelegenheiten“ zuständig. In dieser Zeit sank die Zahl der einst 80000 Juden in der litauischen Stadt auf 600. Murer war einer der Hauptverantwortlichen für die brutale Ermordung der im Ghetto Vilnius internierten Juden. Erst durch eine juristische Intervention von Simon Wiesenthal landete der als „Schlächter von Vilnius“ bekannt gewordene Murer im Jahr 1962 vor Gericht. Trotz erdrückender Beweislage, wurde Franz Murer unter dem Beifall der Bevölkerung freigesprochen – einer der größten Justizskandale Österreichs.

Ausgehend von den originalen Gerichtsprotokollen erzählt Regisseur Christian Frosch in seinem filmischen Kammerspiel von diesem Skandal und beleuchtet die politischen Strategien, die hinter dem Urteil steck-ten. Veranstalter: SCALA Programmkino, Nordost-Institut (IKGN) und das Kulturreferat am Ostpreußischen Landesmuseum.

Dienstag, 15. Januar, 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr, regulärer Museumseintritt: 7 Euro, ermäßigt 

4 Euro, zuzüglich 3 Euro (inklusive Kaffee, Tee und Gebäck). In der Reihe Museum erleben: Bernstein – ein Stoff voller Überraschungen. Führung mit Chris-toph Hinkelmann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am OL. Bernstein ist fossiles Baumharz und mindestens eine Million Jahre alt. Seit Jahrtausenden nutzt es der Mensch für verschiedene Zwecke und da er sich seine Herkunft lange Zeit nicht erklären konnte, ranken sich eine Fülle von Legenden und Mythen um ihn. Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder per E-Mail: info@ol-lg.de

Mittwoch, 16. Januar, 

19.30 Uhr, Heinrich-Heine-Haus, Am Ochsenmarkt 1a, 21335 Lüneburg, Eintritt: 9 Euro, ermäßigt: 

7 Euro: „Gerade dadurch sind sie mir lieb“ – Theodor Fontanes Frauen. Gespräch und Lesung mit Christine von Brühl, Moderation: Gabriele Radecke. Kaum ein Autor hat so eindrückliche Frauenfiguren geschaffen wie Theodor Fontane. Oft verarbeitete Fontane seine realen Erfahrungen mit starken Frauen, zu denen seine Ehefrau Emilie und seine geliebte Tochter Martha gehörten, für seine Figuren. Christine von Brühl zeigt in faszinierenden Porträts die Welt der Frauen, die Fontanes Leben und sein Werk bevölkern.

Veranstalter: Literaturbüro Lüneburg und das Kulturreferat für Ostpreußen am Ostpreußischen Landesmuseum. Kartenreservierung unter Telefon (04131) 3093687.

Mittwoch, 23. Januar, 18.30 Uhr, Eintritt: 8 Euro: Ostpreußen Saga. Lesung mit der Bestsellerautorin Ulrike Renk. Ostpreußen in der Zwischenkriegszeit: Frederike verbringt eine glückliche und unbeschwerte Kindheit auf dem Gut ihres Stiefvaters in der Nähe von Graudenz. Bis sie eines Tages erfährt, dass ihr Erbe verloren gegangen ist. Diese Trilogie ist eine berührende und sehr erfolgreiche Familien-Saga, die auf wahren Begebenheiten beruht.

Eine Veranstaltung des Kulturreferats am Ostpreußischen Landesmuseum und der Buchhandlung „Lünebuch“. Kartenvorverkauf in der Buchhandlung am Markt „Lünebuch“ in Lüneburg und im Ostpreußischen Landesmuseum; Kartenreservierung unter Telefon (04131) 759950 oder per E-Mail: info@ol-lg.de.

Freitag, 25. Januar, 18.30 Uhr, Eintritt frei, Eröffnung der Kabinettausstellung: Als Kostbarkeiten empfunden – Aquarelle von Heinrich Bromm (1910–1941).


Ostpreußisches Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung, Heiligengeiststraße 38, 21335 Lüneburg