18.06.2024

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04.01.19 / Schilderstürmer / Hindenburgdamm soll umbenannt werden

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 01-19 vom 04. Januar 2019

Schilderstürmer
Hindenburgdamm soll umbenannt werden

In Sachen Straßenumbenennung sind Berlins regierenden Parteien SPD, Grüne und Linkspartei sehr aktiv. Wie die PAZ berichtete, will in Kreuzberg das grün dominierte Bezirksamt den linken Musiker Rio Reiser mit einer Platzbenennung auf dem Stadtplan sichtbar machen. 

Eine Anwohnerbefragung brachte kein eindeutiges Ergebnis. Nur 25 Prozent wollen den Mariannenplatz in Rio-Reiser-Platz umbenennen, ein rundes Drittel ist dafür, den Heinrichplatz umzubenennen. Ein Drittel will lieber ein Denkmal, und zwölf Prozent wollen Reiser gar nicht im Straßenbild haben. 

100 Jahre nachdem „linke Aktivisten“ in Berlin mit dem sogenannten Spartakus-Aufstand einen bewaffneten Bürgerkrieg anzettelten, will die Linkspartei in Steglitz-Zehlendorf den Hindenburgdamm umbenennen. Unterstützung findet sie dabei ausgerechnet bei der SPD. CDU und AfD sind jedoch dagegen. 

„Die Schuld der Katastrophe des Nationalsozialismus bei Hindenburg abzuladen, ist Geschichtsklitterung“, erklärte CDU-Fraktionschef Torsten Hippe. Als „beschämendes Aushängeschild für den Bezirk“ geißelt dagegen Hans-Walter Krause (Linkspartei) den Namen Hindenburgdamm. 

Laut dem Historiker Sebastian Haffner war Hindenburg die einzige Chance gewesen, welche die fragile Weimarer Republik überhaupt gehabt habe. Tatsächlich bekämpften NSDAP und KPD gemeinsam die Republik. Durch die Zwangsfusion von KPD und SPD entstand 1946 in der Sowjetzone die SED, die sich heute als Partei „Die Linke“ bezeichnet. F.B.