18.06.2024

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04.01.19 / Mit dem Fahrrad in Ostpreußen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 01-19 vom 04. Januar 2019

Mit dem Fahrrad in Ostpreußen

Kurische Nehrung/westliches Samland – Von Mitte bis Ende Mai ging es mit dem Rad von Memel über die Kurische Nehrung und durch das westliche Samland. Die Fahrradfahrer kamen aus Chile, Mexiko und Deutschland. Das Alter spielte keine Rolle, ein Fahrer war ein Königsberger,  Jahrgang 1935. 

Ein Reisebüro aus Würzburg hatte vorgebucht, die Visa, die Fähre von Kiel nach Memel und zurück. Die Bahnfahrt im direkten IC Bremen-Kiel und zurück wurde privat organisiert. 

Die Route verlief über Memel – Nidden – Cranz – Rauschen –Palmnicken – Pillau – Königsberg und über Cranz zurück nach Memel und betrug rund 400 Kilometer, verteilt auf zwölf Tage plus zwei Tage für die Fähre. 

Es war eine erlebnisreiche Tour, die Litauer und Russen sind sehr freundlich. Deutsche Sprachkenntnisse sind bei der Bevölkerung im nördlichen Ostpreußen ein wenig vorhanden, Englische Sprachkenntnisse nehmen zu, daher ist Russisch (bei der Reisegruppe rudimentär vorhanden) sehr nützlich. 

Zu essen gab es viel Fisch, den Radlern hat alles gut geschmeckt. Der Tourismus befindet sich im Wachstum, das ist eine Erkenntnis aus den Reisen zuvor. In Memel wird der Hafen stark ausgebaut, auch in Königsberg und an der Samlandküste wird viel gebaut.. Als naturverbundener Tourist erscheint es oft zu viel, zumal nicht alle Gebäude genutzt werden. Die Bahnfahrt von Königsberg nach Cranz verlief ganz ohne Schwierigkeiten. 

Unterwegs sieht man kein Grafitti, keine grölenden Gruppen, keine Asylanten, keine Bettler.  Und die Bus- und Autofahrer nehmen trotz starken Verkehrs auf Exoten wie Radfahrer Rücksicht. Eine schöne Reise, erlebnisreich und abenteuerlich und nicht zu teuer. Hinfahren!Manfred Kremp