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04.01.19 / »Heißzeit« im Hunsrück / Nachts steigen die Temperaturen in Rheinland-Pfalz. Aber nur in der Sauna. Tagsüber geht man zum Skifahren ins Mittelgebirge

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 01-19 vom 04. Januar 2019

»Heißzeit« im Hunsrück
Nachts steigen die Temperaturen in Rheinland-Pfalz. Aber nur in der Sauna. Tagsüber geht man zum Skifahren ins Mittelgebirge
Andreas Guballa

Wandern auf Traumschleifen, Skifahren am Erbeskopf oder Schlittschuhlaufen in der Eifel – Rheinland-Pfalz hat viele schöne Ausflugsziele, die auch an den kalten Tagen nach dem Jahreswechsel für sportliche Erlebnisse sorgen. 

Eine Schneegarantie kann man für den Hunsrück bereits seit einigen Jahren nicht mehr geben. Aber wenn es kräftig geschneit hat und kalt bleibt, dann ist Wintersport in der Region zwischen Mosel, Nahe, Saar und Rhein möglich. Dann kann man auch am höchsten Berg von Rheinland-Pfalz, dem 816 Meter hohe Erbes­kopf, auf bis zu drei Pisten alpin Skifahren. Eine Beschneiungsanlage sorgt bei kalten Temperaturen für gute Schneeverhältnisse. Schule und Verleih für Ski- und Snow­boardfahrer sowie Gastronomie sind ebenfalls vor Ort. 

Einige der Premium-Rundwanderwege im Hunsrück, die sogenannten Traumschleifen, können auch gut in der kalten Jahreszeit begangen werden. Diese Touren verfügen über ein leichteres Profil und kürzere Distanzen, die eine Wanderung auch im Winter – außer bei tiefstem Schnee und Glätte – ermöglichen. 

Durch die abwechslungsreiche Natur des Schwarzwälder Hochwaldes bei Reinsfeld führt die sieben Kilometer lange Traumschleife „Frau Holle“. Nach germanischem Volksglauben sind in den Spalten des mächtigen Felshanges bei Reinsfeld die Augen der Frau Holle zu sehen. 

Die acht Kilometer lange Traumschleife „LandZeitTour“ bei Morbach kann in zwei bis drei Stunden begangen werden. Die Burgruine Baldenau, einzige Wasserburg im Hunsrück, sowie die Kombination aus Natur, Skulpturen und Infotafeln, aus Ruhe-Inseln und kleinen Bächen machen diese Tour einzigartig. 

Die Traumschleife Burgstadt-Pfad ist mit sieben Kilometern eine Runde zum Entspannen südlich von Kastellaun. Über schmale Pfade und alte Postwege führt sie durch urwüchsige Wälder bis zu einem Seerosenteich und dem Kyrill-Sturmwurferlebnispfad. 

Auch im Winter hat ein Ausflug in die Eifel einen besonderen Reiz: Raureif schmückt an frostigen Tagen die Bäume, und Schnee bedeckt die Landschaft. Zahlreiche Veranstaltungen werden auch in der kalten Jahreszeit angeboten, von Fackelwanderungen über Schlittschuhlaufen, Sternenwanderungen und Touren mit Lamas bis zu einer Winterfahrt mit der Brohltalbahn. 

Im Nationalpark-Zentrum in Vogelsang gibt es Sonderführungen: Gleich am 6. Januar um 

14 Uhr geht es um das Thema „Tiere im Nationalpark-Zentrum“. Dem Thema „Wasser im Nationalpark-Zentrum“ widmet sich die Führung am 3. Februar um 

14 Uhr. Anschließend können die Besucher den geschichtsträchtigen Ort selbst erkunden. Wanderungen mit Lamas oder Alpakas finden in Simmerath-Paustenbach auch im Winter statt. So werden beispielsweise jeden Sonnabend und Sonntag von 13 bis 16 Uhr Gruppenwanderungen mit den friedlichen Tieren angeboten. Zur Stärkung gibt es für die Zweibeiner Glühwein und Kinderpunsch. 

Der Wassersportsee in Zülpich lädt bis zum 6. Januar zum Schlittschuhlaufen ein. Direkt am Ufer des Sees wurde eine 400 Quadratmeter große Eisbahn aufgebaut. Zudem besteht die Möglichkeit zum Eisstockschießen, was besonders für Gruppen interessant ist. Schlittschuhe können vor Ort ausgeliehen werden. 

Wer gerne sportlich unterwegs ist, kann sich noch für den härtesten Hindernislauf der Region anmelden: Am 26. Januar findet der Lauf „Winter Hell“ auf dem Nürburgring statt. Zwölf Kilometer, gespickt mit zahlreichen Hindernissen, müssen durchrobbt, erklettert oder übersprungen werden. Wem das zu anstrengend ist, der kann als Zuschauer die Sportler anfeuern oder sich im beheizten Innenbereich aufwärmen. 

Ein besonderes Erlebnis sind die Sternenwanderungen in der Astronomie-Werkstatt in Vogelsang. Dort können die Besucher mit Ferngläsern und Teleskopen der Sternwarte einen faszinierenden Blick in den Nachthimmel wagen, denn dieser bietet über dem Nationalpark Eifel ein einmaliges Naturerlebnis. Wenn das Wetter mitspielt, kann am 21. Ja­nuar sogar eine totale Mondfinsternis beobachtet werden. Weitere Sternenwanderungen gibt es  auch am 11., 12., 13., 25., 26. und 27. Januar. 

Der Rheinterrassenweg ist für Winterwanderungen besonders gut geeignet. Zum einen verläuft er größtenteils auf befestigten Wegen. Zum anderen bietet er bei klarem Wetter eine überwältigende Aussicht auf den Rhein, beispielsweise von der bekannten Weinlage „Roter Hang“ oberhalb Niersteins. Dank seiner Routenführung durch Deutschlands größtes Weinbaugebiet Rheinhessen wird der Rheinterrassenweg auch als „Genusswanderweg“ bezeichnet. Zudem verbindet er die beiden Kaiserdome in Mainz und Worms mit der gotischen Katharinenkirche in Op­penheim und vielen kleinen kulturellen Schätzen in den Weindörfern entlang der Strecke. Durch die Bahnverbindungen im Rheintal lassen sich die 75 Kilometer in Tagesetappen einteilen. 

Direkt am Lahnwanderweg liegt das Sauna-Paradies Wettenberg. Gäste haben die Wahl zwischen Lehmsauna, Stub’n Sauna, alpenländischem Brechelbad, Tiroler Sauna, Tecaldarium oder Griechisch-Römischem Dampfbad. Neu ist die Saunalandschaft „Mo­na Lisa“, die ausschließlich von Frauen genutzt wird. 

Vom weitläufigen Garten blickt man auf das Wahrzeichen der Region, die Burg Gleiberg. Jede Sauna ist aus ökologischen Baustoffen erbaut, was ein angenehmes Klima garantiert, und ist ein architektonisches Unikat. Zwischen den Saunagängen entspannt man im japanischen Garten oder im Teehaus. Das Wellness-Studio bietet Wohlfühl-Massagen und kosmetische Behandlungen an. Bei den regelmäßigen „Langen Saunanächten“ ist das Sauna-Paradies Wettenberg bis zwei Uhr nachts geöffnet. Dann herrscht „Heißzeit“ in Rheinland-Pfalz.


Infos: Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH, info@gastlandschaften.de, www.gastlandschaften.de