19.01.2022

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25.01.19 / Landsmannschaftliche Arbeit

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 04-19 vom 25. Januar 2019

Landsmannschaftliche Arbeit

BAYERN

Vorsitzender: Friedrich-Wilhelm Böld, Telefon (0821) 517826, Fax (0821) 3451425, Heilig-Grab-Gasse 3, 86150 Augsburg, E-Mail: info@low-bayern.de, Internet: www. low-bayern.de.

Ansbach – Sonnabend, 26. Januar, Gasthaus Sommerfrische, Oberhäuserstraße 38, 91522 Ansbach: traditionelles Grützwurstessen. Zur Unterhaltung werden wieder Geschichten und Spiele sowie Musik vorgetragen.

Hof – Anlässlich der Jahreshauptversammlung der Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen, Kreisgruppe Hof, ließ Vorsitzender Christian Joachim nach den Glückwünschen an die Geburtstagskinder des letzten Monats das vergangene Jahr Revue passieren. 

Nach der Neuwahl des Vorstandes im Januar 2018 fand im Februar das traditionelle „Grütz-wurstessen“ statt. Bei der Zusammenkunft im März wurde das fertiggestellte „Rollup“ vorgestellt, das eine Art „Markenzeichen“ der Gruppe darstellt und bei Veranstaltungen unterschiedlicher Art zum Einsatz kommen soll. Es folgten in den monatlichen Veranstaltungen die Vortragsthemen „Frische und Kurische Nehrung“, „Frisches und Kurisches Haff, „Frauenburg“ und „Majolika aus Cardinen“.

Außerdem fanden die themenbezogenen Veranstaltungen „Erntedank“, „Muttertag“ und „Weih-nachten in Ost- und Westpreußen“ statt, wobei die beiden letzteren im Wesentlichen durch die Volkstanzgruppe organisiert und gestaltet wurden. Joachim dankte an dieser Stelle herzlich Jutta Starosta und ihrer Gruppe für ihr Engagement.

Leider musste man Abschied von zwei Mitgliedern nehmen. Der verstorbene Landsmann 

Erich Kiuatra, 1924 im Kreis Heydekrug geboren, wird durch seine alljährliche Aufgabe, das Überreichen eines Ährenstraußes anlässlich der Erntedankfeier, in steter Erinnerung bleiben. Er verstarb am 22. Mai im Alter von 93 Jahren.

Erfreulich war der Eintritt von zwei neuen Mitgliedern, sodass der Mitgliederstand im vergangenen Jahr stabil blieb. Dies ist umso positiver, weil sich überall landsmannschaftliche Gruppen auflösen. Joachim lud die Schick-salsgefährten aus Pommern und Schlesien, deren Landsmannschaften vor Ort nicht mehr aktiv sind, ein, sich der Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen anzuschließen. Die Aufgabe der Gruppen wird es in der Zukunft sein, die Kultur der Heimat zu bewahren und anzumahnen, dass sich derartige Schicksalswege nicht mehr wiederholen.

Nach der Rückschau folgte ein Ausblick auf das Programm des kommenden Jahres. 2019 wird die LO-Gruppe Hof 70 Jahre alt. Dieses Jubiläum soll mit einer Veranstaltung im Museum „Bayerisches Vogtland“ gefeiert werden. 

Als Aufgaben für die Zukunft sieht der Vorsitzende auch das Bewahren des kulturellen Erbes Ost- und Westpreußens und die Pflege und Nutzung des historischen Fundus. Weiterhin gilt es, das allgemeine Bewusstsein für die europäische Landschaft Ost- und Westpreußen zu schärfen und die deutsche Volksgruppe in der alten Heimat beim Erhalt ihrer Identität zu unterstützen. Neben dem Stärken der Gemeinschaft der Ost- und Westpreußen vor Ort sollte auch die Entwicklung im heutigen Ost- und Westpreußen und die Verbreitung der deutschen Sprache dort gefördert werden. All dies wird umso wichtiger, weil die Erlebnisgeneration zwischenzeitlich abtritt. Deshalb gilt es auch andere Wege zu erschließen, neue, vor allem auch jüngere Mitglieder zu gewinnen und für die Zukunft auch einen Freundeskreis Ost- und Westpreußen aufzubauen, damit sich auch Interessierte ohne ost- und westpreußische Wurzeln gut aufgehoben fühlen.

Joachim dankte allen, die sich in die aktive Vereinsarbeit einbrachten. Die Gruppe könne durchaus stolz darauf sein, dass alles so harmonisch und gemeinschaftlich abläuft. Das ist nicht überall der Fall. Deshalb gilt: Ost- und Westpreußen ist nicht nur Heimat, sondern eine Region, ein Gebiet, das in der Entwicklung bis zum heutigen Europa wesentlich seinen Beitrag geleistet hat. Es hat viele Berühmtheiten wie Immanuel Kant, Johann Gottfried Herder, Herzog Albrecht von Brandenburg, Nikolaus Kopernikus und andere hervorgebracht. Aber auch Persönlichkeiten aus dem fränkischen Raum, die gerade durch das damalige weltoffene Verhalten in Ost- und Westpreußen Fuß fassen konnten, trugen maßgeblich zur Entwick-lung der deutschen und europäischen Kultur bei. 

Seinen Rechenschaftsbericht schloss Christian Joachim mit dem Dank an die Mitglieder für ihre Treue zur ost- und westpreußischen Familie und an seine Vorstandskollegen für die gute Zusammenarbeit und der Bitte, alle mögen als Multiplikatoren fungieren und neue Mitglieder werben.  

Anschließend folgten der Jahresbericht der Volkstanzgruppe von Jutta Starosta und der Kassenbericht von Elisabeth von Lossow. Kassenprüfer Gert Oehler bescheinigte der Kassiererin eine professionelle Kassenführung und dem Vorstand ein gewissenhaftes und sparsames Wirtschaften. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig.  

Die Gruppe trifft sich am Sonnabend, 9. Februar, 13 Uhr (!) zum Grützwurstessen in der Altdeutschen Bierstube in Hof. Gäste sind herzlich willkommen.

Weiden – Sonntag, 3. Februar, 14.30 Uhr, Café Mitte: Treffen.


HAMBURG

Erster Vorsitzender: Hartmut Klingbeutel, Haus der Heimat, Teilfeld 8, 20459 Hamburg, Tel.: (040) 444993, Mobiltelefon (0170) 3102815.  

Bergedorf – Freitag 25. Januar, 15 Uhr, Haus des Begleiters, Harderskamp 1: Neujahrsempfang der Frauengruppe, Berichte aus der Heimat und der Landsmannschaft Ostpreußen, Kaffee und Berliner. Anfragen an Gisela Harder, Telefon (040) 7373220. 

KREISGRUPPEN

Insterburg, Sensburg – Mittwoch, 6. Februar, 12 Uhr, Hotel Zum Zeppelin, Frohmestraße 123–125: Die Gruppe trifft sich zum Singen und einem kulturellen Programm. Kontakt: Manfred Samel, Friedrich-Ebert-Straße 69b, 22459 Hamburg. Telefon/Fax (040) 587585, E-Mail: manfred-samel@hamburg.de


HESSEN

Vorsitzender: Ulrich Bonk, Stellvertretender Vorsitzender: Gerhard Schröder, Engelmühlenweg 3, 64367 Mühltal, Telefon (06151) 148788 

Wetzlar – Montag, 11. Februar, 13 Uhr, Restaurant Grillstuben, Stoppelberger Hohl 128: Ostpreußischen Humor bietet der Buchautor Joachim Albrecht. Besucher sind eingeladen, selbst humoristische Beiträge zu bringen. Der Eintritt ist frei. Kontakt: Kuno Kutz, Telefon (06441) 770559.

Bericht – Die wichtigste Aufgabe der Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen in der Kreisgruppe Wetzlar ist die Pflege und das Weitertragen von Kultur und Bräuchen der Heimat. Das betonte der Vorsitzende Kuno Kutz (Hüttenberg-Volpertshausen) bei der Jahreshauptversammlung in den Wetzlarer Grillstuben. Die Mitglieder gehören zum Teil zu den rund zehn Millionen Deutschen, die während und nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat in den deutschen Gebieten östlich von Oder und Neiße verlassen mussten und in der Bundesrepublik Aufnahme fanden. Die Augenzeugen dieser Vertreibung werden immer weniger. Kutz nimmt aber ein steigendes Interesse bei Nachfahren der damaligen Geflüchteten und Vertriebenen wahr. Die Kreisgruppe finanziert sich vorwiegend aus Spenden oder aus Zuschüssen des Landesverbandes. 

2018 veränderte die Kreisgruppe den Zeitpunkt ihrer Treffen. Sie wurden von abends auf den Mittag verlegt, sodass viele die Möglichkeit nutzen, gemeinsam Mittag zu essen. Dadurch konnte die Zahl der Besucher stabilisiert werden. Durchschnittlich kommen nach Angaben von Kutz 

29 Teilnehmer zu den monatlichen Veranstaltungen. Auch eine Frauengruppe trifft sich mit Karla Weyland (Rauschenberg). 

Im vergangenen Jahr gab es zehn thematische Treffen, ein Grillfest und eine Weihnachtsfeier. Dieser Rhythmus soll auch 2019 beibehalten werden. 

Geplant sind folgende Themen: Am Montag, 11. Februar, um 

13 Uhr „Ostpreußischer Humor“ – Vortrag von Joachim Albrecht. Am 11. März, um 12 Uhr heißt das Thema „Was Essen zum Genuß macht“ – Gemeinsames Grütz-wurstessen. Karla Weyland stellt heimatliche Spezialitäten sowie Gebräuche beim Essen und Trinken vor. – „Unterwegs am Kurischen Haff“ heißt ein Lichtbildervortrag am 8. April, um 13 Uhr von Wolfgang Post. Am 13. Mai gibt es einen Vortrag zum Thema „Zwei erinnerungsreiche, beeindruckende Reisen 2018 in die Heimat“ von Karla Weyland. 

Der Landesvorsitzende Ulrich Bonk wird am 17. Juni zum Thema „Ein ungeklärter Mord im Jahre 1900 in Konitz / Westpreußen“ sprechen. – Am Sonnabend, 6. Juli, um 13 Uhr wird ein Grillfest im „Schützenhaus am Bobenhöllerwald“ in Nauborn gefeiert. – „Memelland – wo Deutschland sein Ende hat“ überschreibt Gerd-Helmut Schäfer am 9. September. „Die dumme Gans?“ nennt Karla Weyland am 14. Oktober ihren Vortrag. Mit einer Andacht zu Erntedank von Pfarrer Christian Silbernagel. – „Heimatlos“ heißt der Vortrag des Buchautors Christopher Spatz. – Am 1. Dezember trafen sich die Teilnehmer nachmittags um 15.30 Uhr zur Advents- und Weihnachtsfeier.

Kutz wies ferner darauf hin, dass der Landesverband Hessen am 30. März seine Landeskulturtagung in Wiesbaden-Naurod abhält. In den Sommerferien ist ein Ausflug in den Hessenpark nach Neu-Anspach geplant. Dort werden die Teilnehmer auch die Dauerausstellung „Flucht und Vertreibung“ besuchen. Die Fahrt kostet für Mitglieder 15, für Nichtmitglieder 20 Euro. Zudem wird für den 20. Oktober der Tag der Heimat mit Musik und Ansprachen im Bürgersaal in Büblingshausen geplant.Lothar Rühl


NIEDERSACHSEN

Vorsitzende: Dr. Barbara Loeffke, Alter Hessenweg 13, 21335 Lüneburg, Telefon (04131) 42684. Schriftführer und Schatzmeister: Hilde Pottschien, Volgerstraße 38, 21335 Lüneburg, Telefon (04131) 7684391. Bezirksgruppe Lüneburg: Heinz Kutzinski, Im Wiesengrund 15, 29574 Ebstorf, Telefon (05822) 5465. Bezirksgruppe Braunschweig: Fritz Folger, Sommerlust 26, 38118 Braunschweig, Telefon (0531) 2 509377. Bezirksgruppe Weser-Ems: Otto v. Below, Neuen Kamp 22, 49584 Fürstenau, Telefon (05901) 2968. 

Osnabrück – Dienstag, 5. Februar, 16.30 Uhr, Hotel Novum, Blumenhaller Weg 152, 49078 Osnabrück: Kegeln. 

Rinteln – Bei der im Januar stattgefundenen Jahreshauptversammlung der Rintelner Gruppe wurde auch ein neuer Vorstand gewählt, dem weiterhin als Vorsitzender Joachim Rebuschat und als Kassenführerin Ursula Niewelt-Riechert angehören. Neuer 2. Vorsitzender wurde Wolfram Wiemer, seinem Vorgänger Martin Rötter, der nicht mehr kandidieren konnte, wurde für seine jahrelange aktive Mitwirkung in der Gruppe gedankt. Desweiteren standen Termine und Themen für die monatlichen Treffen in 2019 auf dem Programm.


NORDRHEIN-WESTFALEN

Vorsitzender: Wilhelm Kreuer, Geschäftsstelle: Buchenring 21, 59929 Brilon, Tel. (02964) 1037, Fax (02964) 945459, E-Mail: Geschaeft@Ostpreussen-NRW.de, Internet: www.Ostpreussen-NRW.de

Bielefeld – „Liegt alles so weit zurück, Jugend und Heimatland“, so drückte es Agnes Miegel aus und so empfand es wohl auch unsere verehrte Waltraut Liedtke, geb. Steinke, die am 24. November verstorben ist. 

Geographisch liegt ihre Heimat sehr fern, in ihrem Denken und Handeln hat sie ihr Heimatdorf Kermuschienen, Kreis Darkehmen, nie verlassen. Das bewies sie in vielfältiger, langjähriger und verantwortungsvoller Tätigkeit auf Kreisebene in Bielefeld und auf Landesebene. 

Dafür erhielt sie 2006 die Landesehrung der Landsmannschaft Ostpreußen NRW. Besonders hervorzuheben sind die Gründung und langjährige Leitung des ostpreußischen Heimatliteraturkreises Bielefeld sowie des Arbeitskreises „Ostpreußisch Platt“ in Bielefeld und die Mitarbeit im überregionalen Arbeitskreis „Ostpreußisch Platt“ in Zusammenarbeit mit der Universität Kiel. Waltraut Liedtke war 30 Jahre lang Vorstandsmitglied, veröffentlichte vielfältige Publikationen und hielt Vorträge auf Landes- und Kreisebene in ostpreußischem Platt.

Ihre Heimatliebe und Verbundenheit drückte sich nicht nur in der Begeisterung für die niederdeutsche Sprache aus, sondern zeigt sich auch daran, dass Liedtke noch in ihrem 95. Lebensjahr zu den Heimattagen mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreiste. 

Neben ihrem großen und erfolgreichen Einsatz für die Landsmannschaft muss auch ihre  Freundlichkeit, ja Herzlichkeit erwähnt werden, mit der sie jedem begegnete. 

Wir nehmen Abschied von unserer hochgeschätzten Führungspersönlichkeit auf Landes- und Kreisebene. In Anerkennung und Dankbarkeit werden wir Waltraut Liedtke ein ehrendes Andenken bewahren. 

Editha Schreiber, Schriftführerin, im Namen der Landsmannschaften Ost- und Westpreußen, Ortsgruppe Bielefeld

Bonn – Dienstag, 5. Februar, 

18 Uhr, Haus am Rhein, Elsa-Brändström-Straße 74, Bonn-Beuel: Reisebericht Ostpreußen 2018 und die Zips, Referent ist Waldemar Moscicki.

Düren – Mittwoch, 6. Februar, 18 Uhr, Haus des deutschen Osten, Holzstraße 7a, 52349 Düren: lustiger Abend zum Karneval. Anfragen an Gerda Wornowski, Telefon (02421) 72776, E-Mail: gwornowski@gmail.com. Wer sich heimatlich verbunden fühlt, ist bei uns herzlich willkommen. Wir freuen uns auf neue Mitglieder und Gäs-te. Die Gruppe trifft sich an jedem ersten Mittwoch im Monat.

Düsseldorf – Mittwoch, 6. Februar, 15 Uhr, Raum 311 „Siebenbürgen“, GHH: Ostdeutsche Stickerei mit Helga Lehmann und Christel Knackstädt.

Wesel – Sonnabend, 9. Februar, 15 Uhr, Heimatstube, Kaiserring 4: Jahreshauptversammlung der Landsmannschaft Ostpreußen-Westpreußen Kreisgruppe Wesel,  um rege Beteiligung wird gebeten. 

Bitte verbindliche Anmeldung bis zum 31. Januar bei Paul Sobotta, Telefon (0281) 45657, oder Manfred Rohde, Telefon (02852) 4403. Es werden Kaffee und Kuchen mit gemütlichem Beisammensein angeboten.

Wuppertal – Freitag, 10., bis Sonntag, 12. Mai: Fahrt zum LO-Jahrestreffes nach Wolfsburg und weiter nach Lüneburg. Ein möglicher Reiseablauf für mindestens 30 Personen: Drei Tage mit zwei Übernachtungen. Abfahrt Freitag 10. Mai morgens ab Wuppertal über Bad Nenndorf, hier ist der Besuch des Agnes Miegel Hauses möglich, weiter nach Wolfsburg. Sonnabend, 11. Mai, Fahrt zum Ostpreußentreffen, Congress Park Wolfsburg, Veranstaltungsdauer 10 bis 17 Uhr. Anschließend Busfahrt durch die Lüneburger Heide nach Lüneburg. Sonntag 12. Mai, Besuch des Ostpreußenmuseums in Lüneburg, dann Stadtrundfahrt oder Freizeit bis zur Heimreise 16 Uhr.

Weitere Informationen und Anmeldung bei Gerhard Scheer, Telefon (0202) 500077, oder Helga Piontek, Telefon (0202) 4698257.


SCHLESWIG-HOLSTEIN

Vors.: Edmund Ferner, Julius-Wichmann-Weg 19, 23769 Burg auf Fehmarn, Telefon (04371) 8888939, E-Mail: birgit@kreil.info

Bad Oldesloe – Thema für die Januar-Runde der Ost- und Westpreußen in Bad Oldesloe war ein Vergleich der Provinzen Ostpreußen und Westpreußen – Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Anregung gab der Vorsitzenden dazu die Ortsbezeichnung Mehlsack, die nichts mit unseren Begriffen „Mehl“ und „Sack“ zu tun hat. Die prussische Bezeichnung bedeutet „Gehölz der Unterirdischen oder Teufelsgrund“. 

Als Konrad von Masowien den Ritteroden im Kampf gegen die heidnischen Prußen um Hilfe bat, zog der Orden entlang der Reichel in das spätere Ostpreußen ein und gründete Burgen und Städte. Rund 2000 Jahre hatten die Prußen dort gelebt. 

Der Siebenjährige Krieg Friedrichs des Großen brachte große Veränderungen für das Land, das spätere Ostpreußen geriet unter russische Oberhoheit, das Wirtschaftsleben erlahmte. Bis 1774 kamen rund 15000 Kolonisten in das Land, um die entstandenen Lücken zu füllen. An der Weichsel wurde Marienwerder durch Friedrich den Großen zur Verwaltungshauptstadt, da sich Danzig unter dem Schutz der polnischen Krone befand. 

Nach der Reichsgründung am 18. Januar 1871 in Versailles entstanden offiziell Westpreußen und Ostpreußen als zwei Provinzen des Deutschen Reiches. 

Nach dem Ersten Weltkrieg musste das linke Weichselufer und der größte Teil des rechten Weichselufers an Polen abgetreten werden. Der Regierungsbezirk Marienwerder wurde Ostpreußen angegliedert, Danzig und das Danziger Werder wurden Freistaat mit eigener Währung (Post und Bahn lagen in der Hoheit Polens. Es entstand der Polnische Korridor, der Ostpreußen vom Deutschen Reich trennte. 

Das änderte sich wieder zu Beginn des Zweiten Weltkrieges. Diese Entwicklung hatten die Teilnehmer in ihrer Kindheit selbst erlebt. 

Anschließend las Boris Makarowski einen Text über die Kämpfe in Ostpreußen im ersten Weltkrieg aus dem Buch „Ostpreußen – Geschichte und Mythos“ von Andreas Kossert. 

In der lebhaften Aussprache brachten die Teilnehmer eigene Erfahrungen und Erlebnisse ein. 

Gisela Brauer

Neumünster – Sonnabend, 

2. Februar, 12 Uhr, Stadthalle: Ostpreußen bitten zu Tisch. 

Köstlichkeiten aus der Heimat sind die Königsberger Klopse. Anschließend gibt es wie immer viel Spaß und lustiges Geplämper. Gäste sind herzlich willkommen. Bitte melden Sie sich zahlreich  bis zum 26. Januar unter Telefon (04321) 82314 an.

Bericht – Am 9. Januar hatte die Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen, Gruppe Neumünster die erste Veranstaltung im neuen Jahr in der Stadthalle mit großer Beteiligung.

Die Vorsitzende Brigitte Profé begann nach der Begrüßung mit dem passenden Gedicht „Gedanken zum Jahresbeginn“ zum Jahresanfang.

LM Manfred Rüthlein zeigte Filme aus dem Schatzkästchen von Ostpreußen – früher und dem heutigen Ostpreußen.

Viele Erinnerungen wurden wach und machten doch nachdenklich. Wie hat sich doch unser schönes Ostpreußen verändert.

Anschließend wurde noch viel von „damals“ erzählt.

Schönwalde am Bungsberg – Sonnabend, 26. Januar, 15 Uhr, Café Ehlers, Kasseedorf: Arbeitstagung. – Donnerstag, 31. Januar, 14 Uhr, Klönstuv (Alte Feuerwehr), Rosenstraße 2, 23744 Schönwalde a.B.: Senioren-Begegnung.


BADEN-WÜRTTEMBERG

Vors.: Uta Lüttich, Feuerbacher Weg 108, 70192 Stuttgart, Telefon und Fax (0711) 854093, Geschäftsstelle: Haus der Heimat, Schloßstraße 92, 70176 Stuttgart, Tel. und Fax (0711) 6336980.

Nachtrag

Landesgruppe – Mittwoch, 6. Februar 2019, 14.30 Uhr, Haus der Heimat, Kleiner Saal, Stuttgart: Heimatnachmittag der Kreis- und Frauengruppe mit Liedern, Gedichten und Lesungen. Gäste sind herzlich willkommen.