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03.05.19 / Ballett auf der Elbe / 300 Schiffe machen beim Hamburger Hafenfest im Hafen fest

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 18-19 vom 03. Mai 2019

Ballett auf der Elbe
300 Schiffe machen beim Hamburger Hafenfest im Hafen fest
H. Tews

Vor 830 Jahren erhielten die Hamburger von Kaiser Friedrich Barbarossa einen Freibrief, der ihnen die Zollfreiheit für ihren Hafen garantierte. Dieses Ereignis vom 7. Mai 1189, dass Hamburg dank seines Hafens mit zur heutigen Weltmetropole verholfen hat, feiern die Hanseaten seit 1977 jährlich mit ihrem Hafengeburtstag. 

Auf dem mittlerweile größten Hafenfest der Welt erwartet die Besucher vom 10. bis 12. Mai vor der einzigartigen Hafenkulisse wieder ein abwechslungsreiches Programm. Rund 300 Schiffe machen im Hafen fest und präsentieren sich von ihrer schönsten Seite, darunter Großsegler wie die von dem weiblichen Kapitän Maren Reif geführte „Alexander von Humboldt II“, die drei russischen Windjammer „Kruzen­shtern“, „Mir“ und „Se­dov“, viele Museumsschiffe sowie maritime Dienstfahrzeuge. 

Die Aida-Kreuzfahrtflotte wirbt beim Hafenfest gleich mit vier Schiffen, darunter der 300 Meter langen „AIDAperla“. Der größte Gast ist der rund 330 Meter lange Luxusliner „MSC Preziosa“. Dagegen mutet die auf Flusskreuzfahrten spezialisierte „Sans Souci“ mit ihren 82 Metern Länge fast klein an. Außerdem machen die Kreuzfahrtriesen „Astor“, „Deutschland“ und „Mein Schiff 5“ im Hafen fest. 

Premierengast beim Hafenfest, zu dessen Höhepunkten am Sonn­abend um 18.30 Uhr das alljährliche „Ballett“ der Hafenschlepper zählt, ist Hamburgs neues Feuerlöschboot „Branddirektor Westphal“, das seit Jahresbeginn seinen Dienst im Hafen versieht. Das 44 Meter lange Feuerwehrschiff kann 120000 Liter Löschwasser pro Minute pumpen und das Wasser bis zu 110 Meter hoch und 180 Meter weit spritzen. Damit ist Europas modernstes Feuerlöschboot in der Lage, im Gefahrenfall auch die größten Container- und Kreuzfahrtschiffe der Welt zu löschen.

Futuristisch mutet ein Gast aus Frankreich an, der „Energy Observer“. Der rund 30 Meter lange und knapp 13 Meter breite Katamaran wird durch regenerative Energien wie Wind, Sonne und Wasserstoff angetrieben. Im Juni 2017 brach er zu einer sechsjährigen Weltumseglung mit Stationen in 50 Ländern auf, die ihn nun auch in die Hansestadt führt. 

Nach dem großen Erfolg im Vorjahr soll der Programmpunkt „Elbphilharmonie Concerts on Screen“ auch diesmal Klassikbegeisterte in den Bann ziehen. Dabei werden auf einer Großleinwand auf dem Vorplatz des Konzerthauses kostenlos Mitschnitte von Aufführungen aus dem Großen Saal gezeigt. 

Auf der Kehrwiederspitze präsentiert der Länderpartner Occitanie-Südfrankreich die malerische Region Okzitanien. Der nördlich der Pyrenäen und des Mittelmeers gelegene Landstrich ist nicht nur touristisch attraktiv, sondern verfügt mit dem Airbus-Standort Toulouse auch über ein bedeutendes Wirtschaftszentrum. Dabei kann man südfranzösische Spezialitäten wie Austern, Ar­magnac, handwerklich gebrautes Bier, Olivenöl und Aligot, ein Kartoffelpüree mit Käse, probieren. 

Darüber hinaus zeigen die Museen in der zum UNESCO- Welterbe zählenden Speicherstadt und in der „HafenCity“ diverse Sonderausstellungen. Am Sonntag ab 16 Uhr verabschieden sich die schwimmenden Gäste mit der großen Auslaufparade von der Hansestadt.


Alle Termine im Internet unter www.hafengeburtstag.hamburg