20.04.2024

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10.05.19 / MELDUNGEN / ZUR PERSON

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 19-19 vom 10. Mai 2019

MELDUNGEN / ZUR PERSON

Sri Lanka wirft Imame hinaus

Colombo – Nach den radikal-islamischen Osteranschlägen, bei denen 257 Menschen umgebracht wurden, hat Sri Lanka rund 600 Ausländer ausgewiesen, darunter etwa 200 islamische Geistliche. In jüngster Zeit seien bestimmte Einrichtungen „wie Pilze aus dem Boden geschossen“, so Innenminister Vajira Abeywardena. Als Anführer der Attentäter gilt der islamische Geistliche Zahran Hashim. H.H.





Rentner zahlen 33 Milliarden

Berlin – Deutschlands Rentner haben vergangenes Jahr rund 33 Milliarden Euro Einkommensteuer bezahlt. Seit 2005 werden Renten schrittweise immer stärker besteuert. Zwar können Berufstätige zugleich mehr Ausgaben für die Altersvorsorge steuerlich absetzen. Das damit Angesparte schmilzt jedoch zunehmend wegen niedriger Zinsen, weshalb das Ruhegeld deutlich kleiner ausfällt als geplant.  H.H.





Neues Symbol von Japan

Erdbeben von Kobe 1995 mit 6000 Toten, der Tsunami von 2011 mit 16000 Toten, dazu die Atomkatastrophe von Fukushima – die Heisei-Ära in Japan stand unter keinem guten Stern. Doch diese Ära ist nach Abdankung des Tennos Akihito seit dem 1. Mai vorbei. Seit sein Sohn Naruhito den Chrysanthementhron bestiegen hat, zählt man gemäß Tradition die kommenden Jahre unter einen neuen Namen. Jetzt hat die Reiwa-Zeit begonnen, was in etwa „schöne Harmonie“ bedeutet.

Um im Hochtechnologie-Land Japan eine Harmonie zwischen  Tradition und Moderne hinzubekommen, muss Naruhito einen gewaltigen Spagat machen. Seinem Vater gelang es, die Achtung des Volks zu erlangen, indem er gegen manche Konvention verstieß, so auch seine Thronaufgabe zu Lebzeiten. Der 59-jährige Naruhito rebellierte auf seine Weise, indem er gegen alle Widerstände des strengen kaiserlichen Hofamtes 1993 die selbstbewusste Diplomatin Masako ehelichte.

Gute Voraussetzungen also, dass Naruhito von den Japanern als Symbol des Staates akzeptiert wird. Ähnlich wie die britische Queen haben die Tennos, die inzwischen weltweit als letzte Kaiser gelten, seit der Kapitulation Japans nach dem Zweiten Weltkrieg nur noch repräsentative Aufgaben. In die Politik dürfen sie sich nicht einmischen. 

Dennoch gilt das Verhältnis zwischen dem Schöngeist Naruhito, der in Oxford ein Geschichtsstudium abgeschlossen hat und der auf der Bratsche spielt, und Premierminister Abe als angespannt. In einer Rede übte er 2015 verhüllte Kritik an Abes Ziel, die pazifistische Friedensverfassung von 1947 zu ändern. Ende des Monats empfängt Naruhito als ersten Staatsgast US-Präsident Donald Trump. Es wird auf eine weitere Verbeugung vor dem Kriegssieger und der heutigen Schutzmacht USA hinauslaufen.H. Tews