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12.07.19 / Stierkämpfe und Almkühe

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 28-19 vom 12. Juli 2019

Stierkämpfe und Almkühe

Für den berühmten US-amerikanischen Stargeiger Yehudi Menuhin muss es Liebe auf den ersten Blick gewesen sein, als er das erste Mal in den Schweizer Ort Gstaad kam. 1957 siedelte er in dem 7000-Einwohner-Ort im Berner Oberland über und gründete im selben Jahr dort nach zwei Konzertauftritten das „Gstaad Menuhin Festival“.

Bis 1996 blieb Menuhin dem Festival als dessen Leiter treu. Drei Jahre später starb er in Berlin. Doch das Festival hält die Erinnerung an den Wundergeiger aufrecht. Vom 18. Juli bis 6. September findet es nun zum 63. Mal statt. Im Festivalzelt von Gstaad und in den Kirchen des Saanenlandes werden den Besuchern 65 hochkarätige Konzerte angeboten. 

Im Mittelpunkt steht diesmal aber nicht die Alpenwelt, sondern die französische Metropole Paris, die auch das Zentrum der französischen Musik ist. Davon zeugen die Meisterwerke, die dort über Jahrhunderte hinweg entstanden sind – von der École de Notre Dame bis hin zu Tristan Murail, bei dem das Festival eine Komposition in Auftrag gegeben hat. Aber dies belegen auch Komponisten wie George Bizet, der in Paris geboren wurde. Seine Stierkampf-Oper „Carmen“ wird in Gstaad in einer konzertanten Aufführung zu erleben sein. Hoffentlich fühlen sich die Almkühe dabei nicht auf die Hörner genommen. Programm und Karten: www.gstaadmenuhinfestival.chH. Tews