20.04.2024

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
12.07.19 / Israelischer Autor spricht Klartext über die muslimische Parallelgesellschaft

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 28-19 vom 12. Juli 2019

Israelischer Autor spricht Klartext über die muslimische Parallelgesellschaft
Bodo Bost

Der aus Israel stammende muslimische Psychologe Ahmad Mansour wirft in seinem autobiografischen Buch „Klartext Integration“ in schonungsloser Offenheit der bundesdeutschen Gesellschaft eine blauäugige Immigrationspolitik und das Scheitern der Integration vor. Diese hat er als Immigrant selbst in Deutschland erlebt.

Dem Problem der muslimischen Massenzuwanderung und Integration stehen Staat und Gesellschaft bisher trotz „Wir schaffen das“ planlos gegenüber, es mangelt an konkreten Konzepten und langfristigen Plänen. Mansour beschäftigt sich seit vielen Jahren mit diesen Problemen, auch weil er sie selbst durchgemacht hat. Ohne falsche Rück-sichtnahme spricht er offen an, wo die Politik versagt hat, aber auch, welche Werte beim Aufeinanderprall der Kulturen unverhandelbar seien. 

Auch dem Islam und seiner verbandsmäßigen Organisation in Deutschland gibt er eine Mitschuld am Entstehen der Parallelgesellschaften und dem Scheitern der Integration. Die Islamverbände, wie die aus der Türkei gesteuerte DITIB, treiben mit bundesdeutschen Hilfsgeldern die Muslime in Parallelgesellschaften, anstatt sie zu integrieren, ein Skandal, wie nicht nur Mansour meint.

Die Funktionsweise von Parallelgesellschaften ist eines der Hauptthemen in diesem höchst interessanten Buch. Warum sollen muslimische Männer sich in die bundesdeutsche Gesellschaft integrieren, in der ihre Frauen gleichberechtigt sind, wenn sie in der Parallelgesellschaft der Chef sind, fragt sich der Autor. In der Parallelgesellschaft sei sein Patriarchat unangefochten und erlaube wie seine Religion keine Zweifel. Dazu lebe der muslimische Immigrant in der Parallelgesellschaft, wie er in Syrien/Palästina etc. gelebt hat, nur, dank Sozialstaat, sicherer und sorgenfreier. 

Durch Mansour könnten auch Politiker mit Scheuklappen verstehen, warum sich gerade arabische Männer so schwer tun mit der deutschen Mehrheitsgesellschaft, in der sie viel zu verlieren und wenig zu gewinnen haben. Nicht bloß den Respekt und die Ehre, die ihnen so wichtig ist – ihre Macht wäre dahin, würden sie die Gleichberechtigung der Geschlechter akzeptieren. 

Auch die Islamisierung und Radikalisierung einer jungen Generation von Deutschen mit nahöstlichem Immigrationshintergrund treibt Mansour um, er sieht eine „Generation Allah“ heranwachsen. Seine zehn Vorschläge zur Integration für die Politik und die deutsche Gesellschaft sind so etwas wie die letzte Chance für das, was endlich getan und durchgesetzt werden müsse, damit in deutschen Städten nicht noch größere Parallelgesellschaften und noch mehr Clans entstehen. Der islamische Fundamentalismus habe sehr wohl etwas mit dem Islam zu tun, behauptet Mansour, ohne das Deutungsmonopol darüber zu beanspruchen. Angesichts linker Beschönigungen und eines „planlosen Durchwurstelns“ der Mainstream-Politik liest sich Mansours radikal aufklärerische und autobiografische Streitschrift  wie eine wohltuende Rückbesinnung auf die Realität.

Ahmad Mansour: „Klartext zur Integration, Gegen falsche Toleranz und Panikmache“, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2018, gebunden, 304 Seiten, 20 Euro