21.01.2022

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19.07.19 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 29-19 vom 19. Juli 2019

Leserforum

Bei dem bequemen Fährservice für Zuwanderer kann von »Rettung« keine Rede sein

Zu: Weder Recht noch Moral (Nr. 27) 

In unseren Medien habe ich bislang nur Lobeshymnen auf die „Heldin“ Carola Rackete vernommen. Angesichts einer humanitären Krise in Europa sei sie ihrem moralischen Kompass gefolgt, habe Gewissensstärke bewiesen und einen Akt der Humanität vollbracht. Das ist der einseitige Standpunkt der Gutmenschen, der andere Meinungen in dieser Sache ausschließt. Das Treiben von Frau Rackete lässt sich freilich auch ganz anders bewerten. 

Matteo Salvini ist keineswegs ein Unmensch, sondern ein Mann, der sein Land liebt und es schützen will. Die Italiener haben seitens der Migranten Mord, Raub und Vergewaltigung erfahren. Sie sind das alles gründlich leid und stehen daher mehrheitlich hinter Salvini. Es ist dessen Recht und Pflicht, weiteren Schaden von seinem Land abzuwenden. 

Italien soll nicht zu einem Reich der Gewalt und der Angst verkommen. Darin unterscheidet sich Salvini positiv von Frau Merkel und Anhang, die Mörder und Vergewaltiger ins Land gelockt haben, wie unlängst ein seriöses Wochenblatt feststellte. 

Die sogenannten Flüchtlinge sind bekanntlich zu 97 Prozent Wohlstandssucher, die ernten wollen, wo sie nicht gesät haben. Sie bringen in der Regel nichts mit als ihre Armut und ihre Unbildung, werden also nie etwas zur Wohlfahrt und zum Fortschritt des Aufnahmelandes beitragen.

Zwar faseln unsere Gutmenschen ständig von der Bereicherung durch diese „Goldstücke“, doch konnten mir bislang weder Politiker noch Journalisten erklären, welche Bereicherung deutsche Frauen in jener Neujahrsnacht 2015/2016 in Köln erfahren haben oder wo der Gewinn der Frauen liegt, die von ganzen Banden von Migranten vergewaltigt wurden oder welchen Vorteil für Europa die Massaker in Nizza, Paris, Berlin und London brachten. 

Die „Flüchtlingsrettung“ lässt sich noch viel kritischer betrachten: Die Bevölkerungsexplosion im Orient und in Afrika ist so gewaltig, dass unsere Ressourcen in Europa bereits jetzt nicht reichen. Die Zuwanderer beanspruchen den ohnehin knappen preisgünstigen Wohnraum, sie drücken auf dem Arbeitsmarkt die Löhne von weniger qualifizierten Einheimischen, sie bewirken einen spürbaren Verlust an Sicherheit, Kultur, Identität und Zusammenhalt. Auf Dauer machen sie uns zur Minderheit im eigenen Land, und vor allem kostet die Migration mehr als 50 Milliarden Euro jährlich, die uns in allen Bereichen bitter fehlen. 

Ein letztes Wort zum Begriff der „Menschen in Seenot“. Wer bei vollem Verstand mit einem Schlauchboot oder einem Seelenverkäufer auf das gefährliche Mittelmeer hinausfährt, ist ein potenzieller Selbstmörder. Mit gleichen Überlebenschancen kann man auch vom Dach des Empire-State-Buildings springen. Diese Todesfahrten erfolgen doch nur, weil die Migranten erwarten, vom Fährservice einer Carola Rackete aufgesammelt zu werden. 

Warum übrigens setzen die Menschenfreunde ihre Geretteten nicht gleich wieder an der nahen afrikanischen Küste ab? Zumindest aber sollten die Retter für die Folgekosten ihrer Heldentaten finanziell uneingeschränkt herangezogen werden.

Adolf Frerk, Geldern






Teure »Rettung«

Zu: Weder Recht noch Moral (Nr. 27 ) 

Es ist einfach nicht nachvollziehbar, wie hier kriminelle Schleuserbanden wie „Sea-Watch 3“ und andere ihr Unwesen treiben und von staatlicher Seite sogar Unterstützung finden. Generell ist bekannt: Wer sich in Gefahr bringt, kommt darin um. Typen wie Carola Rackete können die Wirtschaftsflüchtlinge schon retten, aber, man soll diese „Flüchtlinge“ gefälligst dahin zurückbringen, von wo sie gestartet sind, nämlich nach Libyen.

Es ist doch komisch: Wieso werden diese „Fachleute“ nicht nach Tunesien oder Marokko gebracht? Ich hätte noch Verständnis dafür, wenn die sogenannten „Retter“ für die Kosten der „Flüchtlinge“ danach auch aufkommen würden. Tatsache ist: Alles will nach Europa beziehungsweise Deutschland, wo der Steuerzahler die enormen Kosten aufgebürdet bekommt. 

Diese kriminellen Schleuser gehören ins Gefängnis, und ihre „Rettungsarmadas“ sollten konfisziert werden. Während US-Präsident Trump Massenausweisungen vorbereitet, praktiziert Europa beziehungsweise Deutschland genau das Gegenteil. Diese Flüchtlingspolitik unserer Regierung wird Deutschland in absehbarer Zeit sowohl in finanzieller wie in politischer Hinsicht noch teuer um die Ohren fliegen. 

Wolfgang Rohde, Sigmaringen






Propaganda wirkt

Zum Leserbrief: Darf deutschen Wehrmachtssoldaten gedankt werden? (Nr. 23)

Zur Beantwortung der Frage, ob deutschen Wehrmachtssoldaten gedankt werden darf, ist entscheidend, die politischen Vorgänge vor dem Zweiten Weltkrieg zu kennen. Welche Politiker welcher Staaten haben was initiiert, unternommen, unterlassen vor dem ersten Schuss?

Nach der Lektüre (einschlägiger Literatur zum Thema, d. Red.) wird jedem klar, dem Wahrhaftigkeit, Quellenbasiertheit und Belegbarkeit entscheidende Glaubwürdigkeitskriterien sind, dass die historischen Tatsachen – die Aktivitäten der maßgebenden Politiker Polens, Großbritanniens, Frankreichs und der USA – gravierend abweichen von dem, was den Deutschen nach 1945 als Wahrheit von den Siegermächten eingeschärft wurde. Dieses Propagandagespinst wirkt fortlaufend und wird von den deutschen Vervielfältigern unkritisch bis perfide weitergesponnen zu einem Dschungel an Lügen und Scheintatsachen. 

Die Propagandatrommler sind zu verachten; die Propagandagläubigen zu bedauern; deutschen Wehrmachtssoldaten ist zu danken.

Dr. Wolf-P. Bredenberg, Carpin 






Wähler verloren

Zu: Das „kleine Superwahljahr“ beginnt (Nr. 21)

Früher war einmal die ältere Generation, die Rentner und Kriegerwitwen, die treusten Anhänger der CDU. Sie müssen sich heute andere Parteien für ihre Wahlentscheidung suchen. Und woran liegt das? 

Döring-Ernst v. Gottberg, Kiel






Falsche Signale ausgesendet

Zu: Weder Recht noch Moral (Nr. 27)

Die Kapitänin hat die Flüchtlinge nicht gerettet, sondern aufgenommen und weitertransportiert. Die Migranten begeben sich selbstständig in Boote, welche nicht hochseetüchtig sind und über keine eigenen Rettungsboote verfügen. Sie handeln also grob fahrlässig. 

Die Bootsflüchtlinge verlassen sich lieber auf Zusagen der Schlepper (gefährlich, aber wird schon gut gehen) und schieben ihre Bedenken beiseite, als dass sie umkehren. Tausende haben es tatsächlich geschafft. Tausende sind aber auch ertrunken.

Bevor sich Asylsuchende nach Europa aufmachen, verkaufen sie in der Regel all ihr Hab und Gut, um die Schlepper bezahlen zu können. Wenn es sich in der Szene aber herumspricht, dass Seenotretter schiffbrüchige Flüchtlinge wieder an die nordafrikanische Küste zurückbringen und das Mittelmeer quasi geschlossen ist, wird sich der Flüchtlingsstrom von alleine einstellen. 

Zwei Siege mit einem Streich. Erstens wird ein Flüchtlingsstopp erreicht und zweitens wird den Schleppern ihre Einnahmequelle ausgetrocknet.

Frau Rackete hat großes Glück gehabt, dass sie trotz ihrer Straftaten freikam. Ideologie darf nicht über Recht stehen, zumal im subsaharischen Afrika Millionen Migranten sich auf den Weg nach Europa machen wollen. Frau Rackete und deutsche Spitzenpolitiker haben die falschen Signale ausgesendet.

Edgar Klüppelberg, Neuss






Nichts als Sprücheklopfer

Zu: Weder Recht noch Moral (Nr. 27)

In unserem eigenen Land bekommen wir fast nichts mehr geregelt. Aber anderen Staaten, in diesem Fall also Italien, schreiben wir vor, wie sie sich verhalten sollen. Deutschland gehörte und gehört maßgeblich zu den Staaten in Europa, die schon lange vor 2015 auch Italien mit dem Flüchtlingsproblem alleingelassen haben. Man hat sich dabei hinter Gesetzen verschanzt. So eine Art Reinwaschung hat jedoch weder Italien noch Europa geholfen. 

Was hätte eigentlich Deutschland an Italiens Stelle gemacht? Hurra gerufen? Nein. Eine einheitliche Regelung für Europa in Sachen „Seeflüchtlinge“ wird es nicht geben. Und Deutschland wird es auf Dauer nicht schaffen, das Aufnahmeland Nr. 1 in Europa zu sein. Wir werden daran bankrottgehen. Es wird Staaten geben, die hinter vorgehaltener Hand jubeln.

Die sogenannten „Seenotretter“ dürfen nicht das Recht für Moral aushebeln. Jeder, der heute für die „Seenotretter“ auf die Straße geht, soll dafür einen Flüchtling aufnehmen und ihn rund um die Uhr betreuen.

Aber das geschieht nicht. Diese Menschen sprechen immer nur von „man müsste, man sollte, man könnte“. Aber das reicht nicht. Das ist wie mit dem Öko-Strom: Jene sind gegen Atomstrom und gegen Kohlestrom, aber für Windkraft. Diese jedoch nicht vor ihrer eigenen Haustür. Sprücheklopfer können wir in Deutschland nicht gebrauchen.

Heinz-Peter Kröske, Hameln






Auf ewig Christ

Zu: Christen bald Minderheit (Nr. 24)

In dem Artikel ist Ihnen meines Erachtens ein Definitionsfehler unterlaufen. Wer in einer christlichen Kirche getauft wurde, ist Christ und Kirchenmitglied. Sollte er später aus der Kirche austreten, ist er zwar kein Kirchenmitglied mehr, bleibt aber Christ. Man kann nämlich sehr gut Christ sein, ohne einer der beiden großen christlichen Kirchen anzugehören.

Michael Weber, Harrislee






Wie in der DDR das Preußenbild gepflegt wurde

Zu: Übungen in Schwarz-Rot-Gold (Nr. 24)

Ein sehr interessanter Beitrag zu Turnvater Jahn. Ich möchte den Autor korrigieren: Jahn wurde nicht in Lanz an der Prignitz, sondern in Lanz in der Prignitz, dem nordwestlichsten Teil des Landes Brandenburg, als Preuße geboren. Hervorzuheben sind seine Bestrebungen der patriotischen Erziehung der Jugend, zu Heimatliebe und Dienst am Vaterland, Kate­gorien, die in der heutigen multikulturellen Gesellschaft kaum mehr eine Rolle spielen.

Als langjährige Einwohner dieses Landkreises haben wir schon in der DDR sein Erbe gepflegt, Schulen, Sportvereine und Straßen trugen seinen Namen. Für mich als Angehörigen der NVA der DDR war die Pflege progressiver preußischer Traditionen ein Bestandteil der Erziehung zur Pflichterfüllung und zum Patriotismus.

Eine Vielzahl von Kasernen und Truppenteilen trugen Namen preußischer Offiziere, besonders der napoleonischen Befreiungskriege, der revolutionären Erhebungen von 1848/49 in Süddeutschland und patriotischer Schriftsteller dieser Zeit. Adolf von Lützow, Ferdinand von Schill, Ernst Moritz Arndt, Lebrecht von Blücher, August Willich und Johann Philipp Becker sind dazu beispielgebend.

Befremdlich für mich sind Dis­kussionen um die Aberkennung des Namens „Ernst-Moritz-Arndt-Universität“ in Greifswald wegen antisemitischer Äußerungen in seinen über 200 Jahre alten Schriften. Die Namensgebung erfolgte übrigens durch die Regierung der DDR.

Als junger Offizier diente ich in Dömitz in der „Theodor-Körner-Kaserne“, die den Namen eines Offiziers des Lützowschen Freikorps trug. An dessen Grab unter einer uralten Eiche im mecklenburgischen Wöbbelin nahm ich mit meinen Soldaten jährlich an der Gedenkveranstaltung des Ortes teil. Meinen Dienst beendete ich 1990 in einem Verband, der den Namen des großen preußischen Militärtheoretikers Carl von Clausewitz trug.

Vielfach wurde unsere Armee als sowjetische Satellitenarmee bezeichnet, aber neben der ideologischen Ausrichtung dieses kleinen deutschen Staates war die Heraushebung des nationalen Charakters ein herausragendes Kennzeichen. Traditionen Preußens und deutscher Armeen waren unübersehbar. Die traditionelle feldgraue Uniform unserer Großväter und Väter, deutsche Dienstvorschriften, militärische Traditionen wie der Große Zapfenstreich – der Stahlhelm war ein 1943 entworfenes, nicht mehr eingeführtes Modell der Wehrmacht – sind Beispiele.

Die höchsten Orden trugen die Namen der bekannten preußischen Generäle, der Scharnhorst-orden und der Blücherorden, letzterer in Kreuzform. Begierig lasen wir Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre die Biografie Fried­richs des Großen von Ingrid Mittenzwei und die Bismarck-Biografie von Ernst Engelberg. Das Werk von Clausewitz „Vom Kriege“ und Schriften Moltkes zu den Kriegen 1866 und 1870/71 waren Studiengrundlagen unserer akademischen Ausbildung als Offiziere.

1980 kam der „Alte Fritz“ aus seiner Verbannung zurück und ritt wieder auf seinem Standbild „Unter den Linden“. Wir Soldaten der 60er Jahre waren Söhne der überlebenden, vielfach gezeichneten Soldaten des Zweiten Weltkrieges, ihr Vermächtnis trugen wir unsichtbar in uns. So kämpften die Angehörigen meiner Familie in der Ostpreußischen 1. Infanteriedivision und der Schlesischen 18. Infanteriedivision, beide gingen im Winter und Frühjahr 1945 bei der Verteidigung Ostpreußens unter.

Kein deutscher Staat kommt daran vorbei, ideologisch Gedanken zu seiner Geschichte und seinem Traditionsverständnis zu formulieren. Für uns waren dies auch das Verständnis von Heimat und Vaterland, Pflichterfüllung, Selbstdisziplin und Verantwortung. Kant hatte dies als das „moralische Gesetz in mir“ definiert. Der neue Traditionserlass der Bundeswehr schließt in seinem Selbstverständnis die Traditionen der Wehrmacht weitestgehend und die der NVA der DDR vollständig aus.

Aber deutsche Vergangenheit kann man weder verschweigen noch dauerhaft ideologisch wegdefinieren. Preußen und die deutschen Armeen der Geschichte bleiben Teil des kollektiven deutschen Gedächtnisses. Ich bin stolz, in einer Armee, die man die „Roten Preußen“ nannte, gedient zu haben.

Bernd Polte, Abbendorf/Prignitz