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30.08.19 / MEINUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 35-19 vom 30. August 2019

MEINUNGEN

Der französische Philosoph Michel Onfray, der die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg in einem Essay als seelenlosen Cyborg bezeichnet hat, dem die Welt der Politiker zu Füßen liege, reagiert in der „Welt“ (16. August) spöttisch darüber, dass sie als Kandidatin für den Nobelpreis gehandelt wird: 

„Ich schlage vor, dass wir sie sofort zur Präsidentin der Weltregierung ernennen, wie es sich Jacques Attali gewünscht hat, und im Eifer des Gefechts können wir ihr dann gleich den Nobelpreis für Medizin, die Fields-Medaille, den ersten Preis des Chopin-Wettbewerbs und die Goldene Palme von Cannes verleihen. Ein bisschen Ernsthaftigkeit bitte! ... Ich würde hinzufügen, dass Kurse in Astrophysik, Geologie und Geschichte nicht zu viel verlangt wären für jemanden, der die Unverschämtheit besitzt, im Alter von 16 Jahren im Namen ,der‘ Wissenschaft zu sprechen. ... Die Dummheiten von Kindern sind immer die Fehler der Eltern oder Erwachsenen, die sie umgeben. Mit 16 Jahren besitzt man noch kein eigenes Denken. In diesem Alter käut man wieder, womit die Erwachsenen einen gemästet haben.“





Nach der Entscheidung des Hessischen Rundfunks, den Kultursender HR2 zur reinen Abspielstation für Musik ohne Wortbeiträge zu machen, fragt sich die renommierte Krimiautorin Nele Neuhaus in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (21. August), wozu sie überhaupt noch Rundfunkgebühren zahlt:

„Sehr ärgerlich finde ich außerdem, dass ich diese Veränderung mit der Zwangssteuer Rundfunkabgabe unterstützen muss. Meiner Meinung nach ist der Auftrag eines öffentlich-rechtlichen Senders, nicht nur trivialen Mainstream zu produzieren, sondern der Kultur ein Podium zu geben. Dann sehe ich auch ein, dafür zu bezahlen.“





Der Kolumnist Jan Fleischhauer zweifelt im „Focus“ (24. August) an der Eignung der CDU-Parteivorsitzenden und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer zur Kanzlerschaft:

„Wenn es noch Zweifel an der Nichteignung von Annegret Kramp-Karrenbauer für das höchste Regierungsamt gab, dann hat sie diese jetzt ausgeräumt. Zwei Wochen vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg hat die Parteivorsitzende der CDU ausgerechnet den Mann gemaßregelt, der wie kaum ein anderer in der Lage ist, CDU-Wähler vom Wechsel zur AfD abzuhalten. Wo der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen im Osten auftritt, ist der Saal voll. Aus Berliner Sicht ist das keine Empfehlung, sondern ein Grund zum Argwohn. Im Adenauer-Haus misstraut man grundsätzlich Leuten, die sich eine eigene Meinung erlauben, die nicht mit den Gremien abgestimmt ist, weshalb die CDU-Vorsitzende in einem Zeitungsinterview auch dem Gedanken nachging, ob man Maaßen nicht am besten ganz aus der Partei entfernen sollte.“